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Politik

14.02.2021 - LOCKDOWN

Lockdown bis zur Abschaffung des Todes?

Regierung und Medien verbreiten Paranoia, das reale Leben geht andere Wege

Christfried Lenz

 
 

Christfried Lenz - Bild: Privat

"Energiewende ist Handarbeit" las ich auf einem Schild im rheinländischen Klimacamp. Wohl wahr! Als vor einer Woche 20 cm Schnee auf meinen PV-Modulen lagen und das Messinstrument am helllichten Tag "Night" anzeigte, war die Handarbeit mal wieder gefragt - und zwar schnell! Ein paar Tage ohne elektrisches Licht auskommen, wäre (für mich) kein größeres Problem, aber dass mir die Wasserrohre von Solarthermie und Holzheizung auf dem ungeschützten Dachboden zufrieren, weil die Pumpen nicht laufen, mit denen ich von Zeit zu Zeit heißes Wasser durch schicken muss, schon.

Einmal vergaß ich das. Mit heißen Steinen konnte ich die Rohre wieder auftauen. Es hatte auch noch keinen Schaden gegeben. Aber nochmal so eine Aktion möchte ich lieber vermeiden.

Also einen Schieber mit einer 9 m langen Stange gebaut, aus Konterlatten eine bis zum First reichende Leiter zusammengeschraubt. Der Rest klappte weitgehend erwartungsgemäß. Ich bekam den Schnee nicht vollständig weg, aber 50 Watt kamen jetzt rein, und die Sonne machte später alles blank.

Ja, so etwas kann anfallen, wenn man sich vom Netz getrennt hat und die Verantwortung für die Energieversorgung vollständig selber übernimmt. Für Viele in unserer bequem gewordenen Gesellschaft mag dies eine Horrorvorstellung sein.

Ich habe es anders erlebt. Nachdem alles getan war, hatte ich Muskelkater am ganzen Körper. Mit gymnastischen Übungen hätte ich mich niemals derart gefordert. Aber hier bestand eine handfeste Notwendigkeit, und die löste einen Energieschub aus, der mich alles Nötige in kürzester Zeit tun ließ. Hinterher war ich vom Blut durchpulst wie in Kindertagen nach dem Schlittenfahren.

Klar kann man sich Derartiges ersparen, indem man am Netz bleibt. Aber damit nimmt man eben Zuflucht beim Kohle- und Atomstrom, obwohl man den doch ablehnt.

Wenn es der Energiewende vergönnt ist, sich weiter zu entwickeln, wird durch "Saisonspeicherung" die überschüssige Energie des Sommers in den Winter übertragen. Damit hat dann das letzte Stündlein von Kohle, Gas, Öl und Atom endgültig geschlagen. Die Politik vereitelt das aber bislang, indem die Langzeitspeicherung des Stroms mit der doppelten EEG-Umlage belastet wird. Dies ist völlig widersinnig und dient ausschließlich dazu, den konventionellen Konzernen länger ihre Profite zu ermöglichen.

Dennoch greift jetzt das Vorhaben um sich, sämtliche Energie rund ums Jahr ausschließlich aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung zu stellen - und das bis 2030. Hierbei ist natürlich die Saisonspeicherung entscheidender Faktor.

So hat die Firma HomePowerSolutions (hps) eine 100%-Lösung mit Wasserstoffspeicherung herausgebracht. (Mit dieser braucht man den Schnee dann nicht mehr von den Modulen zu schieben, sondern kann warten, bis die Sonne ihn weggetaut hat!) Sie ist noch teuer, je nach Umfang 60 bis 90.000 Euro, aber es gibt jede Menge von Menschen in Deutschland, die das ohne die geringste Einschränkung hinlegen könnten. Hoffentlich tun es genügend Viele, damit auch diese Technik eine Lernkurve machen kann, wie wir sie von der Photovoltaik kennen.

Die Umstellung auf 100% Erneuerbar in allen Sektoren bis 2030 ist hinsichtlich Klimaschutz absolut nötig, aber auch eine Herausforderung, die mit dem Business as usual der Herrschenden nicht zu schaffen ist. So gibt es auch unter den engagierten Energiewende-Akteuren solche, die einen späteren Zeitpunkt setzen, allein auch schon deswegen, weil 2030 ein Ausbautempo erfordern würde, für welches gar nicht genügend Arbeitskräfte verfügbar seien.

