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01.07.2004 - TFH-FORSCHUNGSPREIS

"Das Spannende an der Fernerkundung ist die interdisziplinäre Arbeit"

Langjähriges Engagement wird honoriert

Sylva Ullmann

 
 

Prof. Dr. Bernd Meißner

Als erster Einzel-Preisträger des TFH-Forschungspreises 2003 wurde Professor Bernd Meißner geehrt. Eine Würdigung seines langjährigen Engagements in der Fernerkundung. Bernd Meißner ist seit 1985 Professor für Fernerkundung (FE), Geoinformationssysteme (GIS) im Studiengang Kartografie an der TFH, daneben Privatdozent an der FU Berlin sowie Direktor des Instituts geo3.

"Schon als Kind hatte ich ein Faible für Afrika", erzählt Meißner, den  Forschungsprojekte sehr oft in den schwarzen Kontinent führten. Er untersuchte Wüsten und Halbwüsten und erstellte Landkarten von Ägypten, Sudan und Äthiopien. Mit Hilfe der aus FE-Daten gewonnenen Erkenntnisse lassen sich nicht nur Karten fertigen, vielmehr können auch Schlüsse für nachhaltige Entwicklung der Regionen gezogen, etwa Grundlagen für ein Wald- und Weidemanagement geschaffen oder verbessert werden.

Eines der aktuellen Forschungsprojekte läuft in der Mongolei: ein Biomassekraftwerk, das mit Holz betrieben werden soll. Die Interpretation von FE-Daten und Waldinventuren geben Aufschluss über die Holzressourcen sowohl qualitativ – nach Baumarten – als auch quan-titativ. "Das Spannende an der Arbeit ist, dass wir interdisziplinär arbeiten. Sonst wäre die Arbeit zu langweilig. " So gehören zum Projektteam auch Forstspezialsten und Kraftwerksingenieure.
Als Assistent an der FU war er seit 1981 im Sonderforschungsbereich SFB 69 tätig, der Probleme arider und semiarider Gebiete in Afrika untersuchte. Nach seiner Berufung an die TFH als Professor für Kartographie 1985 übernahm 1987 die Leitung des Teilprojektes Kartographie an der TFH Berlin. "Wir waren die erste Fachhochschule, die in einem Sonderforschungsbereich (SFB) eingebunden war", blickt er mit Stolz zurück.

Für eine erfolgreiche Projektarbeit ist wichtig, sich den Menschen vor Ort zuzuwenden. "Es braucht Zeit und Kontinuität, um die Menschen, ihre Kultur und die Region richtig kennen zu lernen", meint er zur Frage, warum er sich so viele Jahre auf dem afrikanischen Kontinent bewegt habe. Er kennt Simbabwe, Ägypten, Tansania, Sudan, Äthiopien. Auch Libyen ist ihm bekannt, sein Forschungsteam wurde für fünf Monate aus dem Sudan nach Tripolis verschleppt. Und scherzhaft merkt er an, dass er zwischen 1977 und heute schon in jeder Ecke Ägyptens geschlafen zu haben.

Aber nicht nur Afrika, auch die Probleme vor der Haustür sind ein Thema. "In der Lausitz beschäftigen wir uns mit der Aufforstung der ehemaligen Tagebaue. Ein Problemfeld, dem wir uns im Rahmen der Forschung zur Altlastenerfassung schon Anfang der 90er Jahre zusammen mit der Universität Halle-Wittenberg stellten." Dort sitzt Bernd Meißner heute im Beirat des Universitätszentrum Informatik.

Seine Tätigkeit als Privatdozent an der FU ermöglicht es ihm auch Doktoranden zu betreuen, derzeit vier an der Zahl. Eine der ehemaligen Schützlinge ist mittlerweile selbst Professorin an der TFH. Neben den Doktoranden betreut er auch Diplomanden, darunter Studenten der FU Berlin, HU Berlin und FH Eberswalde.
Und auch um die Zukunft der Fernerkundung und Kartografie an der TFH ist ihm nicht bang. "Wenn ich in fünf Jahren gehen muss, weiß ich, dass gute Leute die Arbeit fortsetzen werden." Doch bis dahin hat er noch viele Pläne: gemeinsam mit der FH Eberswalde will er im Bereich der Forstwirtschaft und Landschaftsschutz stärker kooperieren.

 

 




Sylva Ullmann 

Mitbegründerin der Berliner Agentur scienzz communication

 

 

 

 

 

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