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11.03.2010 - KUNSTGESCHICHTE
Michelangelos Juliusgrab vor und nach der Restaurierung
Millionen von Rombesuchern standen schon vor Michelangelos Grabmal für Papst Julius II. in der Kirche San Pietro in Vincoli; aber wahrscheinlich haben die allermeisten von ihnen den toten Kirchenfürsten bloß beiläufig zur Kenntnis genommen. Alle Aufmerksamkeit gilt der Statue ein paar Meter tiefer, dem "Moses". Der Intention des Künstlers entspricht dieser Akzent aber nicht so ganz. Erst 1818 wurde der Moses aus seiner Nische heraus weiter nach vorn gerückt und auf einen bedeutend höheren Sockel gesetzt. Inzwischen ist der ursprüngliche Zustaad wieder hergestellt. Eine Münsteraner Kunsthistorikerin hat die verwickelte Geschichte des Grabmals nachgezeichnet.
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07.03.2010 - KULTURGESCHICHTE
Das Revier im Mittelalter - die Ausstellung "AufRuhr 1225" in Herne
Rauchende Schlote, staubige Halden, Dreck und Fördertürme – es geht um das Ruhrgebiet, worum denn sonst? Inzwischen hat sich freilich herumgesprochen, dass die Region einen rasanten Wandel durchmacht. Unter der Überschrift „Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010“ feiert „das Revier“ in diesem Jahr sein neues Image. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat das Großereignis zum Anlass genommen, mit der Ausstellung "AufRuhr 1225!", in jene Epoche zurückzublicken, in der die Weichen gestellt wurden für die politische Entwicklung der Region, das hohe Mittelalter.
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05.03.2010 - KULTURGESCHICHTE
Bilanz von tausend Jahren Kunst und Kultur in der Ausstellungshalle Bonn
"Eine tausendjährige Reihe von fortwährenden Verbrechen, Schwächen, Niederträchtigkeiten und Charakterlosigkeit, das schauderhafteste und deswegen uninteressanteste Bild." Hegels vernichtendes Urteil über das Byzantinische Reich entspricht sicherlich nicht dem, was das historisch interessierte Publikum von heute denkt. Aber es fällt uns schwer, dem Phänomen "Byzanz" gerecht zu werden. Diese Kultur ist uns fremd geworden – viel fremder als das gleichzeitige Mittelalter in Westeuropa, in dem wir doch Ansätze für die Neuzeit zu erkennen glauben. Eine Gelegenheit, unser Urteil zu korrigieren, bietet jetzt die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn mit über 500 Exponaten aus aller Welt.
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25.02.2010 - TECHNIKGESCHICHTE
Ein Blick auf Entwicklung und Stand der technikhistorischen Forschung
Technikgeschichte – es wird kaum eine andere Spezialdisziplin geben, die sich in unserem Wissenschaftsbetrieb so schwer tut. Historiker verstehen nicht unbedingt viel von Technik, und Techniker interessieren sich vermutlich mehr für gegenwärtig oder zukünftig anstehende Fragen als für die Vergangenheit. Aber es ist doch gar nicht zu bezweifeln, dass die Fähigkeiten des Menschen, seine Umwelt zu gestalten und umzugestalten, den Geschichtsverlauf ganz wesentlich geprägt haben, angefangen bei der Beherrschung des Feuers. > mehr
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19.02.2010 - RELIGIONSGESCHICHTE
Ein Blick auf zweitausend Jahre Theologie des Heiligen Geistes
„Geist“ - dieser Begriff stammt, wie alle grundlegenden Begriffe des abendländischen Denkens, aus der griechischen Philosophie einerseits, dem Bibeltext andererseits. Eine Reihe von Theologen hat sich zusammengetab, um die Geschichte des Begriffs „Geist“ in den letzten zweitausend Jahren in einigen Stationen näher zu beleuchten. Genauer: den theologischen Teil dieser Begriffsgeschichte. Denn die Diskussion verlief in zwei Strängen, die sich freilich immer wieder ineinander verschlungen haben: einerseits als eine mit philosophischen Konzepten arbeitende Theologie, andererseits als eine von theologischen Fragestellungen motivierte Philosophie. > mehr
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09.02.2010 - FILMGESCHICHTE
Hollywoods Träumereien vom alten Rom
„In weniger als zehn Jahren“, prophezeite vor fast einem Jahrhundert der Filmregisseur David W. Griffith, „wird die Zeit da sein, wo die Kinder in den öffentlichen Schulen praktisch alles durch Filme beigebracht bekommen. Man wird einfach dabei sein, wie Geschichte gemacht wird.“ Man kann über die Naivität, mit der Griffith auf die dokumentarische Objektivität von Spielfilmen vertraute, den Kopf schütteln. Aber tatsächlich ist unser Bild von der Geschichte, bewusst oder unbewusst, viel mehr durch historische oder pseudohistorische Filme geprägt, als durch wissenschaftliche Bücher. Ein schmaler Grat zwischen künstlerischer Freiheit und historischer Verfälschung. > mehr
