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05.02.2012 - ENGLISCHE LITERATUR

Alpträume mit Moral und versöhnlichem Ausgang

Vor 200 Jahren wurde der englische Schriftsteller Charles Dickens geboren

„Scrooge McDuck“: Mit diesem Namen werden die meisten mitteleuropäischen Leser nichts anzufangen wissen. In den angelsächsischen Ländern kennt ihn jedes Kind. So heißt in den Walt-Disney-Geschichten jene Figur, die in der deutschen Übersetzung den Namen „Dagobert Duck“ erhielt. Und damit fällt es auch uns wie Schuppen von den Augen: „Scrooge“ – das ist doch der herzlose Geizhals in Charles Dickens’ „Weihnachtsgeschichte“, Ebenezer Scrooge, der sich über Weihnachten zu einem gütigen Menschen läutert. Zum 200. Geburtstag ein Blick auf Leben und Werk des englischen Schriftstellers. > mehr

05.01.2012 - GESCHICHTE

Das Bauernmädchen, das Geschichte machte

Vor 600 Jahren wurde Jeanne d'Arc, die "Jungfrau von Orléans", geboren

Fragen über Fragen ... Wie kam das Bauernmädchen aus der lothringischen Provinz, das heute als „Jungfrau von Orléans“ bekannt ist, auf die Idee, dem französischen Thronfolger ihre Hilfe im Krieg gegen England anzubieten? Wie gelang es ihr, den Prinzen zu überzeugen, dass der Kampf um seinen Thron doch noch Erfolg haben könnte? Wie schaffte sie es, in dem aussichtslosen Krieg die plötzliche Wende herbeizuführen? Und warum brach die Serie ihrer Erfolge dann so plötzlich ab? Am 6. Januar 1412, vor 600 Jahren, wurde Jeanne d'Arc als Tochter eine wohlhabenen Bauernfamilie in Demrémy geboren. > mehr

03.01.2012 - MASSENMEDIEN

Als die "Fernsehnation" Wirklichkeit wurde

Vor 50 Jahren legte "Das Halstuch" das öffentliche Leben in Deutschland lahm

Die Straßen waren menschenleer, selbst die Taxifahrer hatten ihre Arbeit eingestellt; in den Theatern, Kinos und Volkshochschulen blieb das Publikum aus, in vielen Fabriken mussten die Nachtschichten ausfallen – die Belegschaft war nicht erschienen. Vom 3. bis zum 17. Januar 1962 saß die gesamte Bundesrepublik sechs Abende lang vor den Fernsehschirmen und fieberte der Lösung entgegen: Wer war der Mörder, der die junge Faye Collins mit einem Halstuch umgebracht hatte? Mit der Krimiserie "Das Halstuch" nach dem Drehbuch von Francis Durbridge demonstrierte das Fernsehen um ersten Mal in Deutschlan > mehr

30.12.2011 - KULTURGESCHICHTE

Blei gießen, Sterne beobachten, Träume deuten

Allerlei Methoden, in die Zukunft zu schauen

„Helft mir armem Mann! Was fange ich Silvester an?“, seufzte einst Kurt Tucholsky. Eine seiner Erwägungen: Bleigießen. Bis heute eine beliebte Option; schließlich will man wissen, was das neue Jahr bringen könnte. Statt des flüssigen Bleis kippen Gesundheitsbewusste Zinn oder Wachs in eine Schale mit kaltem Wasser. Das ist nicht giftig; aber das Prinzip bleibt dasselbe: Die Figuren, die sich am Grund der Schale bilden, dürfen gedeutet werden. Ein Herz kündigt neue Liebe an, eine Glocke Nachwuchs, eine Leiter beruflichen Aufstieg usw. usf. Zum Jahreswechsel ein Blick auf allerlei Methoden, in die Zukunft zu schauen, von den antiken Orakeln bis zur sozialwissenschaftlichen Prognose von heute. > mehr

21.12.2011 - WEIHNACHTSBAUM

Goldene Äpfel an Tannen und Fichten

Der doppelte Ursprung des Weihnachtsbaums

1510 stellte eine Gilde ausländischer Kaufleute vor dem Rathaus von Riga einen Baum auf, der mit Wollfäden, Stroh und Äpfeln geschmückt und zur Fastenzeit verbrannt wurde. Der erste Weihnachtsbaum? Vielleicht handelte es sich doch eher um einen Winterbaum: Mit dem Baum sollte das „Überwintern“ der Vegetation symbolisch dargestellt werden. Irgendwann im 16. Jahrhundert aber müssen sich die profanen Bräuche um das winterliche Grün tatsächlich mit dem christlichen Weihnachtsfest verbunden haben. Die Ethnologen unterstellen allerdings heute, dass der Weihnachtsbaum noch einen zweiten, durchaus geistlichen Ursprung hat: Im Baum der Versuchung aus den Paradiesspielen des späten Mittelalters. > mehr

12.12.2011 - GESCHICHTE DER ENTDECKUNGEN

Vor 100 Jahren erreichte Amundsen den Südpol ...

... aber im Gedächtnis der Nachwelt lief ihm sein unterlegener Rivale Scott den Rang ab

„Because it’s there“, antwortete 1924 der englische Alpinist George Mallory auf die Frage, warum eigentlich er den Mount Everest besteigen wolle. Als Roald Amundsen und Robert Scott 1911 zum Südpol aufbrachen, werden sie nicht viel anders gedacht haben. „Ehrgeiz“ sagen wir gern, wenn wir das Motiv suchen, das Menschen zu solchen Unternehmungen treibt, die sich auf keine Weise in Heller und Pfennig rechnen und absehbar lebensgefährlich sind. Scott und seine Begleiter bezahlten ihren Ehrgeiz bekanntlich mit dem Leben. Das Verlangen nach Ruhm bei der Nachwelt, nach einer Art von irdischer Unsterblichkeit in der historischen Erinnerung? In dieser Hinsicht wäre Scotts Rechnung aufgegangen, sogar besser als bei seinem vor der Hand erfolgreichen Rivalen Amundsen. Die Gestalt des besiegten Helden überstrahlte jene des Gewinners. > mehr

30.11.2011 - DEUTSCHE LITERATUR

"Jedermann! Jedermann!"

Vor 100 Jahren wurde Hugo von Hofmannsthals "Spiel vom Sterben des reichen Mannes" uraufgeführt

„Jedermann! Jedermann!“ Im deutschen Sprachraum wird es kaum jemanden geben, der diesen Ruf nicht kennt. Hugo von Hofmannsthals „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ ist im Theaterbetrieb der Gegenwart eine feste Institution geworden. Seit 1920 wird es Jahr für Jahr bei den Salzburger Festspielen aufgeführt; zur Premiere übertragen die Fernsehnachrichten wenigstens den legendären Ruf daraus in die Welt. Die Titelrolle des Stücks, aber auch die Rolle der „Buhlschaft“ spielen zu dürfen, gilt als Höhepunkt jeder Schauspielerkarriere. Am 1. Dezember 1911, vor 100 Jahren, brachte Hofmannsthal seine Fassung des alten Stoffes im Berliner Zirkus Schumann erstmals auf die Bühne. > mehr

26.11.2011 - GESCHICHTE

Ein "französischer König", bevor es Frankreich gab

Vor 1.500 Jahren starb der Merowingerkönig Chlodwig

Preisfrage: Wann fand die erste „deutsche Kaiserkrönung“ statt? 1871, als Wilhelm I. von Preußen zum Deutschen Kaiser proklamiert wurde, fand keine Krönungszeremonie statt. 800, als Karl der Große in Rom von Papst Leo III. gekrönt wurde? Aber damals gab es „Deutschland“ noch gar nicht. Dann vielleicht 962 mit der Krönung Ottos des Großen? Allerdings nannte sich Otto ebenso wie seine Nachfolger nicht „Deutscher“, sondern „Römischer Kaiser“. 1933 überraschte der renommierte Mediävist Bruno Krusch Fachwelt und Öffentlichkeit mit einer Arbeit unter dem Titel „Die erste deutsche Kaiserkrönung in Tours Weihnachten 508“. Der erste „deutsche Kaiser“ wäre also der Frankenkönig Chlodwig aus dem Geschlecht der Merowinger gewesen. > mehr

25.11.2011 - ETHNOLOGIE

"Es gibt die Nacht so hellen Schein"

Die Adventszeit in Glauben und Brauchtum

„Advent ist da, die Diandln sein in den Rauch gehängt“, sagte man früher im süddeutsch-österreichischen Raum. Denn Tanzveranstaltungen waren in den Wochen vor Weihnachten verboten. Es war eine Fastenzeit, ähnlich jener vor Ostern. Und wie die Fastenzeit vor Ostern dauerte auch die Adventszeit vor Weihnachten oft nicht nur vier, sondern sechs Wochen. Zuvor allerdings durfte man sich mit den Martinigänsen von der Zeit des Wohllebens noch ausgiebig verabschieden – nicht anders als im Karneval vor Aschermittwoch. Ein Blick auf Glauben und Brauchtum rund um den Advent. > mehr

23.11.2011 - KULTURGESCHICHTE

Die bunten Lichter des Großstadtlebens

Aufstieg und Niedergang des Neonlichts

In einer Nacht des Jahres 1928 klingelte in der Feuerwehrwache von Missoula, Montana, das Telefon. Aufgeregt meldete sich ein Mann: In der Stadt müsse es brennen, das Feuer sei bis in seine sechzehn Meilen entfernte Siedlung zu sehen. Der Feuerwehrmann konnte ihn beruhigen: Der Lichtschein am Himmel kam nicht von einem Brand, sondern von der neuen Neonreklame eines Hotels. Die technische und künstlerische Verwendung der Edelgase hat unsere Welt verändert, das zeigt der Paderborner Amerikanist Christoph Ribbat mit dieser Anekdote, die er in seinem neuen Buch zur Geschichte des Neonlichts erzählt. > mehr

18.11.2011 - DEUTSCHE LITERATUR

"Ist es ein Traum?" - "Ein Traum, was sonst?"

Ein Dichter der Gefühlsverwirrung - vor 200 Jahren starb Heinrich von Kleist

„Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein“ steht auf dem schlichten Grabstein am Kleinen Wannsee in Berlin. Oder stand bislang, muss man sagen; zum 200. Todestag wird das Grab neu gestaltet. Hier an der Uferböschung erschoss am 21. November 1811 der Dichter Heinrich von Kleist zunächst seine krebskranke Begleiterin Henriette Vogel und dann sich selbst. Das Zitat aus Kleists letztem Drama legt in seiner Isolation den Gedanken an Heldentod und Heldengedenken nahe. Aber der Verlauf des Stückes lässt auch ganz andere Vermutungen zu. Zum 200. Todestag ein Blick auf das Werk des vieldeutigen Dichters. > mehr

10.11.2011 - BRAUCHTUM

Wenn's Elf schlägt

Rund um eine Schnapszahl

Jetzt jeht et loss, jetzt jeht et loss ... Nicht nur Karnevalsjecken wissen, dass sich dieses „Jetzt“ präzise datieren lässt: Am 11. 11., Punkt 11 Uhr 11 „jeht et loss“. Und natürlich ist der Tag mit der doppelten Schnapszahl auch sonst heiß begehrt, vor allem für Trauungen, weltliche oder kirchliche. In diesem Jahr wird der Andrang besonders groß sein: Die Schnapszahl kommt gleich dreimal vor, dieses Datum wird man nie mehr vergessen. Aber was zeichnet gerade die Zahl 11 derart aus? Warum also beginnt die fünfte Jahreszeit ausgerechnet am 11. im 11.? > mehr

09.11.2011 - GESCHICHTE

Die langwierige Geburt einer Nation

Frankenherzog Konrad wurde vor 1.100 Jahren zum König des Ostfränkischen ("Deutschen") Reiches gewählt.

