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23.05.2017 - KIRCHENGESCHICHTE

Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt

Eine Ausstellung in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim

„Ich flüstere Dir ins Ohr“, schrieb Martin Luther im März 1519 an den Beichtvater seines Kurfürsten, Georg Spalatin, „ich bin im Ungewissen, ob nicht der Papst der Antichrist in Person oder dessen Vorläufer ist.“ Es war anderthalb Jahre nach dem Thesenanschlag an der Wittenberger Schlosskirche. Allmählich wurde Luther bewusst, dass sein Vorstoß vielleicht doch ganz andere Folgen haben würde, als erwartet. Wenn sich die römische Kurie seinen Einwänden gegen den Ablass verschließen würde – konnte er dann noch umhin, die Autorität des Papsttums in Frage zu stellen? Das Schreckgespenst einer Spaltung der abendländischen Christenheit zog am Horizont auf. Pünktlich zum Reformationsjubiläum zeigen die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim jetzt eine große Ausstellung über diese Institution, der sich Luther gegenübersah. > mehr

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22.05.2017 - ETHOLOGIE

Eine Trennlinie gerät ins Wanken

Wie Tiere denken und fühlen - oder was ist der Mensch?

Als die Verhaltensforscherin Jane Goodall sich 1962 zu einem Promotionsstudium an der University of Cambridge einschrieb, erzählt der Meeresbiologe Carl Safina in seinem neuen Buch über das Denken und Fühlen der Tiere, musste sie sich anhören, sie habe bei ihren vorangegangenen Studien mit Schimpansen alles falsch gemacht: „Wirklich alles. Ich hätte ihnen keine Namen geben dürfen. Ich hätte nicht über ihre Persönlichkeiten, ihre Seele, ihre Gefühle sprechen dürfen.“ Sind Schimpansen, Elefanten, Wölfe oder Wale „Persönlichkeiten“? Oder ist es eine unzulässige Übertragung menschlicher Kategorien, ein „Anthropomorphismus“, wenn wir ihnen Denken und Fühlen unterstellen? Safina hat eine 500 Seiten lange Streitschrift verfasst. > mehr


17.05.2017 - ALTE GESCHICHTE

Menschenopfer, Fernhandel, Klostergründungen

Eine Kulturgeschichte der Alpen in der Antike

Alter etwa Mitte 40, 1 Meter 60 groß, Schuhgröße 38, 53 Kilogramm schwer. Braune Augen, schwarzes welliges Haar, struppiger Bart. Drahtig gebaut, litt jedoch an Laktoseunverträglichkeit, Peitschenwurmlarven im Darm, Heliobacter pylori im Magen und an Borreliose aufgrund eines Zeckenbisses sowie allerlei Altersbeschwerden. Nicht weniger als 61 Tätowierungen schmückten seine Haut. Es wird kaum einen anderen Menschen der Vorzeit geben, den die Pathologen im Nachhinein so gründlich „durchgecheckt“ haben wie „Ötzi“, den Mann aus dem Südtiroler Eis, dessen Mumie 1991 ans Tageslicht kamen. Von dem 2016 verstorbenen Historiker Ralf-Peter Märtin ist jetzt eine Kulturgeschichte der Alpen in der Antike erschienen. > mehr


12.05.2017 - PHILOSOPHIE

Was ist die Zeit?

Was John Cages stille Musik mit dem Wecker zu tun hat und mit der atomaren Bedrohung

Kennen Sie „4‘ 33‘‘“, das Musikstück des amerikanischen Avantgarde-Komponisten John Cage aus dem Jahr 1952? Über 4 Minuten und 33 Sekunden lang erklingt kein einziger Ton, für jeden der drei Sätze vermerkt die Partitur „Tacet“, „Stille“. Völlige Stille herrscht dennoch nicht. Das Publikum hört die Umgebungsgeräusche wie das Summen der Beleuchtung im Konzertsaal. Und auch den eigenen Atem. Cage selbst behauptete, er habe bei einer Aufführung sogar das Pochen des Blutes in seinem Kopf gehört. Dieses künstlerische Experiment zum Thema „Zeit“ ist nur eine der vielen Geschichten, die der englische Journalist Simon Garfield in seinem neuen Buch mit dem Titel „Zeitfieber“ erzählt. > mehr


