Diodenlaser aus Adlershof - von der Forschung in die industrielle Fertigung
Petra Immerz
Optische Technologien: Neue Hightech
Arbeitsplätze - Bild: FBH/schurian
Das Ferdinand-Braun-Institut (FBH) und Jenoptik erweisen sich als Jobmotor für Adlershof. So plant die JENOPTIK Diode Lab GmbH, eine Ausgründung des FBH und heute Tochterunternehmen der Jenoptik, den Bau einer neuen Produktionsstätte in Adlershof. Etwa vierzig Arbeitsplätze sind vorgesehen. Der erste Spatenstich soll demnächst erfolgen. In dem modernen Fertigungskomplex werden nicht nur 500 Quadratmeter Reinraumfläche Platz finden, sondern weitere Labore und Büroräume. Insgesamt wird der Bau 1800 Quadratmeter Gesamtfläche haben. In der neuen Fertigung in Adlershof werden 3-Zoll-Gallium-Arsenid-Wafer (GaAs) in einem für die Halbleiterfertigung typischen Prozess strukturiert. Die Produktion soll schon in einem Jahr beginnen.
Die Diode Lab GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der JENOPTIK Laserdiode GmbH. Diode-Lab-Geschäftsführer Dr. Jürgen Sebastian war vor der Firmengründung Forscher am Ferdinand-Braun-Institut. Sein Unternehmen arbeitet nach wie vor eng mit dem FBH zusammen, die Ausgründung war seinerzeit von FBH-Direktor Prof. Günther Tränkle zusammen mit Jenoptik nachdrücklich betrieben worden.
Montierter Diodenlaserbarren auf pas- siver Wärmesenke. Leistungsbereich bis 75 W - Bild: FBH/schurian
Die Diode Lab ist spezialisiert auf Halbleiterchips für Dioden-laser. Die hocheffizienten, leistungsstarken Diodenlaser sind auf Grund ihrer hohen Zuverlässigkeit bei gleichzeitig geringer Wärmeentwicklung für zahlreiche Anwendungen in der industriellen Produktion ge-eignet, wie beispielsweise zur Materialbearbeitung in der Automobilindustrie oder zum Pumpen von Festkörperlasern. Die Vorteile von Hochleistungs-Diodenlasern gegenüber allen anderen bekannten Lasern liegen im hohen Wirkungsgrad beim Umwandeln von elektrischer in optische Leistung. Weitere Vorzüge sind die kompakte Bauweise und die niedrige Spannung, die für den Betrieb dieser Laser benötigt wird. Darüber hinaus kann der Leistungsbereich der Laser variabel an die Anforderungen des jeweiligen Einsatzgebietes angepasst werden. Damit gilt diese Laserart als eine der zukunftsträchtigsten.
"Derzeit liegen wir mit unseren Forschungsergebnissen bei Hoch-leistungs-Diodenlasern weltweit mit an der Spitze", erläutert Dr. Götz Erbert, Leiter der Abteilung Optoelektronik am FBH. "Indem wir unsere Ergebnisse rechtzeitig aus der Forschung in die industrielle Produktion bringen, können wir nicht nur die steigende Nachfrage befriedigen, sondern bleiben auch international konkurrenzfähig und positionieren uns für den Lasermarkt der Zukunft. Mit Jenoptik haben wir dabei einen hervorragenden Industriepartner gefunden."
Die besondere Leistungsfähigkeit der Hochleistungs-Diodenlaser aus dem FBH liegt in der hohen Strahlqualität, der
Diode-Lab-Geschäftsführer Dr. Jürgen Sebastian
schmalen spektralen Breite und der hohen Ausgangsleistung. Die Wellenlängen reichen über ein weites Spektrum von 635 bis 1200 Nanometer. Das Ferdinand-Braun-Institut entwickelt und fertigt verschiedene Design-Varianten für Diodenlaser hoher Brillanz mit komplexen Strukturen, darunter auch die Laserbarren, die von Jenoptik industriell produziert werden. Diese zeichnen sich durch eine sehr hohe Leistung bei gleichzeitig geringer Wärmeentwicklung aus. Der elektro-optische Wirkungsgrad konnte von etwa 50 auf bis zu 72 Prozent gesteigert werden. Damit erreichen die neuesten hocheffizienten Diodenlaserbarren aus dem FBH 100 Watt auf passiv gekühlten Wärmesenken. Werden hundert dieser Barren zum Pumpen von modernen Festkörperlasern benutzt, können mit großer Geschwindigkeit präzise Schweißarbeiten durchgeführt oder Metalle geschnitten werden. Die Lebensdauer bei 75 W beträgt aktuell mehr als fünftausend Stunden ohne erkennbaren Leistungsabfall (Degradation).
Als eines von nur wenigen Unternehmen weltweit ist Jenoptik in der Lage, State-of-the-Art Hochleistungs-Diodenlaser mit höchster Zuverlässigkeit (Lebensdauer rund 20.000 Stunden) und gleich hoher Qualität in großen Stückzahlen zu fertigen. Das Unternehmen kann mit der Investition in Berlin flexibel und auf Anforderungen des Marktes reagieren.
Die markt- und kundenorientierte Ausrichtung des FBH hat neben Diode Lab drei weitere Ausgründungen hervorgebracht, die erfolgreich am Markt agieren. Die Firma eagleyard Photonics beispielsweise entwickelt und fertigt Hochleistungslaserdioden für medizinische, wissenschaftliche und industrielle Anwendungen. Das Unternehmen ist im Jahre 2002 mit seinen zwei Gründern gestartet und beschäftigt aktuell 15 Mitarbeiter.
Das Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik ist eines der weltweit führenden Institute für anwendungsorientierte und industrienahe Forschung in der Mikrowellentechnik und Optoelektronik. Auf der Basis von III/V-Verbindungshalbleitern realisiert es Hochfrequenz-Bauelemente und Schaltungen für Anwendungen in der Kommunikationstechnik und Sensorik sowie hochbrillante Diodenlaser für die Materialbearbeitung, Lasertechnologie, Medizintechnik und Präzisionsmesstechnik. Die enge Zusammenarbeit des FBH mit Industriepartnern und Forschungseinrichtungen garantiert die schnelle Umsetzung der Ergebnisse in praktische Anwendungen. Das Institut beschäftigt 150 Mitarbeiter und hat einen Etat von 14 Millionen Euro. Es gehört zum Forschungsverbund Berlin e.V. (FVB) und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Die JENOPTIK Diode Lab GmbH mit Sitz in Berlin-Adlershof ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der JENOPTIK Laserdiode GmbH. Das Unternehmen wurde vor drei Jahren als Spin-off aus dem Ferdinand-Braun Institut für Höchstfrequenztechnik in Adlershof gegründet. Derzeit beschäftigt es acht Mitarbeiter. Es ist spezialisiert auf die Fertigung von Halbleiterelementen, die von der JENOPTIK Laserdiode GmbH für die Entwicklung und die Fertigung von Hochleistungs-Diodenlasern eingesetzt werden.
Die JENOPTIK Diode Lab GmbH ist ein Unternehmen im Jenoptik-Unternehmensbereich Photonics. Der Umsatz des Jenoptik-Unternehmensbereiches Photonics soll von 280 Millionen Euro im Jahr 2003 auf mehr als 350 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2004 steigen. Rund 2.600 Mitarbeiter arbeiten hier in den Bereichen Laser, Hochleistungs-Optiken und Sensorik. Jenoptik entwickelt, fertigt und vertreibt photonische Komponenten, Module und Systemlösungen bis hin zu kompletten Anlagen und macht Licht als Industriewerkzeug nutzbar.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr