Dossier
Poesie des Jahreskreislaufs

 

Schneetreiben, Marzipanschlösser, Zwerge aus Glas
Eine Tour d'horizon durch die Weihnachtspoesie

"'Donnerwetter, Kinder’, sagte er, 'das hätte ich beinahe vergessen!' 'Du hättest es ...', wiederholte seine Mutter und erstarrte ... 'Ja, beinahe vergessen, dass heut’ Weihnacht ist' ...'ich habe schon andere Weihnachten gehabt ...', fügte er hinzu und war soeben im Begriff, mit der Erzählung von einem heiligen Abend anzufangen, den er zu London in einem Tingeltangel fünfter Ordnung verlebt ..." Heiligabend bei Buddenbrooks war wohl doch nicht sehr anheimelnd. Aus Anlass des Festes eine kleine Tour durch "Weihnachtsgeschichten". > mehr




Nun schweigt eine Weile und redet nicht viel ...
Das Fastnachtsspiel - ein Blick auf die deutsche Volkskultur des 15. und 16. Jahrhunderts

Fastnacht irgendwann um 1500. In einer Kneipe wird ausgelassen gefeiert. Da öffnet sich plötzlich die Tür, einer der Eintretenden begrüßt die Gäste: "Nun schweigt eine Weile und redet nicht viel und hört, was ich euch sagen will! Hier werdet ihr hören ein Fastnachtsspiel." Eine Viertel- oder halbe Stunde lang wird eine lustige Geschichte aufgeführt – von untreuen Ehefrauen und lüsternen Pfaffen, verschlagenen Studenten und tölpelhaften Bauern. Zum Karneval blicken wir zurück auf diese Tradition des literarischen Theaterspiels, die im 16. Jahrhundert abbrach und niemals wiederbelebt werden konnte. > mehr




"Das Grün aus allen Gräbern bricht ..."
Eine Tour d'horizon durch die Karfreitags- und Osterpoesie

"Das Grün aus allen Gräbern bricht ... Es ist ein tiefes Frühlingsschauern als wie ein Auferstehungstag." Ostern und Frühling, das gehört zusammen, wenngleich natürlich nur auf der Nordhalbkugel der Erde. In den gängigen Anthologien mit Osterlyrik finden sich sogar Gedichte, die das Fest der Auferstehung und den vorangegangenen Karfreitag mit keiner Silbe erwähnen, bloß das Kommen der – hoffentlich – schönen Jahreszeit. "Das ist die Drossel, die da schlägt, der Frühling, der mein Herz bewegt ..." Zum Fest unternehmen wir einen Spaziergang durch die Karfreitags- und Osterpoesie. > mehr




"Da finden sich viel Kurzweil und Wonn'"
Der Monat Mai in Dichtung und Brauchtum

„Im Maien, im Maien ist’s lieblich und schön, da finden sich viel Kurzweil und Wonn’, Frau Nachtigall singet, die Lerche sich schwinget über Berg und Tal. Die Pforten der Erde, die schließen sich auf und lassen so manches Blümlein herauf, als Lilien und Rosen, Violen, Zeitlosen, Cypressen ...“ Ja, ja, der Wonnemonat Mai, wenn die Vögel singen und die Blumen blühen ... Ein Blick auf das Brauchtum, von Walpurgisnacht und Maibaum über die Arbeiterkundgebungen und den Muttertag bis zu den Bauernregeln - Stichwort "Eisheilige". > mehr