Dossier
Sinnfragen

 

Fußballspiel und Gottesdienst
Zu einer Phänomenologie des Außeralltäglichen

In der Neuen Zürcher Zeitung war einmal zu lesen, beim Gang ins Stadion werde "eine Schwelle überschritten, welche die profane Welt für einige Stunden von der heiligen scharf abgrenzt". Bloß eine gewagte Formulierung? Eine Forschergruppe an der Universität Erlangen-Nürnberg hat nach "Sakralitätsphänomenen" gefragt - ausdrücklich im Plural, der Anspruch, so etwas wie einen "übergeschichtlichen, wesenshaften Seinskern" gefunden zu haben, wird nicht erhoben. > mehr





In Alltagskleidung nach Mittelerde
Oder wenn Filme die Sinnfrage wach halten

Menschen von heute – Menschen im christlichen Kulturkreis – ziehen ihre Hoffnungen nicht mehr aus der Bibel, sondern aus der populären Unterhaltungsindustrie, schrieb vor einem Jahrzehnt, zur Provokation konservativer Kirchenvertreter, ein Religionswissenschaftler. Praktische Theologen der Berliner Humboldt-Universität sind der Frage anhand einiger internationaler Erfolgsfilme der letzten Jahre, von "Lola rennt" bis zum "Herrn der Ringe", nachgegangen. > mehr





Im ewigen Schweigen der unendlichen Räume
Die Sehnsucht nach dem "Kontakt" - warum wir nicht allein bleiben wollen

Jubel auf der ganzen Erde: Wir sind - vielleicht, wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich - nicht allein in den unendlichen Weiten des Weltalls. Ein Bedürfnis, das mindestens 400 Jahre alt ist und mit der zunehmenden Kenntnis extraterrestrischer Welten immer dringender geworden zu sein scheint. Wir blicken zurück auf die Geschichte eines Traums. > mehr





Das autonome Individuum
Zwischen Lebenspflicht und Versicherungsfinanzen - zwei Jahrtausende Diskurs über "freiwilliges" Sterben

Umfragen zufolge spricht sich die Mehrheit der Bürger in Deutschland dafür aus, aktive direkte Sterbehilfe in Extremfällen von Strafandrohung zu befeien. Ein Viertel der Befragten fordert, dass der Wille des Betroffenen für sich allein ein hinreichendes Kriterium abgibt. Ebenfalls ein Viertel will diese "Hilfe" selbst dann erlaubt sehen, wenn der Patient nicht mehr in der Lage ist, einen eigenen Willen kundzutun. Wir blicken zurück auf zweieinhalb Jahrtausende Diskussion. > mehr




Apokalypse mit Western-Plot
Endzeiterwartungen - von der Bibel bis zur amerikanischen Nahostpolitik

Die Rede vom Weltende steht wieder auf der Tagesordnung, spätestens seit "Nine eleven" und den jüngsten Prognosen zum Klimawandel. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen haben den aktuellen Diskurs in die mehr als zweitausendjährige Tradition der Apokalyptik hineingestellt. Ein Blick in die amerikanische Populärkultur zeigt, dass die Diskussion dort beunruhigend anders verläuft als hierzulande: Apokalypse als Verheißung eines besseren Weltzustandes. > mehr




Sinnangebote in freier Kombination
Mehr als 360 religiöse Gemeinschaften in Berlin

Trotz all dessen, was seit Jahrzehnten als "Säkularisierung" beschworen wird: Der Prozess der Entstehung neuer Religionen ist offenbar keineswegs abgeschlossen. Allein in der Bundeshauptstadt haben Religionswissenschafter der Freien Universität mehr als 360 neue Bekenntnisse ausgemacht, christliche wie nicht-christliche.  > meh