Im September des Jahres 911 war der ostfränkische König Ludwig das Kind im Alter von nur achtzehn Jahren verstorben. Damit war der ostfränkische Zweig der Karolingerdynastie, die seit fast drei Jahrundertn die Geschicke des Frankenreiches bestimmt hatte, erloschen. Es hätte nahe gelegen, die Krone dem westfränkischen König Karl „dem Einfältigen“ zu übertragen. Doch die Herzöge von Franken, Schwaben, Bayern und Sachsen, die sich am 10. November, vor genau 1.100 Jahren, in der Pfalz von Forchheim versammelten hatten, entschieden anders. Sie wählten einen aus ihren eigenen Reihen, Herzog Konrad von Franken. Ein Datum, das bis heute als mögliche Geburtsstunde der deutschen Nation diskutiert wird. > mehr

01.11.2011 - RELIGIONSGESCHICHTE

Warum wir sterben müssen

Antworten aus der Religionsgeschichte

Es war einmal... es war einmal vor langer, langer Zeit, dass der große Geist zwei Tiere als Boten zu den Menschen schickte. Das eine sollte ihnen sagen, dass sie ewig leben werden, das andere, dass sie sterben müssen. Leider war das Tier mit der glücklichen Nachricht etwas langsamer; vielleicht konnte es auch nicht der Versuchung widerstehen, unterwegs ein wenig zu naschen. Als es endlich ankam, hatte das andere Tier seine traurige Botschaft bereits ausgerichtet. Ein Blick auf die Antworten, die in den Religionen der Menschheit zu der Frage gefunden wurden, warum wir sterben müssen. > mehr

31.10.2011 - KULTURGESCHICHTE

Bohnenbrei für die Toten

Feste und Bräuche zum Totengedenken im November

Auf den Friedhöfen wurden die Gräber mit Weihwasser besprengt, um die Qualen zu lindern, denen die Seelen im Fegefeuer ausgesetzt waren. Denn an einem Tag im Jahr, zu Allerseelen, meinte der Volksglaube, kehrten sie auf die Erde zurück, dorthin, wo ihr Körper begraben lag. Aus dem Alpenraum ist der Brauch der „Allerseelengastung“ überliefert: Im hölzernen Napf wurde ein Bohnenbrei gereicht. In manchen Gegenden wurden kleine Münzen auf die Gräber gelegt. Wir berichten über Feste und Bräuche zum Totengedenken in November und über die religiösen Vorstellungen, die dem zugrundeliegen > mehr

15.09.2011 - WIRTSCHAFTSGESCHICHTE

Ein Gespenst geht um in Europa ...

Aus der Geschichte der Staatsbankrotte

Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Staatsbankrotts ... Für die einen wäre es das größte aller denkbaren Übel, wenn eines der Länder in der Euro-Währungsunion seine Insolvenz erklären müsste; andere sagen: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, besser jetzt eine partielle, „geordnete“ Insolvenz mit begrenztem Schaden für das betroffene Land, aber auch für die – großen und kleinen – Anleger anderswo, als ein langes und teures Verschleppen, an dessen Ende womöglich dann doch der Bankrott stehen müsste. Aus aktuellem Anlass ein Blick in die Geschichte der Staatsbankrotte. > mehr

08.09.2011 - ALTE GESCHICHTE

Ein Scharmützel machte Weltgeschichte

Vor 2.500 Jahren besiegten die Athener bei Marathon eine Armee des persischen Weltreiches

