Dossier
Die Germanen und ihre Nachbarn

 

"O, schaurig ist's, über's Moor zu gehn"
Das Landesmuseum in Oldenburg präsentiert zwei Jahrhunderte Moorarchäologie

„Durch seine Wälder unheimlich, durch die Sümpfe abstoßend“, beschrieb einst der Historiker Tacitus die Landschaften Germaniens, die Roms Legionen nicht unter ihre Kontrolle zu bringen vermochten. Von Wäldern haben wir heute noch einen Begriff. Aber wie viele der Schüler, die heute diesen Satz des Tacitus im Latein- oder Geschichtsunterricht lesen, sind einmal durch einen Sumpf oder ein Moor gegangen? Jetzt präsentiert das Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg seine Funde aus den Mooren Niedersachsens in einer umfassenden Sonderausstellung, voran natürlich die berühmten Moorleichen > mehr





Taschenkalender für Ackerbauern
Die Himmelsscheibe von Nebra - neue Erkenntnisse zu Material, Technik und Motiv

Viele dachten an eine Fälschung: dass die „Himmelsscheibe von Nebra“ ausgerechnet in Sachsen-Anhalt gefunden wurde, fernab von allen Zentren der Weltkultur, passt so gar nicht in unser Geschichtsbild. Jetzt haben Naturwissenschaftler die Echtheit der Scheibe bestätigt. Und allmählich wird auch klar, welche Funktion ihr bei der Herstellung im 2. Jahrtausend vor Christus zugedacht war. > mehr





Die Gürtelbeschläge der alten Germanen
Über das problematische Verhältnis von Archäologie, Geschichtsschreibung und Politik

Wenn interessierte Laien eine Ausgrabungsstätte besichtigen, dann stellen sie immer wieder zwei Fragen: erstens, ob man schon Gold oder andere Schätze gefunden habe, und zweitens, um wen es sich bei den Menschen, die dort gelebt haben und bestattet wurden, denn gehandelt habe, um Germanen, Römer, Kelten, Slawen? Mit ihren Lösungsversuchen finden sich die Wissenschaftler dann auch gleich auf politischen Minenfeldern wieder. Eine Dresdner Forschergruppe hat das schwierige Dreiecksverhältnis zwischen Archäologie, Geschichtsschreibung und Politik unter die Lupe genommen. > mehr




Schmelztiegel oder Krieg der Kulturen?
Kelten, Römer und Germanen am Rhein

"Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie ... Und dann kam ein griechischer Arzt dazu oder ein keltischer Legionär ...“ Carl Zuckmayer in "Des Teufels General". Im Vorfeld des 2000-Jahr-Jubiläums der Schlacht im Teutoburger Wald präsentiert das Rheinische Landesmuseum Bonn das Mit- und Gegeneinander von Kelten, Römern und Germanen am Rhein. > mehr




... und alle Fragen offen
2.000 Jahre nach der Varusschlacht im Teutoburger Wald

"Hier, vor deutschen Menschen, wagen Sie es, die ungeheure Tat, die am Beginn der deutschen Geschichte steht, als sinnlos zu bezeichnen?" Feuchtwanger-Leser werden sich erinnern: So brüllt der Lehrer Dr. Vogelsang, als sein Schüler Berthold Oppermann die These in den Raum gestellt hatte, die Schlacht im Teutoburger Wald im Jahr 9 nch Christus sei praktisch weitgehend folgenlos geblieben ... Aber vielleicht hatte Berthold ja Recht. Wie ein Tübinger Historiker darstellt, kam die entscheidende Wende in Roms Germanienpolitik erst etwa sieben Jahre später. > mehr




Die gerettete Freiheit in Germaniens Wäldern
Vor 2.000 Jahren vernichteten germanische Stämme drei römische Legionen im "Teutoburger Wald""

Heil dem Helden Armin, auf den Schild hebet ihn, zeigt ihn den unsterblichen Ahnen, solche Führer wie der, gib uns, Wodan, mehr! Und die Welt, sie gehört den Germanen!" So reimte der Romancier Felix Dahn ("Ein Kampf um Rom") in seinem "Siegesgesang nach der Varusschlacht". Gemeint war nicht bloß die Niederlage des römischen Feldherrn Varus im Jahre 9 nach Christus gegen den Cheruskerfürsten Arminius ... Aus Anlass des zweitausendsten Jahrestages ein Rückblick auf die Nachwirkungen des Ereignisses im deutschen Geschichtsbewusstsein. > mehr