|  Nach Begriffen unserer Vernunft Der neue Aufsatzband von Jürgen Habermas: "Zwischen Naturalismus und Religion"
"Zwei gegenläufige Tendenzen kennzeichnen die geistige Situation der Zeit – die Ausbreitung naturalistischer Weltbilder und der wachsende Einfluss religiöser Orthodoxien." Jürgen Habermas in der Einleitung zu seinem neuen Aufsatzband "Zwischen Naturalismus und Religion". Habermas, der "religiös unmusikalische" Mensch, befasst sich mit dem Thema "Religion", bereits 2001 in seiner Friedenspreisrede, dann 2004 in einer öffentlichen Diskussion mit Kardinal Ratzinger ... Wir bringen eine Rezension des Bandes. > mehr
Woher und Wohn oder die Löcher im Käse Zwischen Desinteresse und philosophischer Reflexion - Areligiosität heute
Die leeren Kirchenbänke - außer allenfalls zu Weihnachten und zu Ostern und natürlich bei den großen "Events" - sprechen für sich. Ob diesem Rückgang an Kirchlichkeit zugleich ein Rückgang von Religiosität entspricht oder ob Religion sich bloß privatisiert hat, "unsichtbar" geworden ist, bildet unter Religionssoziologen eine heiß umkämpfte Streitfrage. Eine Ringvorlesung an der Freien Universität Berlin hat sich der "Religiosität" der Areligiösen angenommen. > mehr
Der Sprung ins Paradox des Glaubens 150. Todestag von Sören Kierkegaard am 11. November
"Die Christenheit hat das Christentum abgeschafft, ohne es selbst richtig zu entdecken; die Folge ist, dass man versuchen muss, das Christentum wieder in die Christenheit einzuführen." Vor 150 Jahren, am 11. November 1855, starb der "religiöse Schriftsteller" Sören Kierkegaard, postum über Existenzphilosophie und dialektische Theologie einer der einflussreichsten Denker des 19. Jahrhunderts. > mehr
Sehnscuht nach dem Unendlichen, nicht sein Besitz Auswege aus dem Idealismus - eine Rehabilitation der frühromantischen Philosophie
Wie wäre die Philosophiegeschichte verlaufen, wenn nicht Fichte die Diskussion in den letzten Jahren des 18. Jahrhunderts bestimmt hätten, sondern Novalis und Friedrich Schlegel? Nach gängiger Auffassung eine müßige Frage, schließlich gelten die beiden romantischen Dichter als eher laienhafte Anhänger von Fichtes Idealismus. Der Tübinger Philosoph hat das Bild jetzt korrigiert: Die Frühromantik war keine etwas unseriöse Unterfraktion des Deutschen Idealismus, sondern dessen Widerpart. > mehr
Doppelte Wahrheiit und universale Toleranz Vor 300 Jahren verstarb der Aufklärer Pierre Bayle
Dieser Philosoph habe "alle Metaphysik theoretisch um ihren Kredit gebracht", schrieb Karl Marx. Vor genau 300 Jahren ist der Aufklärer Pierre Bayle, von dem der junge Marx so begeistert war, in Rotterdam gestorben. Berühmt wurde er mit einem noch heute vergünglich zu lesenden Buch über ein astronomisches Ereignis: den Kometen, der Ende 1680 Europa in Schrecken versetzte. Bayle nahm den Schweifstern zum Anlass einer umfassenden Polemik gegen jede Art von Aberglauben. > mehr
Zwei undankbare Töchter Christen, Juden und Heiden in der Philosophie der Neuzeit
"Dass nichts, was die Nazis den Juden angetan haben, ihnen nicht auch von der katholischen Kirche angetan wurde", hat Max Horkheimer einmal behauptet. Das wäre, wörtlich verstanden, zweifellos eine Verharmlosung des Holocaust; aber ganz falsch ist es nicht: Dem modernen, rassistischen Antisemitismus gingen zweitausend Jahre eines religiös motivierten Antijudaismus voraus. Der Philosoph Horst Althaus hat eine umfassende Studie über die Rezeption dieses Dreierschemas Christen - Juden - Heiden in der Philosophie der Neuzeit vorgelegt. > mehr
Das Innere und der Nächste Eine Religionshistorikerin erzählt vom Ursprung unserer ethischen Werte
Die Frage nach einer Gemeinsamkeit der großen Weltkulturen gewinnt in unseren Tagen ungeahnte Aktualität. Vor nunmehr 60 Jahren hat der Philosoph Karl Jaspers die Vorstellung aufgebracht, dass um die Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. durch Gestalten wie Sokrates, Buddha und Konfuzius die Ursprünge unseres ethischen Bewusstseins gelegt wurden. Eine englische Religionshistorikerin hat es unternommen, Jaspers' Idee neu zu formulieren. > mehr
Das Recht auf den eigenen Himmel ... ... und auf die eigene Hölle: Toleranz und Intoleranz von Elias bis Voltaire
"Ungläubige kommen in die Hölle." Hierzulande und heuzutage fällt so etwas wohl unter den Begriff "Hasspredigt", im Rückblick auf einige Jahrtausende Religionsgeschichte ist es nicht so ungewöhnlich. Nach irdischen Maßstäben gefährlich wird es, wenn Religiöses und Politisches nicht getrennt sind. > mehr
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