Dossier:
Dialog der Religionen

 

Zwei undankbare Töchter
Christen, Juden und Heiden in der Philosophie der Neuzeit

"Dass nichts, was die Nazis den Juden angetan haben, ihnen nicht auch von der katholischen Kirche angetan wurde", hat Max Horkheimer einmal behauptet. Das wäre, wörtlich verstanden, zweifellos eine Verharmlosung des Holocaust; aber ganz falsch ist es nicht: Dem modernen, rassistischen Antisemitismus gingen zweitausend Jahre eines religiös motivierten Antijudaismus voraus. Der Philosoph Horst Althaus hat eine umfassende Studie über die Rezeption dieses Dreierschemas Christen - Juden - Heiden in der Philosophie der Neuzeit vorgelegt. > mehr


"Für die Bekehrung der Juden"
Eklat auf dem Katholikentag in Osnabrück - der Dialog mit dem Judentum ist gefährdet

Damit wird Papst Benedikt XVI. nicht gerechnet haben, als er für die wieder zugelassene lateinische Liturgie einige Worte in den Karfreitagsgebeten änderte: „Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott, unser Herr, ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.“ Es hagelte Proteste, führende Vertreter des Judentums sehen dem Dialog mit der katholischen Kirche die Basis entzogen. Es ist nicht die erste Änderung dieser Gebetsformel in den letzten Jahrzehnten. Bis zu Papst Johannes XXIII. sprach der Text von den "treulosen Juden". > mehr


Zerrspiegel einer Religion
Eine Neuerscheinung über "Das Islambild im Abendland"

"Mit dem Islam hat sich das Christentum nicht auseinander zu setzen. Er besitzt keine geistige Originalität und ist nicht eine Religion, in der ein tiefes Denken über Gott und die Welt vorliegt", Albert Schweitzer 1922. In der Reihe "Bausteine zur Mensching-Forschung", die nach dem 1978 verstorbenen Bonner Religionswissenschaftler Gustav Mensching benannt ist, erschien jetzt ein Band, in dem das Selbstverständnis der Religion des Propheten Mohammed mit ihrer Darstellung in Europa, bis hin zu den Massenmedien der Gegenwart, kontrastiert wird. > mehr