Dossier
Rund um das Osterfest

 

Eierlegendes Säugetier mit neun Buchstaben
Die Ursprünge des Osterhasen und der Ostereier

"Eierlegendes Säugetier mit neun Buchstaben? Zu dieser Jahreszeit muss das wohl der Osterhase sein; Schnabeltier mit elf Buchstaben würde auch gar nicht passen. Wie aber kommt diese Säugetierart eigentlich zum Eierlegen? "Osterhase und Ostereier gehen auf die germanische Göttin Ostara zurück", lesen wir alle Jahre wieder. 1982 war in einer Tageszeitung die "germanische Ostergöttin" sogar im Bild dargestellt, mitsamt ihren "heiligen Tieren" Hase und Storch.
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"Deine Toten werden leben ..."
Aus der Geschichte des Auferstehungsgedankens

"Das wunderschöne Jünglingsbild, es liegt am Boden blass und tot, das Blut färbt alle Blumen rot, und Klagelaut die Luft erfüllt ..." Auch ein Karfreitagslied, wenn man so will; aber der Klagelaut in Heinrich Heines "Frühlingsfeier" trägt den Namen Adonis. Der sterbende Gott ist keine Idee, die nur im Christentum vorkäme, der Alte Orient und das alte Ägypten kannten sterbende und wiederauferstehende Götter – Adonis, Attis, Tammuz, Osiris. Der Kreislauf der Jahreszeiten mag solche Gedanken mit angeregt haben, ebenso der Gestaltwandel des Mondes.
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"Es gibt nichts Eigenartigeres und nichts Größeres"
Ostern in Rom - in den Berichten von Reisenden 

Karwoche und Ostern in Rom: Seit dem 17. Jahrhundert war das ein Pflichtpunkt im Programm aller Bildungsreisen durch Europa. Johann Caspar Goethe, Frankfurter Patrizier, der Vater des Dichters, zeigte sich überrascht von der Weltläufigkeit in der päpstlichen Residenz: "Ich habe mich zusammen mit einigen anderen unter die Schar gewagt, die vor dem Hochaltar kniete, und blieb während der gesamten feierlichen Handlung unbeirrt stehen, ohne dass irgend jemand auf den Gedanken gekommen wäre, mich dazu zu zwingen, ebenfalls auf die Knie zu fallen und den Reliquien zu huldigen." > mehr




"Das Grün aus allen Gräbern bricht ..."
Eine Tour d'horizon durch die Karfreitags- und Osterpoesie

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick; im Tale grünet Hoffnungsglück; der alte Winter, in seiner Schwäche, zog sich in raue Berge zurück ..." Der Osterspaziergang in Goethes "Faust I", von allen Versen, die in deutscher Sprache auf das Osterfest gedichtet wurden, sicherlich de bekanntesten. Dabei ist von Ostern, dem Fest der Auferstehung Christi, zunächst einmal gar nicht die Rede, vielmehr vom Frühling: "Die Sonne duldet kein Weißes ... Alles will sie mit Farben beleben ..." Erst ein paar Verse später wird ein Zusammenhang hergestellt: "Jeder sonnt sich heute so gern. Sie feiern die Auferstehung des Herrn, denn sie sind selber auferstanden, aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern ... sind sie alle ans Licht gebracht." > mehr