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23.04.2018 - ETHNOLOGIE

Eine Kunst des Ungefähren und der Umwege

Zur Phaenomenologie des "Wiener Schmäh"

Wissen Sie, was gemeint ist, wenn der Wiener eine Ausführung mit der Formel „schmähohne“ beschließt? Das „Österreichische Wörterbuch“ gibt dafür die Übersetzung „ganz im Ernst“. Die Gesprächssituation hat man sich wohl so vorzustellen, dass der Angesprochene – womöglich ein „Piefke“, ein Deutscher oder Norddeutscher – zu den Worten des Wieners ein wenig ungläubig die Augenbrauen hochgezogen hat, was den Wiener dazu veranlasst, ein bekräftigendes „Schmähohne“ hinterherzuschieben: Was er gesagt hatte, war kein „Schmäh“. Ob der andere sich wirklich darauf verlassen sollte, ist eine andere Frage. Vielleicht gehört das „Schmähohne“ ja mit zum Schmäh. > mehr

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19.04.2018 - RELIGIONSGESCHICHTE

"Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt"

Der amerikanische Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt über die Geschichte von Adam und Eva

Eines schönen Tages im Jahre 370 n. Chr. nahm in der römischen Provinzstadt Thagaste im heutigen Algerien ein Vater seinen 16-jährigen Sohn mit in die Thermen. Als die beiden zurück waren, sagte der Vater voller Stolz und Freude zu seiner Frau, er habe guten Grund, auf Enkel zu hoffen, der Sohn stehe „in aufkeimender Mannbarkeit“. Kurzum: Der Heranwachsende hatte eine Erektion. Das wäre nicht der Rede wert, wenn dieser junge Mann nicht Augustinus gewesen wäre, der vielleicht bedeutendste Kirchenvater der Christenheit. Ein Vierteljahrhundert später, in seinen „Bekenntnissen“, machte er den kleinen Vorfall – oder eigentlich die Diskussion, die sich daran zwischen den Eltern anschloss - zur Schlüsselszene seiner intellektuellen und moralischen Biographie. Indirekt, meint der Anglist Stephen Greenblatt von der Harvard University in seinem nun auch auf Deutsch erschienenen Buch über die „Geschichte von Adam und Eva“, damit auch zum Ausgangspunkt seiner Theologie des Sündenfalls, die das christliche Denken über Jahrhunderte geprägt hat. > mehr


15.04.2018 - IDEENGESCHICHTE

Als Sachsen und Rheinländer "Nationen" waren

Ursprünge und Entwicklungen der nationalen Idee

Unter den Studenten der Prager Karls-Universität gab es zu Ende des Mittelalters eine böhmische, eine bayerische, eine sächsische und eine polnische Nation. In Wien unterschied man eine österreichische, eine ungarische, eine rheinische und eine sächsische Nation, in Paris eine gallische, eine pikardische, eine normannische und eine englische. In Leipzig wechselte das Rektorenamt noch im 18. Jahrhundert zwischen den „nationes“ der Sachsen, der Meißner, der Bayern und der Polen. Die Studentenschaft war nach geographischen Kriterien eingeteilt, die oft, aber nicht immer auch sprachliche Gemeinsamkeiten bedingten. So gehörten zur „englischen Nation“ in Paris auch die Studenten aus Deutschland. > mehr


