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18.06.2018 - MUSIKTHEATER

Erlösung durch einen Ritter, der Wagnerianer ist

Vor 150 Jahren wurden Richard Wagners "Meistersinger von Nürnberg" uraufgefuehrt

„Das ist keine Musik!“, erregt sich Edmund Pfühl, der Organist von Sankt Marien und Klavierlehrer des kleinen Hanno Buddenbrook in Thomas Manns großem Familienroman, nachdem Mutter Gerda ihm einen Klavierauszug von Wagners „Tristan und Isolde“ aufs Pult gelegt hat. „Dies ist das Chaos! Dies ist Demagogie, Blasphemie und Wahnwitz! Dies ist ein parfümierter Qualm, in dem es blitzt! Dies ist das Ende aller Moral in der Kunst!“ Wirklich nachhaltig ist Pfühls Widerstand gegen Wagners Musik allerdings nicht. Am Klavier gleitet Pfühl von Haydn, Mozart und Beethoven über ein freies Zwischenspiel beinahe wider Willen in einen „sehr seltsamen Stil hinüber“, einen Marsch, in dem sich das Wagnersche „Schwellen und Blühen, Weben und Singen“ eigentümlich mit kunstvoller, geradezu altväterischer Kontrapunktik verbindet: „Das Meistersinger-Vorspiel zog vorüber.“ > mehr

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12.06.2018 - GESCHICHTE

Als das Christentum zu Christentümern wurde

Der englische Historiker Mark Greengrass ueber das Zeitalter der Glaubensspaltung

„ELIZABETH II. D. G. REG. F. D.“ ist auf den britischen Pfundmünzen rund um das Portrait der Königin zu lesen. „D. G. REG.“ bedeutet „Königin von Gottes Gnaden“, aber wofür steht „F. D.“? Die beiden Buchstaben kürzen das lateinische „Fidei Defensatrix“ ab, „Verteidigerin des Glaubens“. Der Titel wurde, in der männlichen Form „Defensor“, Elisabeths Vorgänger Heinrich VIII. 1521 von Papst Leo X. verliehen, für sein Buch „Verteidigung der sieben Sakramente“. Heinrich hatte darin die Lehre der katholischen Kirche gegen den „Unglauben“ verteidigt, gemeint war: gegen die Reformation Martin Luthers. Man könnte meinen, nach der Begründung der anglikanischen Staatskirche hätte sich dieser vom Papst verliehene Titel erübrigt. Doch 1544 übernahm das englische Parlament die Bezeichnung „Fidei Defensor“ für Heinrichs Sohn Edward VI., der nun als Oberhaupt dieser neuen Kirche amtierte. > mehr


06.06.2018 - LITERATURGESCHICHTE

"Am Ende stirbt immer der Wolf"

Woelfe, Menschen, Wolfsmenschen - vom antiken Roman bis zum Horrorfilm

In einer Novelle von Miguel de Cervantes berichtet der Hund Berganza seinem Freund Cipión von seiner vorübergehenden Beschäftigung als Hirtenhund. „Des Nachts kam kein Schlaf in meine Augen, weil uns die Wölfe immer wacker hielten und uns keinen Augenblick Ruhe gönnten.“ Trotz allen Eifers und aller Wachsamkeit – immer wieder kommt ein Schaf oder Lamm zu Tode. Eines Tages entdeckt Berganza, dass es gar nicht die Wölfe sind, sondern die Schäferknechte, die gelegentlich ein Tier „reißen“ und die Schuld daran den Wölfen anlasten. „Ich war außer mir, wie ich sah, dass die Hirten die Wölfe waren und dass die Hüter der Herde sie selbst würgten.“ Das Gleichnis vom „Guten Hirten“ aus dem Neuen Testament, verkehrt in ein negatives Beispiel, in eine Geschichte von schlechten Hirten. > mehr


29.05.2018 - POLITIKWISSENSCHAFT

Alle wissen, was dazu gehört - und was nicht

Die Verwendung des Begriffs "Heimat" im aktuellen Populismus

„Mir welle bleiwe, wat mir sinn“, lautet eine Zeile in dem Lied „D’Feuerwon“, „Die Dampflokomotive“. Der Luxemburger Schriftsteller Michael Lentz dichtete es 1859, in jenem Jahr, als Luxemburg an das europäische Eisenbahnnetz angeschlossen wurde. Angesichts der Industrialisierung und des zunehmenden Fremdenverkehr wollte Lentz beides harmonisch miteinander verbinden, die Bewahrung der eigenen Tradition und Identität mit der Offenheit gegenüber dem Anderen, zunächst einmal Fremden: „Kommt her aus Frankeich, Belgien, Preisen, mir kennen iech ons Hemecht weisen.“ Im Laufe des 20. Jahrhunderts, hat der luxemburgische Literaturwissenschaftler Claude D. Conter beobachtet, wurde der Vers mehr und mehr zur patriotischen Kampfparole. Und geriet damit auch unter kabarettistischen Beschuss. > mehr


25.05.2018 - GESCHICHTSWISSENSCHAFT

"Wir sind nicht eingeweiht in die Zwecke der ewigen Weisheit"

Vor 200 Jahren wurde Jacob Burckhardt geboren

„Wir, der Schwanz der Welt, wissen nicht, was der Kopf vorhat“, notierte Georg Christoph Lichtenberg in einem seiner „Sudelbücher“.Welchen Aufschwung der Glaube an ein vorbestimmtes Ziel der Weltgeschichte in den nächsten Jahrzehnten nehmen würde, gipfelnd in Hegels Philosophie der Geschichte, konnte noch niemand ahnen. Aber auch die Gegenströmung, die Lichtenberg derart salopp in Worte gekleidet hatte, blieb lebendig. So versuchte vor allem der Basler Historiker Jacob Burckhardt wieder und wieder, seine Studenten von einem „kecken Antizipieren“ des „Weltplans“ abzubringen. Burckhardts Satz „Wir sind nicht eingeweiht in die Zwecke der ewigen Weisheit und kennen sie nicht“ ging in das Buch ein, das 1905 aus dem Nachlass unter dem Titel „Weltgeschichtliche Betrachtungen“ an die Öffentlichkeit gelangte, und wurde zum geflügelten Wort. > mehr


19.05.2018 - RELIGIONSGESCHICHTE

Von der jüdischen Sekte zur Weltreligion

Rund um das Pfingstfest - aus der Urgeschichte des Christentums

Es muss alles sehr schnell geschehen sein. Jesus starb wahrscheinlich Anfang der 30er Jahre. Als sich Paulus spätestens im Jahr 35, vielleicht schon 32, bekehrte, fand er bereits heidenchristliche Gemeinden vor. In den wenigen Monaten oder Jahren zwischen diesen beiden Daten war das Christentum, das doch als Sekte innerhalb des Judentums begonnen hatte, aus seiner „Mutterreligion“ herausgewachsen. Zum Pfingstfest ein Blick auf die Urgeschichte des Chrisentums, seine Entwicklung von der jüdischen Sekte. > mehr


15.05.2018 - KUNSTGESCHICHTE

"Man untersucht alles, was einen ergötzt, und macht an allen Aussichtspunkten Halt"

"Wanderlust" in der Alten Nationalgalerie Berlin

„Das Wandern ist des Müllers Lust, das Wandern, das Wandern“, singen in der schönen Jahreszeit viele tausend Menschen, seit Franz Schubert und Carl Friedrich Zöllner ihre Vertonungen der „Schönen Müllerin“ geschaffen haben. Warum gerade „des Müllers“? Mit „Lust“ hatte das ursprünglich wenig zu tun. Selbständiger Müller konnte nur sein, wer eine Mühle zur Verfügung hatte. Gesellen, die keine Mühle erbten, mussten sich einen Meister suchen, in dessen Diensten sie unterkommen konnten. Im besten Fall fanden sie eine Müllerstochter, eine „schöne Müllerin“, zum Heiraten – und kamen so doch noch zu der Aussicht, eine Mühle zu erben. Das eigenständige Phänomen der „Wanderlust“ dagegen – also dass Menschen rein um des Wanderns willen auf Wanderschaft gehen, eine Zeitlang befreit von den Nöten des Alltags – ist gerademal zweieinhalb Jahrhunderte alt, es entstand als Ausdruck eines sehr modernen Lebensgefühls, zeigt die aktuelle Ausstellung in der Alten Nationalgalerie Berlin. > mehr