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02.02.2010 - KULTURGESCHICHTE
Zur Geschichte der Alltagsgegenstände
„Dinggeschichte“: Das ist ein neues Zauberwort in den Kulturwissenschaften. Kulturhistoriker aus Deutschland und Amerika haben jetzt eine Sammlung von Beiträgen zur Geschichte solcher Alltagsgegenstände vorgelegt: Studien zum Beispiel über die Tupperware, die Nähmaschine, das Korsett usw. usf. Vielleicht ist es ja mehr als bloß eine Legende, dass „die Amerikaner“ zu den materiellen Dingen ein unbefangeneres, handfesteres Verhältnis haben als die deutsche Geisteswelt mit ihrer traditionellen Orientierung an Werten und Worten. Zumindest bezog sich Präsident Barack Obama bei seiner Antrittsrede im Januar 2009 positiv auf diesen nationalen Mythos. > mehr
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27.01.2010 - WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Über das problematische Verhältnis von Archäologie, Geschichtsschreibung und Politik
Wenn interessierte Laien eine Ausgrabungsstätte besichtigen, dann stellen sie immer wieder zwei Fragen: erstens, ob man schon Gold oder andere Schätze gefunden habe, und zweitens, um wen es sich bei den Menschen, die dort gelebt haben und bestattet wurden, denn gehandelt habe, um Germanen, Römer, Kelten, Slawen? Mit ihren Lösungsversuchen finden sich die Wissenschaftler dann auch gleich auf politischen Minenfeldern wieder. Eine Dresdner Forschergruppe hat das schwierige Dreiecksverhältnis zwischen Archäologie, Geschichtsschreibung und Politik unter die Lupe genommen. > mehr
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21.01.2010 - RECHTSGESCHICHTE
Über die Geschichte der Strafbarkeit von Sodomie
„Der Mann ist ein Schwein und gehört zur Infanterie“, soll König Friedrich II. von Preußen gesagt haben, als man ihm meldete, ein Kavallerist habe sich sexuell an einer Stute vergangen. Welch ein Glück für den Delinquenten, dass Preußen damals noch kein Rechtsstaat war! Sonst hätten die Gerichte nicht anders gekonnt, als die gesetzlich vorgesehene Strafe, Verbrennung bei lebendigem Leibe, zu verhängen. Wahrscheinlich gibt es keinen anderen Sachverhalt, bei dem die juristischen Beurteilungen derart radikal gewechselt haben. Ein Tübinger Rechtshistoriker hat die Geschichte der Strafbarkeit von Sodomie einer Analyse unterzogen. > mehr
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18.01.2010 - MUSIKGESCHICHTE
Ein lesbarer Querschnitt durch Richard Wagners theoretische Schriften
Mozarts Bäsle-Briefe mit ihrer ungekünstelten Ausdrucksweise werden immer wieder gern gelesen, gehören beinahe zu den Klassikern der Weltliteratur. Aber in der Regel ist unser Bedürfnis, in den Schriften klassischer Komponisten zu lesen, doch begrenzt. Erst recht dann, wenn diese Schriften so schwer lesbar sind wie im Falle Richard Wagner. "Verschwommen und steif“, seufzte Thomas Mann; "wie mit Reißzwecken gespickt, unverdaulicher Brei, Kanzleiprosa“, urteilte Martin Gregor-Dellin. Ein Freizeitwagnerianer hat Wagners umfangreiches theoretisches Schrifttum jetzt in einem einzigen Band von gerade einmal dreihundert Seiten "bearbeitet“, zusammengefasst und in aller Vorsicht auch kommentiert. > mehr
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11.01.2010 - RELIGIONSGESCHICHTE
Ein Rückblick auf den Modernismustreit in der katholischen Kirche vor hundert Jahren
„Modernismus“ – heutzutage denken dabei viele Leser vermutlich eher an eine Kunstepoche, den Jugendstil. Aber um 1900 war „Modernismus“ in der katholischen Kirche ein Sammelwort für alle Phänomene des modernen Denkens, die – zu Recht oder zu Unrecht – als Bedrohung wahrgenommen wurden, von Demokratie und Liberalismus über idealistische und materialistische Richtungen der Philosophie bis zum Fortschrittsglauben der Zeit und zum weltanschaulichen Pluralismus. Im September 1910 forderte ein päpstliches Dekret allen Geistlichen den sogenannten "Antimodernisteneid" ab. Ein Münchner Theologieprofessor hat einen Rückblick auf diesen Modernismusstreit vorgelegt. > mehr
