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Wissenschaft

20.03.2021 - mRNA-IMPFSTOFFE

Fruchtbarkeitsstudie erst nach Impfungen

Auswirkungen der mRNA-Impfstoffe auf die weibliche und maennliche Fruchtbarkeit wurden nicht untersucht

Klaus Oberzig

 
 

Bild: Pixabay.com

Die im November 2020 erfolgte Marktzulassung der mRNA-Impfstoffe „Comirnaty" von BioNTech/Pfizer und „Covid-19 Vaccine Moderna" von Moderna bedeutet lediglich eine bedingte Zulassung. Also keine endgültige. Die klinischen Humanstudien, die diesem Eilverfahren vorangingen, haben überwiegend in der Zeit von Sommer 2020 bis November 2020 stattgefunden. Eine erbärmlich kurze Zeitspanne. Seither wurden beide Impfstoffe im großen Stil verimpft. Dass die Zulassungsbehörden die Datengrundlage als „vorläufig ausreichend" ansehen, wurde vielfach kritisiert. Während von Seiten der Politik die Dringlichkeit mit der angeblichen Gefahr durch die Corona-Pandemie begründet wurde, sehen ein Teil der Kritiker den starken Druck der Pharmaindustrie als Ursache. In der Weltwirtschaftskrise sind die Profite selbst der Pharmariesen nicht mehr das, was sie einmal waren. Aktionäre und Anleger drängen mit großer Ungeduld auf eine Wiederherstellung der gewohnten Profitraten. Für Abhilfe sollen die staatlich verordneten Impfkampagen sorgen, die faktisch als kostenlose Produktwerbung rund um den Globus gejagt wurden.

Während sich ein Teil der Wissenschaftsgemeinde angesichts des Drucks von Big Pharma wegduckt und Kritik allenfalls hinter vorgehaltener Hand äussert, werden andere aktiv. In der größten Klink in Israel - dem Sheba Medical Center - läuft seit Februar 2021 unter Leitung der Fruchtbarkeitsforscherin Dr. Aya Mohr-Sasso eine bemerkenswerte klinische Beobachtungsstudie, die die Auswirkungen der COVID19-mRNA-Impfstoffe auf die Eierstockreserve von Frauen untersucht. Unter Eierstockreserven versteht man die Fähigkeit der weiblichen Fortpflanzungsorgane zur ausreichenden Bereitstellung befruchtungsfähiger Eizellen. An der Studie können bis zu 200 gebärfähige Frauen im Alter von 18 bis 42 Jahren teilnehmen. Bei ihnen wird der Spiegel des Anti-Müller Hormons (AMH) bei der ersten Impfstoffgabe und drei Monate danach bestimmt. Das Anti-Müller-Hormon gibt Aufschluss darüber wie viele Eizellen eine Frau bilden kann. Die Studienergebnisse sollen im Februar 2022 vorliegen.

Entworfen hat die Studie die Klinik selbst. Weder BioNTech/Pfizer noch Moderna, die sich eigentlich um das Thema hätten kümmern müssen, sind unmittelbar steuernd an der Studie beteiligt. Sie dürften daher, so heisst es am Sheba Medical Center, die in der Studie gewonnenen Daten vor deren Veröffentlichung weder einsehen noch auswerten. Im Hinblick auf die Fruchtbarkeit sind wiederholt Bedenken gegen COVID19-mRNA-Impfstoffe vorgetragen worden. Wissenschaftler hatten dabei vor allem eine fruchtbarkeitsadverse Reaktion durch die Aktivierung von Antikörpern gegen das Spikeprotein von SARS-CoV-2 thematisiert. Von den COVID19-mRNA-Impfstoffen wird erwartet, dass sie die Bildung von Antikörpern gegen das Spikeprotein von SARS-CoV-2 hervorrufen. Spikeproteine enthalten nämlich unter anderem auch Syncytin-homologe Proteine, welche bei Säugetieren wie dem Menschen eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Ausbildung der Plazenta darstellen.

Wenn ein COVID19-mRNA-Impfstoff eine Immunreaktion gegen Syncytin-1 auslöst, wäre es denkbar, dass geimpfte Frauen auf unbestimmte Zeit unfruchtbar werden. Eine der Arbeitshypothesen der israelischen Forscher scheint davon auszugehen, dass die Impfung die Eierstockreserve von Frauen schneller als durch den natürlichen Alterungsprozess verringern könnte. In den klinischen Humanstudien, die zur bedingten Marktzulassung führten, konnte zur Frage, ob und wie die Eierstockreserve geimpfter Frauen beeinträchtigt werden kann, keine Antwort geben. Die Bestimmung des AMH-Hormonspiegels war nämlich in diesen Humanstudien gar nicht vorgesehen. Kritiker zeigen sich befremdet, dass ein derartiges Studienkonzept erst jetzt und mit einem verhältnismäßig langen Zeithorizont umgesetzt werden soll. Auch die möglichen Auswirkungen dieser beiden Impfstoffe auf die männliche Fruchtbarkeit wurden in den zur Zulassung führenden Studien nicht untersucht.


Mehr im Internet:
Sheba Medical Center
Forderung nach Stopp sämtlicher Corona-Impfstudien und entsprechende Petition
Anti-Müller-Hormon AMH

 

 

 

 

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