10.05.2018 - KUNSTGESCHICHTE

Kunstwerke, die nur mit dem inneren Auge zu sehen waren

Die Nasca-Kultur kommt in die Bundeskunsthalle Bonn

Hatten die Träger der sogenannten „Nasca“-Kultur im Süden Perus, vor 2.000 oder 2.400 Jahren, bereits Heißluftballons, mit denen es möglich war, die gigantischen Scharrbilder in der Wüste von oben zu betrachten? Einige der Gravuren zeigen die größten Tierbilder, die jemals von Menschenhand geschaffen wurden. Wenn niemand sie vollständig sehen konnte, möchte man meinen, waren sie doch sinnlos. Schließlich muss es einigen Aufwand gekostet haben, die Vorlagen auf ein mehrere Quadratkilometer großes Netz zu übertragen. Die „Geoglyphen“ in der Wüste von Nasca, zwischen der Pazifikküste und den Westhängen der Anden, gehören zu den ungelösten Rätseln der Weltgeschichte, keine schriftliche Überlieferung gibt zu dieser untergegangenen Kultur im südlichen Peru Auskunft. > mehr


06.05.2018 - ZEITGESCHICHTE

Meriten - und "ein Quentchen Wahn"

Vor 50 Jahren erreichte die "68er Bewegung" ihren Höhepunkt

Mir scheint“, schrieb im Juni 1968 die politische Philosophin Hannah Arendt an ihren Kollegen Karl Jaspers, „die Kinder des nächsten Jahrhunderts werden das Jahr 1968 mal so lernen wie wir das Jahr 1848.“ Nach den Verwüstungen, die im 20. Jahrhundert die Ideologien des Nationalsozialismus und des Kommunismus angerichtet hatten, setzte Arendt große Hoffnungen auf den Aufbruch der Jugend in eine bessere Welt, den sie wahrzunehmen glaubte. Arendt – ein Name, den wir im Rückblick nicht unbedingt mit „1968“ verbinden würden. Umgekehrt äußerte sich ausgerechnet Theodor W. Adorno, der unter den revoltierenden Studenten ursprünglich als eine Art Mentor verehrt worden war, ein Stück weit skeptisch. Am 6. August 1969, wenige Stunden vor seinem Tod, sagte er zu Herbert Marcuse: „Die Meriten der Studentenbewegung bin ich der letzte zu unterschätzen. Aber es ist ihr ein Quentchen Wahn beigemischt, dem das Totalitäre teleologisch innewohnt.“ > mehr


01.05.2018 - IDEENGESCHICHTE

"Es kömmt darauf an, die Welt zu verändern"

Vor 200 Jahren wurde Karl Marx geboren

„Mit solchem Geschwätz wollen wir uns nicht länger aufhalten“, sagte Hegel an einer Stelle seiner Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie zu seinen Studenten, „es sind leere Worte. Vor seinen philosophischen Gedanken können wir keine Achtung haben; oder vielmehr sind es gar keine Gedanken.“ Der so Gescholtene war Epikur, jener griechische Denker, der um 300 v. Chr., also nach Aristoteles, die Tradition der griechischen Philosophie fortgesetzt und in neue Bahnen gelenkt hatte. Hegels Schüler werden die Botschaft verstanden haben, die der Meister in seine Worte legte: Diese Fortsetzung sei höchst überflüssig – so überflüssig wie in der Neuzeit eine Philosophie, die auf ihn selbst, auf Hegel, folgen würde. Aber natürlich konnten sich die „Hegelianer“ mit einem solchen Ende der Geistesgeschichte nicht zufriedengeben. > mehr

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