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16.12.2009 - IDEENGESCHICHTE
Eine Neuerscheinunng über "Grundbegriffe der europäischen Geistesgeschichte"
Sokrates muss ein nervenaufreibender Zeitgenosse gewesen sein. Wenn man ihm auf dem Markt begegnete, nahm er das "How do you do" gleich wörtlich und verwickelte einen in lange Diskussionen, was das denn eigentlich sei, ein glückliches Leben. Wenn Sokrates heute lebte, würde es mit ihm vermutlich noch viel schwieriger. Er und seine Gesprächspartner könnten schwer darüber hinweg sehen, dass über solche Fragen wie zum Beispiel das Glück seit Jahrtausenden diskutiert wird. Ein Philosophieprofessor der Universität Wien hat jetzt mit einigen Kollegen eine Sammlung von Begriffsgeschichten vorgelegt - auch für den Gabentisch unterm Weihnachtsbaum geeignet. > mehr
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09.12.2009 - PHILOSOPHIE
Nietzsche und Frankreich - Aspekte einer Seelenverwandtschaft
Friedrich Nietzsche kokettierte gern mit der Möglichkeit, er könne vielleicht von polnischen Edelleuten abstammen. Man darf mutmaßen, dass er sich noch viel lieber eine französische Abkunft angedichtet hätte. In Frankreich sah er seine geistige Heimat. „Man sagt mir, ich müsse ein geborener Pariser sein, noch nie habe ein Ausländer so französisch gedacht“, vermerkte er geschmeichelt in einem Brief 1888. Eine Forschergruppe hat diese Seelenverwandschaft einer Analyse unterzogen: Nietzsches Blick auf Frankreich einerseits, die Rezeption seiner Philosophie dort andererseits. > mehr
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27.11.2009 - LITERATURGESCHICHTE
Zwischen Lesevergnügen und politischem Kalkül - Auf der Suche nach König Artus
König Artus und die Ritter seiner Tafelrunde – wahr oder erfunden? Viel klüger als die Zeitgenossen des Richard Löwenherz seien wir heute auch nicht, stellt der Germanist Jürgen Wolf von der Technischen Universität Berlin in seiner jetzt erschienen Studie über die Entwicklung des Artus-Mythos seit dem frühen Mittelalter fest. Und der Phantasieaufwand bei der Bearbeitung historischer Stoffe scheint seitdem auch nicht viel kleiner geworden zu sein. > mehr
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11.11.2009 - KULTURGESCHICHTE
Karlsruhe präsentiert Zeugnisse eines verfemten Volkes
Im Jahr 1798 nahm die Académie francaise einen neuen Begriff in ihr Wörterbuch auf, der heute in allen Weltsprachen geläufig ist. Er ist das Einzige, was unsere Gegenwart von den Vandalen im Gedächtnis behalten hat: Sie haben gehaust wie – ja, eben "wie die Vandalen". Aber die historische Erinnerung verfährt nun einmal nicht gerecht. Dass die Vandalen auch eine andere Seite hatten, zeigt jetzt eine Ausstellung in Karlsruhe: "Erben des Imperiums in Nordafrika – Das Königreich der Vandalen". > mehr
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03.11.2009 - GESCHICHTE
Mauern in der Weltgeschichte, von Assyrien bis Berlin
Die Mauer – pünktlich zum 20. Jahrestag ihres Falls hat eine Altorientalistin der Universität Würzburg eine Gruppe von Historikern versammelt, um der Rolle von Mauern in der Weltgeschichte nachzugehen. Schließlich ist die Berliner Mauer längst nicht die einzige, und ob sie die weltgeschichtlich bedeutendste war, darf man mit Blick auf den römischen Limes und die chinesische "Große Mauer" immerhin fragen. In einer Hinsicht, nämlich was den Zweck angeht, fördert der historische Vergleich aber sehr schnell Unvergleichbares zu Tage. In fast allen anderen Fällen, stellt die Initiatorin des Projekts, Astrid Nunn, fest, sollten Mauern Menschen davon abhalten, in ein fremdes Territorium einzudringen. > mehr
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02.10.2009 - GESCHICHTE
Eine kleine Weltgeschichte der Sklaverei
Ein Althistoriker der Universität Rostock hat eine kleine "Weltgeschichte der Sklaverei" vorgelegt. Oder eigentlich eher Fragmente zu einer solchen Weltgeschichte; die Darstellung konzentriert sich auf jene Hochkulturen, die für unsere Gegenwart und unser gegenwärtiges Geschichtsbild ausschlaggebend sind: die klassische Antike, Nord- und Südamerika, die islamischen Länder. Doch um ein Phänomen der Vergangenheit handelt es sich vor allem im islamischen Kulturkreis keineswegs. Im südlichen Sudan gehen manche Nomadenstämme noch heute auf Sklavenjagd und verschenken oder verkaufen die Beute.