Was geschah wirklich im September 490 vor Christus an der Ostküste der Halbinsel Attika bei jenem Ort, der unter dem Namen „Marathon“ in die Weltgeschichte eingegangen ist? Der „Marathonlauf“, der seit dem späten 19. Jahrhundert bei den Olympischen Spielen und Jahr für Jahr als Breitensport in den großen Metropolen der Welt absolviert wird, war es nicht; er ist bloß eine Legende – was natürlich kein Hindernis bildet, wenn zum Beispiel in Berlin am 25. September wieder etwa 40.000 Läufer zum 38. Berlin-Marathon antreten. Die Schlacht dagegen, in der erstmals ein griechisches Heer die Weltmacht Persien zurückschlug, die hat tatsächlich stattgefunden; aber ihr Ablauf ist in so gut wie allen Einzelheiten ungeklärt. Und ihre Folgen sind heute, im Zeitalter der Globalisierung, vielleicht umstrittener denn je. > mehr

29.07.2011 - ORTHOGRAPHIE

"Schlag nach im Duden!"

Vor 100 Jahren starb der Vater der deutschen Orthographie

Es gibt wenige Bücher, die eine derartige Karriere vorweisen können. 1880 hatte der hessische Gymnasiallehrer Konrad Duden sein erstes „Vollständiges Wörterbuch der deutschen Sprache“ herausgebracht, den sogenannten „Urduden“. Nicht einmal eine Generation später, 1902, beschloss der Bundesrat des Deutschen Kaiserreichs, Dudens „Regeln für die deutsche Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis“ seien in allen Bundesstaaten verbindlich; Österreich und die Schweiz schlossen sich an. Als Duden am 1. August 1911, vor hundert Jahren, in Sonnenberg bei Wiesbaden starb, war sein Name längst zum Synonym für korrekte Orthographie geworden. > mehr

25.07.2011 - MUSIKTHEATER

Künstlerträume vom Volkstheater

Zum 100. Male: Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth

„Es wurden ganz unsinnige Preise bezahlt“, wunderte sich Theodor Fontane in seinem Bericht von den Bayreuther Festspielen 1889. Wenigstens insoweit hat sich auf dem „Grünen Hügel“ seit Fontane nicht viel geändert. Zwar kosten die Karten im regulären Vorverkauf „nur“ zwischen 15 und 280 €, je nach Platzkategorie; aber auf dem Schwarzmarkt lassen sich enorme Gewinnspannen erzielen. Forderungen von 1.200 oder 1.400 € im Internet sind keineswegs selten. Angebot und Nachfrage ... Richard Wagner stellte es sich anders vor, als er seinen „Kunsttempel“ konzipierte: „Volkskonzerte und Volkstheater sind die Losung der Gegenwart“, schrieb er seinem großen Gönner, Ludwig II. von Bayern. Zur 100. Saison ein Blick auf Ideal und Wirklichkeit der Bayreuther Festspiele. > mehr

02.07.2011 - BRAUCHTUM

Pferdeäpfel vor dem Hochaltar

Der Palio di Siena - das traditionsreichste Rennen der Welt

Pferdeäpfel vor dem Hochaltar, sagt man in Siena, seien ein gutes Vorzeichen. Vielleicht nicht einmal für den Reiter; auf den kommt es auch gar nicht an beim „Palio di Siena“, dem traditionsreichsten Pferderennen der Welt. Wenn er in den gut anderthalb Minuten, die das Rennen dreimal rund um die Piazza del Campo dauert, vom Sattel geworfen wird – macht nichts, entscheidend ist, dass das Pferd als erstes durch’s Ziel geht. Aber auch das Pferd ist nur Mittel zum Zweck. Oft genug kommen Verletzungen vor, die einen Gnadenschuss nötig machen. Wichtig ist nur der Sieg für die „Contrada“, das eigene Stadtviertel, den Kiez, wie man in Norddeutschland sagt, Veedel heißt es in Köln, Grätzl in Wien. > mehr



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kurz gemeldet

First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.

Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.

Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.

Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.

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Das Papsttum - Glanz und Elend einer zweitausend- jährigen Geschichte
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Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.

Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.

Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.

Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.

In einem erloschenen Vulkan auf  der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.

Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.

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03.08.2009 - MATHEMATIK
Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin

 "Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr

wissenswert

17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE

EVIDENCE
how do we know what we know?

"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr


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