Gerhard Penninger interessiert sich für ökologische Belange. Neben seinem Studium in Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefung Umwelt an der Technischen Fachhochschule (TFH) und Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin startete er Anfang Juni ein Projekt, das von der Agentur "Zukunftsfähiges Berlin" gefördert wird: er stellt die Idee des solaren Kochens in Berlin vor und wirbt damit für erneuerbare Energien.
Sonntagvormittag am Brandenburger Tor: Unter den Linden wird das Umweltfest Berlin gefeiert. Mit dabei ist der Student Gerhard Penninger und sein Team. Vor dem Hotel Adlon wurde der Solarkocher SK14 postiert. Die Sonne scheint und es dauert nicht lange bis der Eintopf auf dem Rost des silbern schillernden Parabolspiegels kocht. Kein Brennholz oder andere Brennmaterialien sind notwendig. Die glänzenden, gebogenen Innenflächenn des Kochers reflektieren die Sonnenstrahlen so, dass diese in einem Punkt zusammen laufen. An dieser Stelle wird der Kochtopf platziert, denn hier herrscht die höchste Temperatur. Alle 15 bis 20 Minuten muss das Gerät mit einem Durchmesser von 1,4 Metern neu auf die Sonne ausgerichtet werden. Nicht nur der Duft lässt die Passanten stehen bleiben. Manche sehen das Gerät schon statt des üblichen Grills in ihrem Garten stehen.
Gerhard Penninger geht es nicht nur um die Vorstellung einer interessanten Technologie. Er beschäftigt sich seit einigen Jahren mit Umweltproblemen im Zusammenhang zu den Energien, die wir nutzen. "Auch kommende Generationen sollen so leben können, wie wir." Dabei denkt er auch an Menschen in südlichen Ländern, denen es heute am Nötigsten mangelt. Die Öffentlichkeit darüber zu informieren, Bewusstsein zu schaffen und Alternativen aufzuzeigen, darin sieht er seine Aufgabe.
Vor zwei Jahren erfuhr Penninger vom solaren Kochen. Laut Welthungerhilfe sind rund Milliarden Menschen auf Brennholz und andere brennbare Materialien angewiesen, um kochen zu können. Brennholz – ein nachwachsender Rohstoff und gerade für die "Armen" kostenlose Energiequelle – wird immer rarer. Der natürliche Holznachwuchs kann dem Tempo der Abholzung nicht stand halten. In afrikanischen Ländern scheint an 300 Tagen des Jahres die Sonne – ideale Bedingungen für den Einsatz des Solarkochers.
Dies erkannte der rührige 28-Jährige, entwickelte ein Konzept, die Vorteile des solaren Kochens in Berlin bekannt zu machen. Das internationale Berlin ist für ihn der ideale Platz, um Multiplikatoren anzusprechen. Der Student bewarb sich mit seiner Projektidee bei der Agentur "Zukunftsfähiges Berlin" und kann nun mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie seine Idee umsetzen. Ursprünglich plante er, in diesem Sommer im Görlitzer Park und am Treptower Hafen gekochte, gegrillte oder gebackene Leckereien zu verkaufen. Dafür ist neben der Einhaltung einer Vielzahl von Auflagen ein überdachter Stand nötig - für den Solarkocher das Aus. Das Team hat schon eine Alternative: der Kocher eignet sich auch zum Schmelzen von Wachs. Am Stand ist bald das Ziehen von Kerzen zu sehen, auf dem Kocher zubereitete Speisen dienen "nur" der Pausenversorgung des Teams.
Der Verein "EG Solar e. V." aus Altötting stellte Penninger drei Kocher zur Verfügung und unterstützt seit 1992 den Aufbau von 35 Solarkocher-Werkstätten in "Ländern des Südens". Einheimische Arbeiter fertigen dort aus einheimischem Material die Gestelle für die Kochgeräte. Nur die Hochglanz-Aluminiumbleche werden aus Deutschland importiert. In einer breit angelegten Untersuchung der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Südafrika bescheinigten die beteiligten Großfamilien dem Solarkocher die größte Alltagstauglichkeit im Vergleich zu anderen ressourcen-sparenden Kochertypen.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
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"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr