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18.08.2016 - KULTURGESCHICHTE

Zeichen der Ehrbarkeit oder der Unterdrückung?

Aus der Kulturgeschichte der Verschleierung

„Ehefrauen und Witwen“, verordnete im 12. Jahrhundert v. Chr. ein assyrisches Gesetz, „wenn sie auf die Straße gehen, lassen ihren Kopf nicht unverschleiert.“ Sklavinnen und Prostituierten dagegen wurde es ausdrücklich verboten, sich zu verschleiern. Der Schleier deklarierte, dass es da einen Ehemann gab oder gegeben hatte und dass die Frau unter dessen Schutz stand; unnnötig zu sagen, dass dieser „Schutz“ auch ein Eigentumsanspruch war. Das Fehlen eines Schleiers dagegen sollte aussagen: keine ehrbare Frau. Der Schleier als Signal weiblicher Ehre: eine der hartnäckigsten Traditionen in der Geschichte der Kleidung. Vor allem das Haupthaar musste verhüllt werden. Im 2. Jahrhundert v. Chr. ließ sich der römische Konsul Gaius Sulpicius Galus von seiner Frau scheiden, weil sie in der Öffentlichkeit ohne Kopfschleier aufgetreten war. > mehr

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11.08.2016 - DEUTSCHE LITERATUR

"Warum lässt er den Kindern nicht ihre Freude?"

Der Florentiner Dominikanermönch Girolamo Savonarola in der deutschen Literatur

Die jungen Leute waren mit viel Eifer bei der Sache. Tagelang ließ der Dominikanermönch Girolamo Savonarola, der wie ein Diktator über Florenz herrschte, Anfang Februar des Jahres 1497 seine Anhänger durch die Straßen ziehen und aus den Häusern wohlhabender Bürger gewaltsam alles herausholen, was als unchristlicher Luxus gelten konnte: Schmuck, Spiegel, Bilder, Bücher, Musikinstrumente, Spielkarten usw. usf. Auf der Piazza della Signoria wurde ein Scheiterhaufen errichtet, um diese Dinge weltlicher Eitelkeit in Flammen aufgehen zu lassen. Ist es abwegig, wenn uns dabei Gegenwärtiges in den Sinn kommt, der Terror von Fundamentalisten im Herrschaftsgebiet des „Islamischen Staates“ gegen die moderne Konsumkultur? Aber das ist nur eine Seite in unserem Bild von Savonarola, der im Jahr nach diesem „Fegefeuer der Eitelkeiten“, im Mai 1498, als „Häretiker“ verurteilt und verbrannt wurde. Eine andere besteht darin, dass Martin Luther in diesem Mönch einen Vorgänger erkannte. 1524 bezeichnete er ihn als „heiligen Mann“. > mehr


04.08.2016 - SPORT

Schienbeintreten, Hindernisschwimmen und Co.

Aus der wechselhaften Geschichte der olympischen Disziplinen

Kann man sich das vorstellen: Schienbeintreten als olympische Disziplin? Das gab es tatsächlich; 1612 gehörte „skin-kicking“, eine Art Boxen mit den Füßen, zu den Wettbewerben, die bei den „Olympic Games upon Cotwold-Hills“ in Gloucestershire abgehalten wurden. Da liegt natürlich der Einwand nahe, dass die Olympischen Spiele erst 1896 durch den französischen Pädagogen Pierre de Coubertin wiederbelebt wurden. Aber es ist schon richtig, Coubertins „Olympische Spiele der Neuzeit“, die in diesem Jahr zum 31. Mal ausgetragen werden, hatten eine ganze Reihe von Vorgängern. In England gab es bereits Anfang des 17. Jahrhunderts mehrere Anläufe, die Olympischen Spiele der Antike wiederzubeleben. Politischer Hintergrund war die „Kulturrevolution“, mit der streng puritanische Kreise damals die hergebrachten Vergnügungen von Volk und Adel zu unterbinden versuchten. Der Gentleman Robert Dover aus Gloucestershire, der sich der Protektion von König Jakob I. erfreute, wollte dem etwas entgegensetzen, eben seine „Olympic Games upon Cotwold-Hills“. > mehr


01.08.2016 - KUNSTGESCHICHTE

Ein Garten der Lüste und Versuchungen, der Eitelkeiten und Narrheiten

Vor 500 Jahren verstarb der Maler Hieronymus Bosch

Der Heilige blickt zum Himmel empor, wo ihm die Muttergottes vor der Sonnenscheibe erscheint. Offenbar ist er gerade damit beschäftigt, seine Vision schriftlich festzuhalten. Zu seinen Füßen sitzt ein Adler, das symbolische Tier des Evangelisten Johannes, und fixiert ein bleiches, grämlich dreinblickendes Wesen mit Insektenleib und Menschenantlitz. Ein Abgesandter der Hölle, darf man vermuten. Aber es bleibt ihm verwehrt, den Heiligen zu stören. Das kleine Monstrum trägt eine Brille – und schon beginnt der Betrachter zu spekulieren: Wollte der Maler uns warnen, dass intellektuelle Zweifelsucht vom Heilsweg abbringen muss? Das Bild, das heute in der Berliner Gemäldegalerie hängt, stammt von Hieronymus Bosch, einem der rätselhaftesten Maler der europäischen Kunstgeschichte. > mehr


26.07.2016 - KULTURGESCHICHTE

Äpfel und Bonbons, Stoffballen und Feuer

Der Diebstahl in Mythologie, Literatur und Philosophie

„Ich plane ein Unternehmen“, begann Jean-Jacques Rousseau 1782 seine „Bekenntnisse“, „das kein Vorbild hat.“ „Ich will vor meinesgleichen einen Menschen in aller Wahrheit der Natur zeigen, und dieser Mensch werde ich sein.“ Es wird kaum ein anderes Werk der Weltliteratur geben, das gleich in den ersten Sätzen mit einer derart offenkundigen Unwahrheit daher kommt. Bereits im Titel des Buches ist angedeutet, dass Rousseau sehr wohl ein Vorbild hatte. „Bekenntnisse“ ist ein Zitat, da wird auf die „Bekenntnisse“ des Kirchenvaters Augustinus, fast 1.400 Jahre zuvor, angespielt. Rousseau übernahm Augustinus, vermied es jedoch, seine Vorlage zu nennen, und erhob statt dessen voller Pathos den Anspruch auf Originalität, stellt der Kulturwissenschaftler Andreas Gehrlach von der Berliner Humboldt-Universität in seinem Buch über die „heimliche Aneignung“ fest. > mehr


20.07.2016 - GESCHICHTSWISSENSCHAFT

Unbehagen an der Gegenwart

Die Entdeckung des Mittelalters

Forscherlaufbahnen beginnen oft mit einer großen Desillusionierung. So bei dem Historiker Peter Raedts von der Universität Nijmegen. Voller Stolz, erzählt er in seinem neuen Buch über „Die Entdeckung des Mittelalters“, hätte er als junger Mann vor fast einem halben Jahrhundert von Oxford aus an die Eltern und Freunde in der Heimat geschrieben: Wie froh er doch sei, an einer alten Universität studieren zu dürfen, die „kein Museum ist“, in der Tradition vielmehr „von Generation zu Generation weitergegeben und zugleich erneuert wird“, als eine „ununterbrochene Kontinuität“. Irgendwann erwähnte ein Kommilitone beiläufig, im Kreuzgang des altehrwürdigen Magdalen College stamme kein einziger Stein aus dem Mittelalter, alles sei Nachahmung des 19. Jahrhunderts. Für Raedts muss es ein Schock gewesen sein: „Das Mittelalter Oxfords war lediglich eine Attrappe“, „eine Erfindung“. > mehr


14.07.2016 - ALTE GESCHICHTE

Zwischen Assimilation und Rigorismus - Reaktionen auf eine "Leitkultur"

Das Judentum in der Antike

Auf dem Bucheinband ist das Fußbodenmosaik aus der Synagoge von Beth Alpha im nördlichen Israel abgebildet, das 1929 bei Ausgrabungen entdeckt wurde. In der Mitte ist der Sonnengott mit seinem Pferdegespann zu sehen, umringt wird er von den zwölf Tierkreiszeichen. Durch die Inschrift lässt sich das Mosaik auf das 6. Jahrhundert n. Chr. datieren. Ein Sonnengott in einer Synagoge? Noch bevor der Leser das neue Buch des New Yorker Judaisten Seth Schwartz über das „Judentum in der Antike“ überhaupt aufgeschlagen hat, deutet ihm dieses Bild bereits an, dass seine scheinbar doch so selbstverständlichen Erwartungen an das Thema irrig sein könnten. > mehr


07.07.2016 - IDEENGESCHICHTE

"Der deutsche Wald und das deutsche Volk sind eins"