11.04.2018 - DEUTSCHE LITERATUR

Politische Dichtung - aus eigenem Antrieb oder auf Bestellung

Der Dreissigjährige Krieg im Spiegel der Barockliteratur

„Ein garstig‘ Lied! Pfui! Ein politisch‘ Lied, ein leidig‘ Lied“, beschwert sich in Auerbachs Keller in Goethes „Faust“ einer der Studenten, als sein Kommilitone einen Spottgesang auf das drohende Auseinanderbrechen des Heiligen Römischen Reiches anstimmen will. Der Vers wurde zum Inbegriff für eine „unpolitische“ oder „antipolitische“ Untertanenmentalität, wie man sie gern den Deutschen vorhält. Die Dichter des 17. Jahrhunderts kann das nicht treffen, konstatiert der Germanist Volker Meid in seinem neuen Buch „Der Dreißigjährige Krieg in der deutschen Barockliteratur“. „Für sie war die Beschäftigung mit politischen Themen in der Dichtung, ob Vers oder Prosa, selbstverständlich. Sie reflektierten die Krisenerscheinungen der Zeit, kommentierten einzelne Ereignisse, nahmen Partei, polemisierten und mahnten zum Frieden.“ > mehr


07.04.2018 - KULTURGESCHICHTE

"Spare in der Zeit"

oder die Geschichte einer deutschen Tugend

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“, war ein kurzer Zeichentrickfilm der UFA aus dem Jahr 1935 betitelt. Auf einer sommerlichen Wiese sind die Bienen emsig bei der Arbeit zu sehen. „Was Fleiß geschafft, wird hier gespart“, kommentiert eine Stimme aus dem Off, „und Ordnung herrscht im Haus.“ Im Kontrast verbringen die Heuschrecken den ganzen Tag mit Saufen und Fressen. „Hier fragt man nicht, was später wird, und lebt in Saus und Braus.“ Als die Szene in den Winter wechselt, sitzen die Bienen behaglich und warm in ihrem Stock. Die frierenden und hungernden Faulenzerinsekten, die um Einlass bitten, werden abgewiesen. „Ohne Fleiß kein Preis“, verkündet das Schild an der Tür. > mehr


03.04.2018 - IDEENGESCHICHTE

"Neu-Kythera" oder der Traum vom Paradies

Vor 250 Jahren landete der franzoesische Seefahrer Bougainville auf Tahiti

„Die Theologen und philosophischen Weisen“, schrieb Columbus Anfang 1493 auf der Rückreise aus der Karibik an die Katholischen Majestäten von Spanien, „haben mit ihrer Behauptung wohl Recht, dass das irdische Paradies im äußersten Osten liegt, da dieser ein überaus mildes Klima besitzt. Und jene Inseln, die ich jetzt entdeckt habe, sind das Ende des Ostens.“ Die Suche nach dem irdischen Paradies – das war neben der Gier nach Gold und nach Gewürzen und dem Wunsch, im Rücken des osmanischen Reiches einen Bündnispartner zu gewinnen, eines der Motive, die hinter Columbus‘ Expedition standen. Es gehörte zu den großen Enttäuschungen des Entdeckers, dass er dieses Paradies niemals finden konnte, obwohl er doch so sicher war, dass es ganz nah sein müsste. „Niemand kann dorthin gelangen, es sei denn durch Gottes Willen“, schrieb er 1498 in einer Mischung von Resignation und Hoffnung. > mehr


30.03.2018 - RELIGIONSGESCHICHTE

Betrug, Halluzination, Scheintod - oder eine übernatürliche Realität?

Streit um die Auferstehung Christi

Die historische und philologische Forschungsarbeit am Neuen Testament begann mit einem Skandal. Zwischen 1774 und 1778 brachte Gotthold Ephraim Lessing sieben Textfragmente eines ungenannten Verfassers heraus. Fragment Nr. 6, das 1777 herauskam, behauptete nicht mehr und nicht weniger, als dass die Beweise aus der Bibel für die Auferstehung Jesu „vor dem Richterstuhl der Vernunft in Ewigkeit nicht bestehen“ könnten. Der damals unbekannte Verfasser war der 1768 verstorbene Hamburger Gymnasialprofessor für orientalische Sprachen, Hermann Samuel Reimarus, der in der Öffentlichkeit durch mehrere Abhandlungen über die „natürliche Religion“ hervorgetreten war. Darin hatte er nach dem Vorbild englischer und französischer Philosophen den sogenannten „Deismus“ vertreten, den Versuch eines Gottesglaubens, der von den Offenbarungen der Bibel absehen wollte. > mehr


