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20.02.2018 - KULTURGESCHICHTE

Mein Leben gehoert mir, mein Tod gehoert mir

Die Umwertung des Suizids in der Moderne

Noch vor wenigen Jahrzehnten wäre es in der deutschen Sprache gar nicht so einfach gewesen, das Phänomen zu benennen, ohne im von vornherein eine Wertung mitzugeben. Im 17. Jahrhundert war in der Juristensprache als Wiedergabe des neulateinischen „suicidium“ das Wort „Selbstmord“ aufgekommen. Ähnlich hatte Martin Luther einmal von „sein selbs mörder“ gesprochen, vom „Mörder seiner selbst“. Selbstmord wurde als Form des Mordes angesehen, unter theologischer und ethischer wie unter juristischer Perspektive. Als Alternative kam um 1900 das Wort „Freitod“ auf, nicht weniger wertend, doch in entgegengesetzter Richtung. Der Versuch, „suicidium“ wertneutral als „Selbsttötung“ zu übersetzen, konnte sich niemals recht durchsetzen, dieser Ausdruck klingt allzu künstlich. Inzwischen ist das Fremdwort „Suizid“ in die deutsche Umgangssprache eingegangen, es füllte sichtlich eine Lücke. > mehr

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12.02.2018 - KULTURGESCHICHTE

Weise Narren und rechte Toren

Von Aesop bis zu Duerrenmatts "Physikern"

Es war im November 1315. Herzog Leopold von Österreich rückte mit seinem Ritterheer zu einer Expedition gegen die Bauern von Schwyz aus. Mit ernsthaftem Widerstand rechnete Leopold nicht. Nur sein Hofnarr Hans Kuony von Stocken warnte: „Ihr wisst, wie Ihr nach Schwyz reinkommt, aber nicht, wie wieder raus.“ Der Narr behielt Recht: Die kampferprobten Schweizer Bauern brachten den stolzen Rittern eine empfindliche Niederlage bei. Die Confoederatio Helvetica heute sieht in der Schlacht von Morgarten eines ihrer Gründungsdaten. Doch auch eine der wichtigsten Institutionen der Schwäbisch-Alemannischen Fasnacht, das „Hohe Grobgünstige Narrengericht“ zu Stockach, leitet sich davon ab. > mehr


08.02.2018 - KARNEVAL

"Die Kirche erlaubt eine ehrliche Wolllustbarkeit"

Der Karneval im Streit der Weltanschauungen

Anfang 1983 fanden die Einwohner von Freiburg im Breisgau in ihren Briefkästen einen Handzettel der „Evangelischen Volks- und Schriftenmission“ Lemgo vor, überschrieben „Karneval – nein danke!“ Manchem Empfänger werden die Autoren damit aus dem Herzen gesprochen haben. Der Karneval bringt jedes Mal eine Spaltung der Gesellschaft mit sich: Kaum hat das neue Jahr begonnen, schunkelt sich die eine Hälfte in den Ausnahmezustand, während die andere Hälfte fassungslos zusieht oder auch lieber wegschauen möchte. Aber natürlich wollten die Autoren nicht nur ihren Widerwillen gegen die kollektiv verordnete Fröhlichkeit ausdrücken, sie machten zugleich einem jahrhundertealten theologischen Unbehagen an den Karnevalsbräuchen Luft. > mehr


04.02.2018 - KULTURGESCHICHTE

Als das Wissen zum Massenprodukt wurde

Vor 550 Jahren starb Johannes Gutenberg

Als sich im späten 15. Jahrhundert die neu erfundene Druckkunst über Europa verbreitete, war es nicht zuletzt die Kirche, die gern die Möglichkeit nutzte, Bibeln und Mess- und Gebetbücher nun nicht mehr von Mönchen einzeln abschreiben zu lassen. In manchen Klöstern, erzählte man sich, soll es allerdings üblich gewesen sein, bei jedem gedruckten Exemplar einzeln Korrektur zu lesen: Dass alle Bücher einer Ausgabe Wort für Wort und Buchstabe für Buchstabe denselben Text boten, habe man sich einfach nicht vorstellen können. Die Entwicklung von Computer und Internet in den letzten Jahrzehnten hat uns hinreichend vor Augen geführt, wie leicht auch wir heutzutage uns vor „Neuland“ geführt sehen – und wie schwer wir uns dann oft tun. > mehr


