| Wo Charon rudert und Kerberos wacht Das Berliner Pergamonmuseum präsentiert eine Reise in die antike Unterwelt
Schattenbilder, "gleich einem Windhauch und ganz ähnlich einem flüchtigen Traum": So werden die Verstorbenen bei Homer geschildert. Damit ist das Spektrum antiker Vorstellungen von der Unterwelt aber längst nicht erschöpft. Eine Ausstellung im Berliner Pergamonmuseum, die gemeinsam mit dem Winckelmann-Institut der Humboldt-Universität erarbeitet wurde, präsentiert eine Reise in die antike Unterwelt, mitsamt dem Versuch, die verschiedenen topographischen Angaben der Dichter in einer Karte zu vereinigen. > mehr
Freie Menschen und freie Götter Eine Destruktion des Schicksalsbegriffs in Homers Epen
"Trotz dem Schicksal", diese Formel kommt in der klassischen deutschen Homer-Übersetzung von Johann Heinrich Voß des öfteren vor. Zum Beispiel macht Göttervater Zeus sich Sorgen, der Held Achilleus könnte die Stadt Troja vorzeitig erobern, "trotz dem Schicksal". Aber kann das eigentlich sein, dass ein einzelner Mensch den schicksalhaft vorgegebenen Verlauf der Dinge ändert? Oder leitet uns der Übersetzer in die Irre? Ein Nachwuchsforscher an der Freien Universität Berlin, hat diese Frage neu aufgegriffen > mehr
Feinde des Reiches oder Feinde der Wahrheit? Religiöser Fundamentalismus in der römischen Kaiserzeit
Als 2001 die afghanischen Taliban die weltberühmten Buddhastatuen von Bamiyan sprengten, wollten sie ein Zeichen setzen: Die Welt sollte begreifen, dass der Islam – als Religion, als Kultur, als Gesellschaftsordnung – den „Heiden“ überlegen sei. Kein Einzelfall in der Religionsgeschichte. Haben wir es hier mit einer Konstante der zu tun, die es immer schon gegeben hat? Oder sind manche Religionen sozusagen von Natur aus tolerant, andere eher intolerant ? Eine Tagung an der Universität Potsdam hat sich vor zwei Jahren mit einem Ausschnitt der Religionsgeschichte befasst, der späten Antike: Damals erstritten die frühen Christen zunächst im Martyrium die Duldung ihrer Religion und setzten dann in weniger als einem Jahrhundert – und keineswegs ohne Gewalt – seine Alleinherrschaft durch. > mehr
Kaiser, Gott und Sterne "Was gut und wahr ist" - Der Christenverfolger Diokletian als Lehrer des Abendlandes
Die Christenverfolgung des 4. Jahrhunderts hat in unserem Namenskalender Spuren hinterlassen: Dutzende von Heiligen, die damals ihr Leben lassen mussten. Kaiser Diokletian machte aber noch in ganz anderer Hinsicht Schule. > mehr
Toleranz wider Willen Vor 1.700 Jahren erklärte Kaiser Galerius das Christentum zur "erlaubten Religion" im Römischen Reich
Welcher Kaiser beendete die Christenverfolgung im Römischen Reich? Nein, es war nicht Konstantin der Große, wie alle Welt glaubt. Als sich Konstantin im Februar des Jahres 313 im sogenannten "Toleranzedikt von Mailand" mit seinem Kaiserkollegen Licinius darauf einigte, alle Religionen zuzulassen, lagen im größten Teil des Römischen Reiches die letzten Verfolgungen fast zwei Jahre zurück. Am 30. April 311, vor genau 1.700 Jahren, hatte Kaiser Galerius das Christentum zur "erlaubten Religion" erklärt. "In Anbetracht unserer umfassenden Milde", verkündete Galerius im Edikt von Serdica, dem heutigen Sofia, dürften die Christen "wieder Christen sein und ihre Versammlungsstätten wieder aufbauen", unter der Voraussetzung, "dass sie nichts gegen die öffentliche Ordnung unternehmen". > mehr
Ein Philosoph auf dem Kaiserthron Die Reaktion des Julian "Apostata" gegen das Christentum
Es gibt Stoffe, mit denen sich die Historiker schwer tun, einfach deshalb, weil die Versuchung, unter dem Mantel geschichtswissenschaftlicher Aussagen doch bloß die eigenen weltanschaulichen Positionen wiederzugeben, so übermächtig ist. Solch ein Stoff ist das Leben des Julian "Apostata", jenes spätrömischen Kaisers, der eine Generation nach Konstantin versuchte, das Christentum aus seiner privilegierten Rolle wieder hinauszudrängen. Ein Team von Philosophen, Theologen und Philologen hat jetzt einen Sammelband vorgelegt, der Julians Intentionen aus geistesgeschichtlicher Perspektive beleuchten will. > mehr
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