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Refraktor
 

Ein Teleskop-Oldtimer kehrt zurück

 
Bild: Klaus Oberzig

(kso) Nach über zwei Jahren kam das weltweit viertgrößte Linsenteleskop, der Doppelrefraktor des ehemaligen Astrophysikalischen Observatoriums (AOP), am 17. Juni 2005 ans Astrophysikalische Institut Potsdam (AIP), auf den Telegrafenberg zurück. Es war bei der Firma 4H-Jena-Engineering in Jena aufwendig restauriert worden. Ausgerüstet mit einer modernen Steuerung durch einen Computer ist dieses technische Denkmal nun wieder einsatzfähig. Für die heutige Astronomie sind solche Fernrohre zwar nicht mehr brauchbar. Aber für Besucher dürfte es eine große Attraktion werden. Die Wiedereinsetzung des vier Tonnen schweren Teleskops in den denkmalgeschützten Kuppelbau in mehreren Teilen mit einem Kran war Maßarbeit.

Das 1874 gegründete Astrophysikalische Observatorium Potsdam war weltweit die erste Einrichtung, die Wissenschaft an der Schnittstelle von Astronomie und Physik  betrieb. Aufgrund des großen wissenschaftlichen Erfolges des AOP und um die Beobachtungsmöglichkeiten auf dem Telegrafenberg zu optimieren, wurde im Jahr 1899 der große Doppelrefraktor in Betrieb genommen, mit dem insbesondere auch die lichtschwächsten Sterne beobachtet werden sollten. Er besteht aus zwei fest und parallel miteinander verbundenen Fernrohren von 50 bzw. 80 cm Durchmesser, die auf einer parallel zur Erdachse stehenden Montierung vereinigt sind. "Der Große Refraktor auf dem Telegrafenberg ist ein Gerät von großer wissenschaftshistorischer Bedeutung. Er begründete den Weg zur modernen Astrophysik und steht somit symbolisch für die Bedeutung von Potsdam als Stadt der Wissenschaft damals wie heute", sagt Prof. Dr. Matthias Steinmetz, wissenschaftlicher Vorstand des AIP.

Bekannt wurde der Große Refraktor zunächst durch die anfänglich mangelnde Güte seiner Objektive. Johannes Hartmann, damals Professor am AOP, entwickelte deshalb Methoden zur Güteprüfung von Fernrohrobjektiven, die noch heute als Hartmann-Tests bekannt sind und in der modernen Optik zur Anwendung kommen.  Wissen- schaftliche Anerkennung erlangte Hartmann 1904 durch die Ent- deckung der interstellaren Materie, die sich durch bestimmte Spektrallinien bemerkbar macht. Auch Ejnar Hertzsprung und Walter Grotrian ernteten mit ihren Beobachtungen und den damit gewon- nenen Ergebnissen zur Untersuchung von Massenbestimmungen in Doppelsternsystemen bzw. zur Physik der Novae wissenschaftlichen Ruhm.

Nachdem der Doppelfefraktor 1968 für die wissenschaftliche Nutzung in der damaligen DDR ausgemustert wurde, verfiel er zusehends. Mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, mit weiteren Spenden und mit der Initiative des Fördervereins "Großer Refraktor" konnte die Restaurierung dieses wissenschaftshistorisch wertvollen Gerätes durchgeführt werden. Vor gut zwei Jahren, am 8. Mai 2003, wurde das Teleskop ausgebaut, um bei der Firma 4H-Jena-Engineering in Jena restauriert zu werden. Das Teleskop wurde komplett zerlegt, die Optiken wurden gereinigt, neue Motoren und Antriebe wurden angebaut. Die Steuerung wird jetzt komplett von einem Computer übernommen.

 

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Astrophysikalisches Institut Potsdam

 


 

 

 

 

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