08.05.2017 - RELIGIONSGESCHICHTE

Gottesebenbildlichkeit und Sündenfall, Herrschergestalten und Sträfinge

Die Geschichte von Adem und Eva - oder Eva und Adam

„O Eva! Eva! Schlimmes Weib“, singt Hans Sachs, „Schuhmacher und Poet dazu“, in Richard Wagners „Meistersingern“, „um deiner jungen Missetat hantier‘ ich jetzt mit Ahl und Draht, und ob Herrn Adams übler Schwäch‘ versohl‘ ich Schuh und streiche Pech!“ Eva, unsere Urmutter im Paradies, stand mit ihrer „Missetat“ am Anfang allen Übels, so haben es viele Generationen gesehen. Urvater Adams „Schwäche“, die darin bestand, dass er dem Beispiel seiner Frau folgte, kam erst an zweiter Stelle. Zum Glück wird in Wagners Operntext angedeutet, dass Eva vielleicht doch eine Entschuldigung hatte, als sie auf den Rat der Schlange hin Gottes Verbot übertrat und von den Früchten am Baum der Erkenntnis aß: Sie war „jung“. Er habe „dem Versuch widerstanden, den alten Texten über Eva etwas Frauenfreundliches abzugewinnen“, betont der Philosoph Kurt Flasch gleich im Vorwort seines Buches über „Eva und Adam“, das jetzt neu herausgekommen ist. „ > mehr


04.05.2017 - NATURFORSCHUNG

Bei den Ungeheuern der traurigen Öde

Die Erforschung und Eroberung der Tiefsee

„Da unten aber ist‘s fürchterlich“, sagt in Friedrich Schillers Ballade „Der Taucher“ der „wagemutige Jüngling“, nachdem er aus den „brandenden Wogen“, der „strudelnden Wasserhöhle“ wieder emporgetaucht ist. Und volle sechs Strophen lang, immer um Worte ringend, versucht er, seinem König die Schrecken deutlich zu machen, die er „da unten“ gesehen hat, „bei den Ungeheuern der traurigen Öde“. „Ungeheuer“, „da unten“: Das Motiv ist lebendig geblieben. Alle paar Monate gehen Meldungen von furchterregend riesigen Kraken durch die Weltpresse. Und wenn es schon keine Ungeheuer sind, dann doch wenigstens „Gespenster“. „Neue Fischarten in der Tiefsee entdeckt“, zitiert die Kultur- und Medienwissenschaftlerin Natascha Adamowsky von der Universität Freiburg in ihrem neuen Buch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ von 2014, die von Forschungen in 8.143 Meter Tiefe berichtete: Wie „träge über den Meeresboden gleitende Gespenster“ würden die bleichen Fische aussehen. > mehr


26.04.2017 - THEOLOGIEGESCHICHTE

Von Schweden bis Tansania, von Pennsylvania bis Korea

Berliner Ausstellung über den weltweiten "Luther-Effekt"

In der Mitte sitzt Martin Luther, zu seiner Linken sein engster Mitstreiter, Philipp Melanchthon. Zu seiner Rechten sind zwei Vertreter der Reformation in der Schweiz zu sehen, denen Luther freilich nie begegnet ist, Johannes Calvin und Théodore de Bèze. Um sie herum stehen und sitzen ein Dutzend weitere Reformatoren, darunter auch solche, die zu Luthers Zeiten längst verstorben waren, John Wyclif und Jan Hus. Sie alle bilden eine geschlossene Front gegen die Vertreter der katholischen Kirche, die am unteren Bildrand versammelt sind und sich nach Kräften bemühen, die Kerze, die vor Luther auf dem Tisch steht, auszupusten – das Licht der göttlichen Offenbarung. Das Bild, das um 1630 oder 1640 entstand, bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung über „500 Jahre Protestantismus in der Welt“, die jetzt im Berliner Gropius-Bau zu sehen ist. > mehr


