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25.06.2019 - SPORT

Helden im postheroischen Zeitalter

Der Spitzensport und sein Publikum

„Unglücklich das Land, das keine Helden hat!“, ruft Galileo Galileis Schüler Andrea in Bertolt Brechts Stück aus. Sein Lehrer berichtigt ihn: „Nein. Unglücklich das Land, das Helden nötig hat.“ Eine Stelle, die jedes Mal Szenenapplaus hervorruft. Im Beifall zum Dichterwort bekräftigt das Publikum seine, wie der Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler es 2015 ausdrückte, „postheroische“ Einstellung. Gerade auf dem klassischen Feld von „Helden“ und „Heldentaten“, im Militärischen, ist uns der Gedanke, da sei irgendetwas verehrungswürdig, abhanden gekommen. Wenn es allerdings darum geht, Menschenleben zu retten – zum Beispiel nach dem Anschlag auf das World Trade Center 2001 – sprechen wir eben doch von Helden. Und auf einem Gebiet ist von „Helden“ geradezu inflationär die Rede: im Sport. > mehr

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18.06.2019 - GESCHICHTE

Bewundert viel und viel gescholten

Vor 500 Jahren starb Lucrezia Borgia, Papsttochter und Herzogin von Ferrara

Eine blonde Frau mit braunen Augen. In der rechten Hand trägt sie einen kleinen Blumenstrauß, die Kopfbedeckung ist von Buchsbaumzweigen umfasst. Der Schmuck um den Hals und auf der Stirn lässt vermuten, dass eine vermögende Dame dargestellt ist. Die linke Brust ist entblößt. „Weibliches Idealbildnis“, vermerkt der Katalog des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main zum Gemälde des italienischen Renaissancemalers Bartolomeo Veneto, das vielleicht 1517 oder 1518 entstand, „gekleidet als Frühlingsgöttin Flora“. Andere Erläuterungen werden deutlicher: „Idealbildnis einer Kurtisane“. Das hat nicht daran gehindert, dass Venetos „Kurtisane“ gern als Portrait der Papsttochter Lucrezia Borgia gehandelt wurde, die zu dieser Zeit längst Herzogin von Ferrara war und dort als Muster eines sittsamen Lebenswandels gepriesen wurde. > mehr


13.06.2019 - MUSIKTHEATER

"Sie könnte Tote erwecken, diese Musik"

Vor 200 Jahren wurde Jacques Offenbach geboren

Es war am 8. Dezember 1881. Im Wiener Ringtheater sollte „Hoffmanns Erzählungen“ gegeben werden, das letzte Werk von Jacques Offenbach, der im Jahr zuvor in Paris verstorben war. Als zu Beginn der Vorstellung der Gasbrenner auf der Hinterbühne angezündet wurde, gerieten Teile der Dekoration in Brand. Ein heftiger Luftstoß trieb Hitze und Rauch in den vollbesetzten Zuschauerraum. Etwa 400 Menschen fielen den Flammen zum Opfer. Die Musikwelt war erschüttert. Nein, nicht die ganze Musikwelt. „Wer in einem solchen Theater beisammensitzt, ist das nichtsnutzigste Volk“, kommentierte Richard Wagner. Wenn so und so viele aus dieser Gesellschaft umkommen, während sie einer Offenbachschen Operette beiwohnen, worin sich auch nicht ein Zug von moralischer Größe zeigt, das lässt mich gleichgültig, das berührt mich kaum.“ > mehr


06.06.2019 - RELIGIONSGESCHICHTE

"Bis an die Grenzen der Erde"

Der Missionsgedanke in der Religionsgeschichte

Wenn der amerikanische Erweckungsprediger Jonathan Edwards Recht behalten hätte, müssten wir seit einigen Jahren in einem irdischen Paradies leben. 1749 entwickelte er einen Plan für die folgenden zweieinhalb Jahrhunderte: „Bis 1800 könnte in dem protestantischen Teil der Welt die wahre Religion die Oberhand gewonnen haben.“ „Im nächsten halben Jahrhundert müsste dann das päpstliche Reich des Antichristen überwältigt und in den folgenden 50 Jahren die mohammedanische Welt unterworfen und die jüdische Welt bekehrt werden.“ „Dann stünde noch ein ganzes Jahrhundert zur Verfügung, um die gesamte Heidenwelt zu erleuchten“, „sowie alle Häresien, Schismen, Schwärmereien, Laster und Immoralitäten auf der ganzen Welt auszurotten.“ „Hernach“ - Edwards‘ Rechnung zufolge also etwa seit dem Jahr 2000 – „wird die Welt die heilige Ruhe des Sabbats genießen.“ Ob diese Vision dem amerikanischen Politikwissenschaftler Francis Fukuyama wohl bekannt war, als er 1992 das „Ende der Geschichte“ ausrief und die weltweite Durchsetzung der „liberalen Demokratie“ mit Grundrechten und Rechtsstaatsprinzip und Marktwirtschaft prophezeite? > mehr


02.06.2019 - KULTURGESCHICHTE

Hering, Findlinge und Backsteingotik

Eine Kulturgeschichte der Ostsee, von der Eiszeit bis zur Digitalisierung

Als im Sommer 1956 schwedische Archäologen auf der kleinen Insel Helgö westlich von Stockholm Reste eines Handelsplatzes aus dem frühen Mittelalter ausgruben, da fanden sie unter anderem eine zehn Zentimeter hohe Bronzeskulptur: einen meditierenden Buddha, der auf einer Lotusblüte sitzt. Stilvergleiche zeigten, dass er etwa im 6. Jahrhundert in Nordindien angefertigt wurde, im Grenzgebiet zum heutigen Afghanistan. Etwa 200 Jahre später gelangte er in den schwedischen Boden. Ein Stück Indien an der Ostsee, im frühen Mittelalter … Man braucht nicht anzunehmen, meint der Kieler Nordeuropa-Historiker Martin Krieger in seiner neu erschienenen Kulturgeschichte des Ostseeraums, dass indische Kaufleute bis nach Schweden hin Geschäfte getätigt hätten. Wahrscheinlicher ist, dass der Buddha auf seinem Weg einige Male den Besitzer wechselte. > mehr