26.01.2018 - DEUTSCHE LITERATUR

Ein Virtuose der Verinnerlichung

Vor 150 Jahren starb Adalbert Stifter

„Drei starke Bände!“, stöhnte der Schriftstellerkollege Friedrich Hebbel, verfasst in einer „aufs Breite und Breiteste angelegten Beschreibungsnatur“. „Wir glauben nichts zu riskieren, wenn wir demjenigen, der beweisen kann, dass er sie ausgelesen hat, ohne als Kunstrichter dazu verpflichtet zu sein, die Krone von Polen versprechen.“ Stein des Anstoßes war Adalbert Stifters Roman „Der Nachsommer“. Viele Leser werden Hebbel zustimmen: Stifter gilt als der langweiligste, der altväterlichste unter allen Klassikern der deutschen Literatur. Es gab auch andere Stimmen. Friedrich Nietzsche sah „eine verklärte reine Herbstlichkeit im Genießen und im Reifwerdenlassen“; der „Nachsommer“ sei „im Grunde das einzige deutsche Buch nach Goethe, das für mich Zauber hat“. > mehr


16.01.2018 - FORENSIK

Wer war Theo der Pfeifenraucher?

Gerichtsmedizin im Dienste der Archaeologie

An der linken Schläfe war eine schwere Verletzung festzustellen. Das Ergebnis eines Hiebs, meinte der Anthropologe Wilhelm Gieseler, als er den Schädel 1974 untersuchte. Es könnte eine gewaltsame Auseinandersetzung gegeben haben, mit tödlichen Folgen für das Opfer. Die zweite Verletzung, hinten an der Schädelbasis, brachte Gieseler auf eine noch viel spektakulärere Hypothese: Nach der Trennung vom Rumpf sei der Schädel geöffnet worden, um ihm das Gehirn zwecks Verzehr zu entnehmen. Diese Umstände veranlassten jedoch keinen Staatsanwalt, Anklage gegen Unbekannt zu erheben. Das Opfer hatte vor 250.000 oder 300.000 Jahren gelebt. > mehr


10.01.2018 - IDEENGESCHICHTE

Kämpfende Schreiber und schreibende Kämpfer

Die Marxisten der ersten Stunde - Geschichte einer Faszination

„Mich reut die Stunde, die nicht Harnisch trug! Mich reut der Tag, der keine Wunden schlug! Mich reut – ich streu‘ mir Asche auf das Haupt – dass ich nicht fester noch an Sieg geglaubt!“ Der Schweizer Dichter C. F. Meyers legte diese pathetischen Zeilen 1872 dem Humanisten Ulrich von Hutten in den Mund. Das Versepos „Huttens letzte Tage“ wurde eine der Lieblingslektüren von Rosa Luxemburg. In einem Brief an eine Freundin überlegte sie, ob es nicht sinnvoll sei, ein Zitat daraus auf ihren Grabstein setzen zu lassen. Luxemburg, schreibt die Historikerin Christina Morina von der Universität Amsterdam in ihrer Studie über die „Erfindung des Marxismus“, identifizierte sich ein Leben lang mit Ulrich von Hutten. > mehr


04.01.2018 - BRAUCHTUM

Sternsinger, Wallfahrer und Bohnenkönige

Braeuche rund um das Dreikönigsfest

Es war eines der beliebtesten Motive in der holländischen Genremalerei des 17. Jahrhunderts. Inmitten einer fröhlichen Tafelrunde sitzt ein würdiger Herr mit Krone auf dem Haupt, er hebt gerade sein Glas zum Mund, die Menschen um ihn herum lassen ihn hochleben. Offenbar nicht zum ersten Mal, zum Beispiel auf einem Gemälde von Jakob Jordaens, das um 1650 entstand, sieht man, wie unten links bereits jemand betrunken zu Boden gesunken ist. Früher wurde dieser Brauch in vielen Ländern Europas am Vorabend des Dreikönigsfestes geübt. In Frankreich besteht er noch heute. Entweder durch Wahl oder durch das Los bestimmt die Festgesellschaft einen „König“. Der Brauch ist seit dem 13. Jahrhundert belegt. Es war naheliegend, diesen Brauch am Dreikönigsfest auszuüben. > mehr


28.12.2017 - ZOOLOGIE

Leben im Energiesparmodus

Der Winterschlaf - wenn der koerpereigene Thermostat heruntergedreht wird

Science-fiction-Filme wie Ridley Scotts „Alien“ haben es vorgemacht: Dass die Entfernungen im Weltraum sich nach vielen Lichtjahren bemessen, stellt die Menschheit nicht vor unüberwindliche Schwierigkeiten. Auch innerhalb der begrenzten Lebenszeit, die uns gegeben ist, sind Reisen zu den Sternen möglich – wenn man nämlich die Astronauten in einen Kälteschlaf versetzt. Dann würden sie viel langsamer altern. Inzwischen soll bei der NASA überlegt werden, ob sich dergleichen nicht tatsächlich bei Reisen zum Mars einsetzen ließe. Voller Neid blicken wir da zum Beispiel auf die Fledermäuse. > mehr

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