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15.04.2019 - KUNSTGESCHICHTE

Schmutzige Heilige und liederliche Studenten

Die Alte Pinakothek in Muenchen zeigt die "Utrechter Caravaggisten"

„Um Unannehmlichkeiten oder eklige Tierchen zu vermeiden, untersucht genau die Betten und Laken“, mahnte 1604 der holländische Maler Karel von Mander seine Kollegen, wenn sie nach Rom reisen wollten. „Aber vor allem enthaltet euch der leichtfertigen Frauenzimmer, denn weit über alle eure Sünden hinaus werdet ihr dadurch euer Leben lang ruiniert werden.“ Abraten wollte Mander von der Reise jedoch auf gar keinen Fall. Rom sei „das Haupt der Malerschulen“, vor allem die Werke des jungen Caravaggio müsse man unbedingt gesehen haben: „Was seine Künstlerhand angeht, so ist diese sehr gefällig und eine wunderschöne Manier, der die Malerjugend nachfolgen sollte.“ Manders Aufforderung fiel bei seinen Kollegen auf fruchtbaren Boden. In großer Zahl machten sich junge Maler aus Flandern und den Niederlanden in den folgenden Jahren nach Rom auf. Ihr Ziel war nicht so sehr die Antike oder die Hochrenaissance mit den Meisterwerken eines Raffael und eines Michelangelo, die uns heute als „klassisch“ gelten, sondern die allerneueste zeitgenössische Kunst, eben jener Michelangelo Merisi, nach seinem Herkunftsort in der Lombardei auch „Caravaggio“ genannt. > mehr

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10.04.2019 - DEUTSCHE GESCHICHTE

Ein Staat ohne Eigenschaften?

Zweieinhalb Jahrhunderte Reflexionen über Preussen

„Letztlich sind wir alle Preußen“, soll Konrad Adenauer einmal gesagt haben. Falls dieser Ausspruch wirklich authentisch ist – Begeisterung schwang darin sicherlich nicht mit. Zu Preußen pflegte Adenauer zeitlebens ein distanziertes Verhältnis.Seine Vorbehalte hatte der Rheinländer wenige Monate nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in einer Rede offen kundgetan: Das alte Preußen mit seinem „kulturfeindlichen, angriffslustigen Militarismus“ sei „der böse Geist Europas“ gewesen. Vielleicht schade, dass die beiden Osteuropa-Historiker Hans-Jürgen Bömelburg und Andreas Lawaty Adenauers provozierende Rede von 1919 nicht in ihre mehr als 500 Seiten starke Anthologie mit „deutschen Debatten“ zum Thema „Preußen“ aufgenommen haben. Aber ansonsten bietet der Band eine bunte Mischung verschiedenster Texte: von der Lyrik eines Johann Wilhelm Ludwig Gleim im Siebenjährigen Krieg („Ein Held fall‘ ich; noch sterbend droht mein Säbel in der Hand!“) bis zu den Versuchen von DDR-Historikern um 1980, die „progressiven Seiten in der Geschichte Preußens“ als Erbe des „sozialistischen deutschen Staates“ zu retten. > mehr


03.04.2019 - KULTURGESCHICHTE

"Bartstoppeln, Palaestinensertuch, AKW-Nein-Sonne"

Bekenntnisse in Religion, Rechtswesen und Politik

Es war zwei Wochen nach den Störfällen im japanischen Kernkraftwerk Fukushima im März 2011. Das Jugendmagazin „Bravo“ legte seiner aktuellen Ausgabe eine „Lachende Sonne“ als Poster bei: „Atomkraft? Nein danke“. „Unsere Leser sind die Generation, die mit den Folgen unserer heutigen politischen Entscheidung pro oder contra Atomkraft leben müssen“, erklärte der Chefredakteur. „Mit dem Poster sprechen wir unseren Lesern aus dem Herzen.“ Die Art, wie „Bravo“ die Herzen seiner Leser in Anspruch nahm, lässt vermuten, dass der Posterbeilage schwierige Diskussionen vorangingen. Zum ersten Mal wurde die politische Zurückhaltung aufgegeben, die das Magazin in 55 Jahren wohlweislich geübt hatte, um seine Leserschaft in keiner Weise zu verschrecken. Offenbar war die Redaktion zu dem Schluss gekommen, schreibt der Soziologe Simon Teune von der Technischen Universität Berlin, nach Fukushima sei das Bekenntnis gegen Kernkraftwerke endgültig im „Mainstream“ angekommen. > mehr


28.03.2019 LITERATURGESCHICHTE

Träume von einer schönen neuen Welt

Aus der Geschichte des utopischen Denkens

1966 lernte John Lennon in London die japanische Künstlerin Yoko Ono kennen. Beide hätten gern in New York zusammen gelebt, doch da gab es Schwierigkeiten. Yoko Ono besaß aufgrund ihrer früheren Ehe eine „Green card“ für die USA, Lennon jedoch wurde eine Aufenthaltsgenehmigung auf Dauer verweigert. So proklamierten die beiden am 1. April 1973 auf einer Pressekonferenz einen gedachten Staat, in dem es weder Pässe noch Grenzkontrollen geben würde, „Nutopia“. An der Tür zur Wohnung des Paares im New Yorker Dakota Building wurde eine goldene Plakette angebracht, die den Ort zur „Nutopischen Botschaft“ erklärte. In sein Album „Mind Games“, das er im selben Jahr herausbrachte, nahm Lennon eine Hymne des Staates Nutopia auf: vier Sekunden Stille. „Lasst uns alle in Gedanken die weiße Fahne oder ein Taschentuch schwenken“, schrieb Yoko Ono 2017 zum 27. Jubiläum der Staatsgründung, zum Zeichen, „dass wir alle zusammen und in Frieden leben“. > mehr