25.03.2018 - IDEENGESCHICHTE

Riesen - bedrohlich oder hilfsbereit, gutmütig oder bösartig

Die Umdeutung "heidnischer" Glaubensvorstellungen

Die britische Insel, erzählte im 12. Jahrhundert der englische Geschichtsschreiber Geoffrey of Monmouth, war bereits in grauer Vorzeit „überaus einladend wegen der schönen Lage ihrer verschiedenen Regionen, ihrer Wälder und der großen Anzahl von Flüssen, die von Fischen wimmelten“. Brutus, ein Abkömmling von Trojanern, die bei der Eroberung der Stadt durch die Griechen geflüchtet waren, und seine Gefährten wurden von dem heftigen Wunsch erfasst, dort zu leben. Die Insel war allerdings schon bevölkert, dort lebten heidnische Riesen, so stark, dass sie mit Leichtigkeit Bäume ausreißen konnten. Eines Tages, während sich die Neuankömmlinge im Gottesdienst befanden, griffen die Riesen sie an. Das gab die Rechtfertigung, diese Ureinwohner zu töten. Für den mittelalterlichen Geschichtsschreiber, formuliert die Würzburger Ethnologin Susanne Dinkl, waren die Riesen „suspekte Erdrandbewohner“, sie markierten eine Grenze christlicher Mission und abendländischer Kultur, die in einem Prozess der Mission und Zivilisation immer weiter hinausgedrängt wurde. > mehr


21.03.2018 - GESCHICHTE

Die Militanten waren in der Minderheit - und stellten doch immer wieder die Weichen

Peter H. Wilson über den Dreissigjährigen Krieg

2008, stellt der Kriegshistoriker Peter H. Wilson von der University of Oxford fest, hätte Mitteleuropa einen Rekord feiern können. Zuvor galt die Epoche zwischen dem Reichstag zu Augsburg 1555 und dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges 1618 als die längste Friedensperiode in der deutschen Geschichte. Nun, 63 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, konnte diese Zeitspanne übertroffen werden. Als am Morgen des 23. Mai 1618 Vertreter der böhmischen Stände drei Räte ihres Landesherrn, des habsburgischen Kaisers, aus einem Fenster der Prager Burg warfen, ahnte noch niemand, dass sich daraus ein großer europäischer Krieg entwickeln würde. In den frühen 1620er Jahren, berichtet Wilson, begannen einige Chronisten zu zählen, sie sprachen von einem „fünf“- oder „sechsjährigen Krieg“, bis es schließlich 30 Jahre wurden. > mehr


17.03.2018 - ENGLISCHE LITERATUR

"Ein sorglos gemachtes, artiges, unsinnvolles, gutgelauntes Buch"

Vor 250 Jahren verstarb Laurence Sterne

Ohne den englischen Schriftsteller Laurence Sterne wäre die deutsche Sprache ärmer. Als sich nach dem Erscheinen seiner „Sentimental Journey Through France und Italy“ 1768 der Übersetzer Johann Joachim Christoph Bode daranmachte, den Roman ins Deutsche zu übertragen, wusste er nicht so recht, wie er „sentimental“ wiedergeben sollte. Er zog seinen Freund Gotthold Ephraim Lessing zu Rate. Der schlug eine ganz neue Wortprägung vor: „empfindsam“. Der Neologismus machte Karriere. Heute wird die Epoche der Aufklärung auch als „Zeitalter der Empfindsamkeit“ bezeichnet. Und mit diesem Buch gewann auch der Schriftsteller selbst, der am 18. März 1768, vor 250 Jahren, in London an der Tuberkulose verstarb, auch auf dem Kontinent seinen Ruhm. Dass Sterne bald als Herold der empfindsamen Bewegung verehrt wurde, beruht halb und halb allerdings auf einem Missverständnis. > mehr

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