Eine Ideengeschichte von Caesar bis zum Waldsterben

Einsam geht ein französischer Soldat durch einen dunklen, verschneiten Tannenwald. Auf einem Baumstumpf hinter ihm hat sich ein Rabe niedergelassen. Betrachter, die sich mit der Symbolgeschichte auskennen, werden keinen Zweifel haben: Dem Soldaten wird das Todeslied gesungen. Caspar David Friedrich begann mit der Arbeit an seinem Gemälde „Der Chasseur im Walde“ 1813, vielleicht gerade zu jener Zeit, als Preußen sich mit Russland gegen Napoleon verbündete. Er wird sein Bild als eine Art Kriegsdienst verstanden haben: Napoleons Herrschaft über Europa, das war die Aussage, würde im deutschen Wald ihr Ende finden. Es gehörte zum Bildungsgut der Epoche, dass Jahrhunderte zuvor bereits ein anderer Eroberer mit seinem Versuch, die freiheitsliebenden Germanen zu unterjochen, in einer „Waldschlacht“ gescheitert war: der Römer Varus. > mehr


02.07.2016 - THEATERGESCHICHTE

Mitleid - zwischen Ventilfunktion und religiösem Ritus

Die "emotionalen Dimensionen" des antiken und des mittelalterlichen Theaters

„Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze“, heißt es in Friedrich Schillers „Wallenstein“. Ein geflügeltes Wort, das heute vielleicht nicht mehr so ganz richtig ist: Die Technik des Films erlaubt es uns nachzuvollziehen, wie die Schauspieler gestern oder vorgestern zuz agieren pflegten. Sogar die Art, wie das Publikum „mitgeht“, sozusagen mitspielt, lässt sich festhalten. Umso schmerzlicher wird uns die Lücke bewusst, die da in unserer Vorstellung vom Theater früherer Jahrhunderte klafft. Wie mögen die Athener im 5. Jahrhundert v. Chr. die Tragödien eines Aischylos, eines Sophokles, eines Euripides aufgenommen haben? Oder die Bürger spätmittelalterlicher Städte die Mysterienspiele von Tod und Auferstehung Jesu? Der Tübinger Germanist Ulrich Barton hat sich der Aufgabe angenommen, die „emotionalen Dimensionen“ des antiken und des mittelalterlichen Theaters zu rekonstruieren. > mehr


25.06.2016 - LITERATURGESCHICHTE

Das Kleine hat ein Pistölchen!

Mythos und Desillusionierung soldatischer Männlichkeit

"Sone Uniform, die macht det meiste janz von alleene", ließ Carl Zuckmayer seinen Hauptmann von Köpenick, den Schuster Wilhelm Voigt, sagen. Mit einer schmucken Uniform am Leib, darum ging es im Stück, konnte im wilhelminischen Kaiserreich auch der Ohnmächtigste Macht ausüben; ihr zu widerstreben war von vornherein unmöglich. Ob Zuckmayer, als er 1930 sein Drama verfasste, das anderthalb Jahrhunderte ältere Stück „Die Soldaten“ des Sturm-und-Drang-Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz bekannt war? Auch Lenz befasste sich mit der unwiderstehlichen Gewalt der Uniform, in diesem Fal: mit der erotischen Attraktion, die von ihr ausgeht. Der Germanist Torsten Voß von der Universität Bielefeld hat eine Studie über „soldatische Männlichkeiten“ in der deutschen Literatur vorgelegt, vom Dreißigjährigen Krieg bis ins 20. Jahrhundert. > mehr


17.06.2016 - KULTURGESCHICHTE

Beißen Tote wirklich nicht?

Die Ursprünge des Vampirglaubens

Am 21. Juli 1725 erschien in der österreichischen Staatszeitung „Wienerisches Diarium“ der Bericht einer Verwaltungsbehörde aus den neu eroberten Gebieten im nördlichen Bosnien. Unter der nichtssagenden Überschrift „Kopie eines Schreibens aus dem Gradisker Distrikt in Ungarn“ war dort zu lesen, drei Monate nach dem Tod eines Bauern namens Peter Plogojoviz hätten mehrere Personen ausgesagt, der Verstorbene sei ihnen im Traum erschienen, habe sich auf sie gelegt und sie gewürgt. Die Dorfbewohner hätten das Grab geöffnet und an der Leiche Veränderungen festgestellt, die auf ein Weiterleben hindeuten würden, nämlich ein Wachstum von Haaren und Nägeln sowie eine Erektion. Vor allem aber: Aus dem Mund des Toten sei frisches Blut geflossen. Die Dorfbewohner waren sich einig: Das musste er seinen Opfern ausgesaugt haben. > mehr

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Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.

Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.

Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.

Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.

In einem erloschenen Vulkan auf· der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.

Der deutsche Bundestag hat alleim Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über·Krieg und Nazis·bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.

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03.08.2009 - MATHEMATIK
Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin

 "Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr

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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE

EVIDENCE
how do we know what we know?

"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr


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