22.03.2019 - DEUTSCHE LITERATUR

"Die Zwiebel weiss er zu gebrauchen wie wenige"

Vor 200 Jahren wurde August von Kotzebue ermordet, der Erfolgsdramatiker der Goethezeit

In den 26 Jahren von 1791 bis 1817, die Goethe als Intendant am Hoftheater in Weimar tätig war, wurden an fast 2.800 Abenden Schauspiele gegeben, also Tragödien oder Komödien oder Possen, an mehr als 1.300 Abenden Opern oder Ballette. Im Musiktheater führten Mozarts Opern die Liste an. Auch im Sprechtheater war es ein einziger Dramatiker, der mit über 600 Vorstellungen, also mehr als einem Fünftel der Abende, das Repertoire dominierte. Nein, es war nicht Goethe selbst. Auch nicht Schiller. Der große Erfolgsdramatiker der Goethezeit hieß August von Kotzebue. Eigentlich mochte Goethe ihn nicht. Mit leicht gequältem Bemühen um Sachlichkeit bescheinigte er ihm einerseits „eine gewisse Nullität“, andererseits „ein vorzügliches, aber schluderhaftes Talent“. Talent wozu? „Die Zuschauer zu unterhalten und der Kasse zu nutzen.“ Programmdirektoren der Fernsehsender heute würden sagen: die Quote zu heben. > mehr


16.03.2019 - PHILOSOPHIE

Ohne dieses Vergnügen können wir nicht leben

Aus der Kulturgeschichte der Trunkenheit

Im Jahr 1914, der Erste Weltkrieg hatte bereits begonnen, erklärte Zar Nikolaus II. den Verkauf von Wodka in Russland für ungesetzlich. Dahinter stand die Erkenntnis, dass die Kampfkraft der Armee durch den Alkoholkonsum beeinträchtigt wurde. Andererseits – mit dem Verbot reduzierte der Staat seine Einnahmen um nicht weniger als ein Viertel, und das mitten im Krieg. Womöglich, meint der englische Schriftsteller Mark Forsyth in seiner „Kurzen Geschichte der Trunkenheit“, die jetzt auf deutsch erschienen ist, kam das russische Volk erst in dieser Situation der verordneten Abstinenz zu einem realistischen Einblick in die Mechanismen seines politischen Systems. Jedenfalls war es drei Jahre später mit der Zarenherrschaft vorbei. Forsyth hat einen Abriss zur Entwicklungsgeschichte des „Homo alcoholicus“ vorgelegt, von der Steinzeit bis heute. > mehr


09.03.2019 - PHILOSOPHIE

Kein "Zimmer" mehr für sich allein

Das Internet verschiebt die Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre

„Das Private ist politisch“, propagierten vor einem halben Jahrhundert Aktivisten der Studenten- und der Frauenbewegung. Sicherlich kalkulierten sie dabei ein, dass sie das konservativ-liberale Bürgertum mit nichts anderem so erfolgreich provozieren konnten wie mit dieser Negation der gewohnten Unterscheidung zwischen einer Sphäre des Politischen und einer Sphäre des Privaten. Liebgewordene Gewohnheiten werden eben gern als eine „zweite Natur“ empfunden. Aber „privates Leben ist keine Naturtatsache“, stellt die Soziologin Marianne Brieskorn-Zinke von der Evangelischen Hochschule Darmstadt in einem neu erschienenen Sammelband zum Thema „Privatheit“ lapidar fest. „Ständig verändern sich die Zuschreibungen menschlichen Handelns zur Privatsphäre einerseits und zur öffentlichen Sphäre andererseits.“ > mehr


03.03.2019 - GESCHICHTE

"Keine Lichtgestalt und kein Dämon"

Eine neue Napoleon-Biografie

Im Pariser Pantheon findet sich neben vielen anderen „Helden der französischen Nation“ auch der italienische Bischof Giovanni Battista Caprara. Als päpstlicher Legat arbeitete er in der Zeit des Ersten Konsuls Napoleon an der Versöhnung der katholischen Kirche mit der französischen Republik. Und auch in den Vorbereitungen zu Napoleons Kaiserkrönung 1804 nahm er eine kleine, aber nicht ganz unwichtige Rolle ein. Als christlicher Kaiser hätte Napoleon das Manko gehabt, dass es im Kirchenkalender keinen Heiligen dieses Namens gab. Caprara machte sich auf die Suche und fand wenigstens eine Namensähnlichkeit: Unter Kaiser Diokletian war in Alexandria ein gewisser „Neopolis“ zum Märtyrer geworden. Als Festtag des wiederentdeckten Heiligen wurde der 15. August bestimmt. Es war „zufällig“ der Geburtstag von Napoleon Bonaparte. > mehr

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