27.05.2019 - KÜCHE

"Die gebratenen Gänse fühlen sich geschmeichelt, wenn man sie verzehrt"

Eine Kulturgeschichte der französischen Küche

„Wie wollen Sie ein Land regieren, in dem es 246 verschiedene Käsesorten gibt?“, soll Charles de Gaulle einmal geseufzt haben. Vielleicht sind es auch ein paar Sorten mehr. Maurice Edmond Sailland alias Curnonsky, der Begründer des „Guide Michelin“, zählte in seinem „Trésor gastronomique“ von 1933 nicht weniger als 456 „fromages“ auf. Der Käse und der Champagner, die pralinés und die berühmt-berüchtigte Stopfleber – es war ein stolzer Moment für die „grande nation“, als die UNESCO am 19. 11. 2010 den „repas gastronomique des Français“ auf die Liste des immateriellen Weltkulturerbes setzte, gleichrangig mit der Kathedrale von Chartres.Der Kulturhistoriker und Restaurantkritiker Peter Peter zitiert in seiner neuen „Kulturgeschichte der französischen Küche“ eine Äußerung des Naturforschers Pierre Belon aus dem Jahr 1555: „Wir glauben, dass die anderen Nationen nicht so viele Gerichte in ihrer Sprache aufzuzählen wüssten wie die Franzosen.“ > mehr


20.05.2019 - PHILOSOPHIE

Bildhauerarbeit an sich selbst

Diskussionen um die Lebenskunst in Antike und Gegenwart

„Lebenskunst ist die Kunst des Weglassens“, sagte einmal Coco Chanel. „Das fängt beim Reden an und endet beim Décolleté“. Ob die Modedesignerin wohl ahnte, wie intensiv sie sich mit ihrem leicht dahingeworfenen Bonmot an die philosophischen Reflexionen zum Thema „Glückseligkeit“ seit der Antike anschloss? Im Zeitalter des Hellenismus hatten die Vertreter der stoischen wie der epikureischen Schule gelehrt, der geeignete Weg zur Ausgeglichenheit und zum inneren Frieden bestehe in einem „Weglassen“, nämlich in der Kunst, seine Bedürfnisse zu reduzieren. Es sei nicht ein Zuwenig an Sinnerfüllung, das uns unglücklich mache, sondern ein Zuviel an Sinnerwartung. Der Kölner Erziehungswissenschaftler Jörg Zirfas und der Berliner Psychotherapeut Günter Gödde haben einen umfangreichen Sammelband mit fast 50 Artikeln zum Thema „Lebenskunst“ erstellt. > mehr


12.05.2019 - DEUTSCHE GESCHICHTE

Die Geburtsstunde Deutschlands?

Vor 1.100 Jahren wurde der Sachsenherzog Heinrich zum König des Ostfränkischen Reiches gewaehlt

„Herr Heinrich saß am Vogelherd“, dichtete 1835 der österreichische Schriftsteller Johann Nepomuk Vogl, „recht froh und wohlgemut“, „Herr Heinrich schaut so fröhlich drein; wie schön ist heut‘ die Welt!“ Doch die Idylle hat keinen Bestand. „Der Staub wallt auf, der Hufschlag dröhnt“, „es hält der Tross vor‘m Herzog plötzlich an.“ „Hoch lebe Kaiser Heinrich, hoch!“, „s‘ist deutschen Reiches Will‘.“ In der Vertonung, die der pommersche Komponist Carl Loewe dem Gedicht gab, hat sich die Schilderung dem kollektiven Gedächtnis eingeprägt: So, ja so muss es abgelaufen sein, als im Frühjahr 919 das „Kaiserreich der Deutschen“ entstand. Wenn es jemand nicht glauben will: In Quedlinburg ist heute noch der „Finkenherd“ zu sehen, ein Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert, das präzise an der Stelle stehen soll, wo einer Legende aus dem hohen Mittelalter zufolge der Sachsenherzog Heinrich bei der Vogeljagd von der Nachricht überrascht wurde, er sei zum König des Ostfränkischen Reiches gewählt worden. > mehr


07.05.2019 - POPULAERKULTUR

Scheppernde Musik, lange Haare, ekstatische Gliederverrenkungen

Die "Pop Society" in den 1950ern und 1960ern

Die Rolling Stones waren noch gar nicht aufgetreten, als bereits Feuerwerkskörper gezündet wurden, Schuhe und Unterwäsche flogen auf die Bühne. Nur mit viel Mühe konnten Ordner die Bühne für die Musiker freihalten. Zehn Minuten, nachdem Mick Jagger & Co. zu spielen begonnen hatten, stürmten einige Dutzend Fans das Podium, sie wollten unbedingt gleich neben ihren Idolen stehen. Polizisten räumten die Bühne mit dem Knüppel, damit das Programm fortgesetzt werden konnte. Viele der Zuschauer stiegen auf die Bänke und hüpften rhythmisch, bis die ersten Bretter splitterten. Das Konzert der Rolling Stones 1965 in Berlin war einer der Höhepunkte der „Jugendkultur“ der 60er Jahre. > mehr

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