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Nobelpreisträger
 

Geballte Intelligenz in Adlershof

 
Foto: Sylva Ullmann/scienzz

(su) F?r drei Tage war eine geballte Ladung Intelligenz - zu der schon vorhandenen - zu Besuch in Berlin. 26 Nobelpreistr?ger besuchten auf Einladung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Freitag bis Sonntag die Stadt. Acht von ihnen waren am Freitag, dem 24. Juni 2005 zu Besuch in Adlershof, um sich ?ber den Wissenschaftsstandort zu informieren und Campusatmosph?re zu schnuppern.

Unter ihnen waren die drei Chemienobelpreistr?ger von 1988: der Chemiker Robert Huber, der Physiker Johann Deisenhofer und der Biochemiker Hartmut Michel. Das Team bestimmte erstmals die dreidimensionale Struktur des Reaktionszentrums der Photosysthese eines bakteriellen Proteins mit Hilfe der R?ntgenstrukturanalyse. Die experimentellen und theoretischen Methoden f?r die R?ntgenkristallographie von Proteinen gehen auf sie zur?ck. Au?erdem waren die Chemienobelpreistr?gern Yuan Tseh Lee und Jerome Karle sowie die Physiknobelpreistr?ger Johannes B. Bednarz, Leo Esaki und Norman F. Ramsey in Adlershof vertreten.
 
Nach einem Rundgang durch die "Wissenschafts- und Medienstadt", zeigten sich alle beeindruckt. Der M?nchner Robert Huber war ?berrascht, dass in Berlin trotz schwieriger Haushaltslage ein solcher Forschungs- und Unistandort entstanden ist. Hartmut Michel ist ?berzeugt, dass Berlin ein gro?es Potenzial zu einem bedeutenden Wissenschaftsstandort hat. "Dies muss nun auch genutzt werden," r?t er. Der inzwischen in den USA t?tige Johann Deisenhofer sah die Kombination von Forschungseinrichtungen, Universit?t und kleinen und mittleren Unternehmen als einen gro?en Vorteil des Standorts Adlershof an.

Robert Huber, ehemaliger Direktor am Max-Planck-Institut f?r Biochemie in Martinsried bei M?nchen und Professor an der TU M?nchen, kann auf zahlreiche Erfolge in der Forschung zur?ck blicken. Doch liegt sein Augenmerk ebenso auf der Lehre. "Die Forschung kann nur gut sein, wenn die Lehre an den Universit?ten auch sehr gut ist." Er lie? es sich nicht nehmen eine Vorlesung im Institut f?r Chemie der HU zu halten und sich den Fragen der Studierenden zu stellen.

Die Wissenschaftler reisten am Sonntag weiter nach Lindau. Dort treffen sich j?hrlich Nobelpreistr?ger mit Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern. Robert Huber war schon an die 15 Mal bei den Treffen dabei, hat das auf und ab miterlebt. "Ich habe es als eine Pflicht gesehen, dort dabei zu sein, denn f?r mich ist das ja keine weite Reise." Mittlerweile sei  das Interesse der Jungen an diesen Treffen wieder gestiegen. "Es kommen mehr und es wird auch internationaler."

scienzz ziegt Bilder von dem Besuch der Nobelpreistr?ger in Adlershof.


Zu den Bildern >>

 

Mehr im Internet:
scienzz, 23.06.2005
Nobelpreistr?ger in Lindau
Wissenschaftsstandort Adlershof

 

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