24.04.2017 - POLITISCHE ÖKONOMIE

Aus der sozialen Struktur herausgefallen

Zwei Jahrtausende Versuche, das Phänomen Armut zu erfassen

Als der Londoner Pfarrer Andrew Mearns in den frühen 1880er Jahren eine Schrift über die Ärmsten der Armen in der britischen Hauptstadt vorbereitete, traf er in einer Hinterhofwohnung eine alte, halb betrunkene Irin an. Sie war gerade dabei, Lumpen durchzusehen, in der Hoffnung, einige davon beim Pfandleiher versetzen zu können „Als sie gefragte wurde“, berichtet Mearns, „ob sie das mache, weil sie arm sei, antwortete sie entrüstet: ‚Mich arm nennen! Ich besitze einen halben Laib Brot und etwas Milch!‘ Und dann, aus einem Müllberg aus der Ecke des Zimmers, zog sie einen halb verwesten Truthahn heraus, vollkommen ungeeignet für den menschlichen Verzehr, um ihn zum Abendessen vorzubereiten.“ „Arm“ ist eine Bezeichnung, die niemand gern auf sich selbst anwenden möchte, egal wie schlecht es ihm wirklich geht. Was ist das überhaupt, „Armut“? Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies von der Freien Universität Berlin hat jetzt einen historischen Abriss zum Thema Armut vorgelegt, vom Altertum bis in die Gegenwart. Oder genauer: zu den wechselnden Konzepten, mit denen über die Jahrhunderte versucht wurde, dieses Phänomen zu erfassen. > mehr


18.04.2017 - ZEITGESCHICHTE

"Da jitt et nix zu kriesche"

Vor 50 Jahren starb Konrad Adenauer

Was hatten Konrad Adenauer und Wolfgang Amadeus Mozart, Giacomo Casanova und Schah Reza Pahlavi gemeinsam? Sie hätten zu Pferd in eine Kirche einreiten dürfen. Dieses Privileg gehört zu den Rechten, die mit dem päpstlichen Orden „Ritter vom Goldenen Sporn“ verbunden sind. Adenauer erhielt den Titel 1955 von Papst Pius XII. Eine der vielen Dutzend Ehrungen, die dem ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland im Laufe seines langen Lebens zuteil wurden, vom Eisernen Kreuz des Königreichs Preußen bis zum japanischen Orden der aufgehenden Sonne, von der Ritterwürde des Souveränen Malteserordens bis zur französischen Ehrenlegion. Und im Gedächtnis der Nachwelt, nach seinem Tod, setzte sich die Reihe fort. Als das ZDF 2003, mehr als ein Dritteljahrhundert nach Adenauers Tod am 19. April 1967, eine Fernsehshow zum Thema „Die größten Deutschen“ veranstaltete, wurde er in einer Umfrage, freilich ohne Anspruch auf Repräsentativität, auf Platz 1 gewählt. > mehr


13.04.2017 - THEOLOGIE

Übertragungen, Eroberungen, feindliche Übernahmen

Zweieinhalb Jahrtausende Bibeluebersetzung

„Wir sind der Überzeugung“, gibt die sogenannte „Einheitsübersetzung“ der Bibel Kapitel 3, Vers 28 aus dem Römerbrief wider, „dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes.“ Den protestantischen Theologen, die vor einem halben Jahrhundert gemeinsam mit ihren katholischen Theologen die Einheitsübersetzung erstellten, wird es an dieser Stelle gar nicht so leicht gefallen sein, vom Wortlaut Martin Luthers abzuweichen. Vor fast 500 Jahren hatte Luther übersetzt: „Wir sind überzeugt, dass der Mensch gerecht wird ohne die Werke des Gesetzes, allein durch den Glauben.“ Bei oberflächlicher Lektüre besagen beide Fassungen ein und dasselbe. Das Wörtchen „allein“ bei Luther erscheint bloß als Verdeutlichung; man kann aus dem Zusammenhang interpretieren, dass der Satz so gemeint sein muss. Aber „allein“ steht im griechischen Original eben nicht. Luther hat nicht bloß übersetzt, sondern interpretiert, im Sinne seiner eigenen Theologie einer Rechtfertigung „allein durch den Glauben“. > mehr

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