| Wanderpediger und Wunderheiler Was man über das Leben Jesu wissen kann und was nicht
Der Verkünder des Gottesreiches, ganz im Sinne der späteren christlichen Tradition, und der orthodoxe Juden, der politische Rebell gegen die römische Besatzungsmacht und der religiöse Rebell gegen die jüdische Tradition, der Anhänger der exklusiven Essener-Gemeinde und der Prediger einer nach wie vor aktuellen Morallehre: Der verschiedenen Jesusbilder in populären Darstellungen sind Legion. Zum Karfreitag ein Blick auf die Probleme einer Leben-Jesu-Forschung. > mehr
Planetenkonjunktion und Sonnenfinsternis Zu astronomischen Spielereien mit dem Neuen Testament
Vor genau 2.000 Jahren saß der zwölfjährige Jesus in Jerusalem im Tempel und diskutierte mit den Schriftgelehrten. So jedenfalls ergibt es sich aus der populären Chronologie der Geschehnisse im Neuen Testament, wie sie uns zu Weihnachten und Ostern in manchen Magazinsendungen immer wieder nahe gebracht wird, der Stern von Bethlehem und so weiter. Ein Blick auf die vielfältigen Versuche, Leben und Tod Jesu astronomisch präzise zu datieren. > mehr
"Was gesagt ist durch die Propheten" Die Weihnachtsgeschichte und ihre Grundlagen im Alten Testament
"Es begab sich zu dieser Zeit, dass Jesus aus Nazareth in Galiläa kam“, heißt es im Markus-Evangelium. Das ist die älteste bekannte Nachricht über Jesu Familie: „aus Nazareth in Galiläa“; vielleicht wird damit auch der Geburtsort korrekt bezeichnet. Wieso aber berichten Matthäus und Lukas einhellig von Bethlehem? Moderne Historiker antworten: Dieser Ort war im Alten Testament angekündigt: "Und du, Bethlehem, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei.“ Ähnlich steht es mit anderen Einzelheiten aus der Geburtsgeschichte Jesu, von den Weisen aus dem Morgenland bis zur Flucht nach Ägypten. > mehr
"Es wird ein Stern aufgehen aus Jakob" Die Heiligen drei Könige in Legende und Brauchtum
„Da kamen die Weisen vom Morgenland gen Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihm zu huldigen.“ Es wird wenige Stellen in der Bibel gegeben, die eine derartige Fülle von Spekulationen hervorgerufen haben wie diese schlichten Sätze im Matthäusevangelium. Seit Jahrhunderten bemühen sich Astronomen, jenen Stern ausfindig zu machen, der irgendwann in den Jahren vor der Zeitenwende den Anlass für diese Pilgerfahrt der „Weisen“ gegeben haben könnte. Zum Dreikönigstag ein Streifzug durch Legende und Brauchtum um die Weisen aus dem Morgenland. > mehr
"Wie soll das geschehen?" Die jungfräuliche Geburt Jesu - eine sehr unmoderne Seite der Weihnachtsgeschichte
„Wie könnte ich einen Sohn bekommen, wo mich kein Mann berührt hat und ich nicht unkeusch gewesen bin?“ Der Engel antwortete: „Also sprach dein Herr: Das ist mir ein leichtes." Unverkennbar eine Weihnachtsgeschichte; tatsächlich geht es um Maria und die bevorstehende Geburt Jesu. Aber der Text stammt nicht aus dem Neuen Testament, er stammt überhaupt nicht aus einer christlichen Quelle, sondern aus dem Koran, dem heiligen Buch der Muslime. Der Islam lehnt zwar die Lehre von Jesus als dem Sohn Gottes ab, lehrt aber die jungfräuliche Geburt dieses Propheten. Zum Weihnachtsfest ein Blick auf zweitusend Jahre Diskussion um die jungfräuliche Geburt Jesu. > mehr
Sieben Dämonen und ein "Sakrileg" Maria Magdalena - von den Evangelien bis Dan Brown
Maria Magdalena war die Ehegefährtin Jesu. Diese Wahrheit wurde 2.000 Jahre lang unterdrückt; aber Leonardo da Vinci hat sie im Mailänder "Abendmahl" dargestellt: Der Lieblingsjünger Johannes zur Rechten des Erlösers ist in Wirklicheit Maria Magdalena ... Anlässlich des Films zu Dan Browns Bestseller "Sakrileg" blicken wir zurück in die Geschichte dieser Frauenfigur aus den Evangelien. > mehr
"Nach dem Gesetz muss er sterben" Zwischen Aufruhrverdacht und Gotteslästerung - Fragen zum Prozess Jesu
Das Römische Reich beruhte auf einem Netz von Bündnisverträgen, die den einzelnen Städten und Völkerschaften ganz verschiedene Selbstverwaltungsrechte garantierten. Aber hatte zum Beispiel die jüdische Religionsgemeinschaft die Befugnis, die Todesstrafe zu verhängen und zu vollstrecken? Die Quellen widersprechen einander: Im Neuen Testamen wie in der außerbiblischen Literatur sind mehrere solche Fälle belegt, dagegen sagen die Juden im Johannesevangelium ausdrücklich "Wir dürfen niemanden töten." Zwei Historiker der Universität Genf haben die Frage neu aufgerollt. > mehr
"Ei, eine treffliche Summe ..." Die Passionsgeschichte der Evangelien und ihre Grundlagen im Alten Testament
"Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.“ Offenbar ein poetisches Stilmittel, wie es im hebräischen Alten Testament so oft vorkommt: Ein und derselbe Vorgang wird in zwei parallelen Formulierungen dargeboten. Der Erzähler der Passionsgeschichte im Johannes-Evangelium muss den Psalmvers wohl anders verstanden haben: "Das Untergewand war aber ungenäht, von obenan in einem Stück gewebt. Da sagten sie untereinander: Lasst uns das nicht teilen, sondern darum losen, wem es gehören soll.“ > mehr
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