Eenrgieschub wie in Kindertagen nach dem
Schlittenfahren - Bild:Christfried Lenz


Doch wer kann vorhersehen, was in den nächsten Jahren alles passieren wird? Ist das, was wir gerade mit "Corona" erleben, nicht ein Lehrstück, welche Dinge geschehen können, die keiner auch nicht im Entferntesten für möglich gehalten hätte?! Wenn es zu wenig Arbeitskräfte gibt, warum machen wir es dann nicht selber - "do it Yourself"?! Es ist so einfach. Ich habe auch alles selber gemacht - mit Anleitung per Mail und Telefon durch die Firma esomatic, aber ein Handwerker war nicht bei mir im Haus. Wenn ich als Organist und Musikwissenschaftler das kann, wie viel leichter muss es Menschen fallen, die technisch vorgebildet sind!

Und wenn sich Gemeinschaften bilden, die das zusammen tun, ihr Wissen austauschen, Material gemeinsam mit Rabatt kaufen, dann wird das alles noch viel leichter und macht mehr Spaß. Durch die mit Corona-Pandemie begründeten Kontaktverbote sollte man sich davon nicht abhalten lassen! Nicht Corona, die Bremsung der Klimaerwärmung ist DIE Menschheitsaufgabe unserer Epoche.

Einige der "Corona-Maßnahmen", insbesondere die Reduzierung des Reisens, haben eine klimaschützende Wirkung, was zu begrüßen ist. Aber die Zerstörung des Kontaktes zwischen den Menschen ist nicht hinzunehmen. Sollen FreundInnen oder vielleicht eine ganze Dorfgemeinschaft, die ein gemeinsames PV-Projekt planen, sich etwa konspirativ in irgendwelchen Kellern treffen, wie es Kommunisten, Sozialisten und Gewerkschafter unter Hitler mussten? Das kann doch wohl nicht wahr sein!

Die Erkenntnis der Absurdität und Schädlichkeit solcher Maßnahmen verbreitet sich in letzter Zeit jedoch. Die Sterbestatistik des Jahres 2020 liegt mittlerweile vor und zeigt, dass dieses Jahr im Vergleich zu den vorausgehenden im Mittelfeld liegt. Wer aus den absoluten Sterbezahlen eine Übersterblichkeit meint ableiten zu können, sollte sich in die Materie etwas einarbeiten. Ein Vergleich mehrerer Jahre ist nur möglich, wenn man die absoluten Zahlen ins Verhältnis zur Größe und zur Altersstruktur der Bevölkerung setzt. Daraus ergibt sich ein völlig anderes Ergebnis.

Auch aus den Reihen des Bundestages werden zunehmend Zweifel an den Regierungsmaßnahmen laut. Sogar ein Abgeordneter der SPD-Fraktion, Marcus Held, äußerte öffentlich Enttäuschung über die unzureichende Beantwortung seiner Fragen nach der wissenschaftlichen Begründung von Maßnahmen. https://www.youtube.com/watch?v=NvcUb21D-gA

Ebenfalls ohne jede wissenschaftliche Begründung wurde der Inzidenzwert (Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und pro Zeiteinheit), dessen Überschreitung schärfere Maßnahmen rechtfertigen soll, einfach so von 50 auf 35 runtergesetzt. Die publizierten Infektionszahlen sinken. Dadurch könnte der Lockdown seine Begründung verlieren. Offensichtlich möchte man dem vorbeugen!

Von Anfang an bestand die Gleichsetzung von "positiv getestet" und "erkrankt", die jedem noch halbwegs logisch Denkendem einen Stich versetzte. Seit einiger Zeit hat das Paradoxon den ihm wirklich angemessenen Begriff erhalten: "symptomlose Erkrankung", also erkrankungslose Erkrankung. Na endlich! Die einen haben Symptome, die anderen nicht, aber krank sind wir alle, egal ob wir krank sind oder nicht. Und in der Tat: sterben wir denn nicht alle? Kann es einen eindeutigeren Beweis geben, dass wir alle krank sind?! - Konsequenz also: so lange der Tod nicht beseitigt ist, brauchen wir den Lockdown!

OK, ich bin der Auffassung, wir sollten diesem immer offenkundiger pathologischen Treiben allmählich die Aufmerksamkeit entziehen und uns der substanziellen Aufgabe unserer Epoche zuwenden: dem Aufbau der vollständigen Versorgung durch erneuerbare Energien und Hand in Hand damit dem Aufbau einer neuen menschlichen Gemeinschaft.


Mehr im Internet
HPS Home Power Solutions GmbH

 

 

 

 

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