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20.11.2009 - ARCHITEKTUR
Die kolossale Säulenordnung - aus der Geschichte eines Würdesymbols
"Kennst du das Haus, auf Säulen ruht sein Dach ..." Wenn Goethe sein Gedicht heute schreiben wollte, müsste er sich als Leitmotiv seiner Italiensehnsucht zweifellos etwas anderes einfallen lassen als Säulen. Das 19. Jahrhundert hat die Straße und Plätze unserer mitteleuropäischen Städte geradezu inflationär mit Säulen, Halbsäulen und Pilastern bestückt, mit besonderer Vorliebe an der Front von Bankpalästen. Und am liebsten in jener repräsentativen Gestalt, die Goethe von den Villen des venezianischen Baumeisters Andrea Palladio her vor Augen gehabt haben wird: über zwei oder drei Stockwerke hinwegreichend. > mehr
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11.09.2009 - SPRACHGESCHICHTE
Die romantische Suche nach dem indogermanischen Urvolk im 19. Jahrhundert
Deutsch "Vater", lateinisch "pater", griechisch "patér"l, altindisch "pitá": Die Ähnlichkeit dieser Sprachen liegt auf der Hand. Es ist bis heute eine beliebte Beschäftigung von Sprachhistorikern, den gemeinsamen Ursprung, also die erschlossene "indogermanische" Ursprache – und dann auch gleich ein "Urvolk", das diese Sprache gesprochen hätte –, nach Ort und Zeit dingfest machen zu wollen. Ein israelischer Historiker hat sich mit der Frühphase dieser Ursprungssuche in der deutschen Romantik befasst. Friedrich Schlegel vermutete das Urvolk in Indien - im Sinne eines deutsch-nationalistischen, konkret: antifranzösischen Mythos. > mehr
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26.08.2009 - WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Der Europäer - ein Konstrukt zwischen Biologie und Demoskopie, Ideen und Knochen
"Weiße Haut, blutreiches und sanguinisches Temperament und fleischiger Körper", "die Haare sind gelblich und mit Locken, die Augen blau, die Gemütsart wankelmütig, vernünftig und zu Erfindungen geschickt". Das ist er, der "Homo Europaeus", beschrieben in Linnés "Systema naturae" von 1735. Heute wird sich niemand mehr trauen, derart umstandslos den Bogen von der Biologie zu einer politischen, sozialen, historischen oder kulturellen Identität des "Europäers" schlagen zu wollen. Eine Forschergruppe hat sich mit der Frage befasst, wie Vorstellungen vom Europäer entstanden sind und sich verändert haben. > mehr
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Die EU-Kommission erwägt, den Mitgliedsstaaten freie Hand für Verbot oder Zulassung des Anbaus genetisch manipulierter Pflanzen zu geben. Dies teilte die Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel in Brüssel mit.
Amerikanische Ärzte glauben, ei- nem Impfstoff gegen AIDS näher gekommen zu sein. Sie modifizierten ein menschliches Protein, das in abgewandelter Form auch bei Nachtaffen vorkommt und die Ausbreitung des HI-Virus bremst, derart, dass es die gleiche hemmende Wirkung entwickelt.
Ab sofort soll die Meteorologische Organisation der UNO (WMO), ein weltumspannendes Informationssystem über Klimadaten aufbauen. Dies beschloss die Weltklimakonferenz der WMO in Genf.
Die Spucke einer südamerikani- schen Zeckenart könnte die Krebsbe- kämpfung revolutionieren. Ärzte vom Butantan-Institut in Sao Paulo stellten fest, dass die Spucke Krebszellen abtötet.
Bei geschlossener Schneedecke fressen Kohlmeisen Zwergfledermäuse, die sich im Winterschlaf befinden. Diese flexible Anpassung an das Futterangebot haben Max-Planck-Ornithologen in einer Höhle in Ungarn beobachtet. Sobald anderes Futter verfügbar war, verloren die Meisen ihr Interesse an den Fledermäusen.
28.08.2009 - ÖKOLOGIE
Wissenschaftler und das Bundesamt für Naturschutz fordern ökonomische Wertung ökologischer Leistungen. > mehr
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Gesichter der Goethezeit > mehr
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Ungleiche Geschwister - Philosophie und Religion > mehr
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Klassische Denker der Politik und Soziologie > mehr
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Das Papsttum - Glanz und Elend einer zweitausend- jährigen Geschichte > mehr
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Charles Darwin und der Streit um die Evolutions- theorie > mehr
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Bilder, Worte, Wirklich- keiten > mehr
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Weitere Scienzz Dossiers > mehr
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
... LEUTE in scienzz |
03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr
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