Von wegen "hässliche Götzenbilder"
Das Ethnologische Museum in Berlin-Dahlem präsentiert Weltkunst aus Afrika

"Primitive Kunstwerke sind ja oft für solche seltsamen Gebräuche bestimmt, bei denen es natürlich nicht darauf ankommt, ob das Bildwerk oder Gemälde von unserem Standpunkt aus schön, das heißt zauberkräftig ist." So oder so ähnlich liest man es bis heute vielfach in Darstellungen afrikanischer Kunst. Mit ihrer neuen Afrika-Ausstellung präsentieren die Staatlichen Museen Berlin Kunst aus dieser Region als Teil der Weltkunst: kaum mehr als 180 ausgewählte Objekte, aber alle von beeindruckender Qualität. > mehr




"Sich erinnern" heißt "in Messing gießen"
Kunst aus Benin im Berliner Ethnologischen Museum

Afrika - ein Kontinent ohne Geschichte? Eine Ausstellung im Berliner Ethnologischen Museum widerlegt dieses Vorurteil. Erstmals, seit 1897 die Residenz des westafrikanischen Königreiches Benin geplündert wurde, sind die Kunstschätze wieder systematisch zusammengestellt - Zeugnisse einer eigenständig afrikanischen Kunst. Die perfekte Gusstechnik veranlasste bereits vor über hundert Jahren den Leiter der Afrikaabteilung in den Berliner Museen zu dem Kompliment, selbst die besten Renaissancekünstler hätten die Skulpturen niemals besser gießen können. > mehr



Kunstwerke, die nur mit dem inneren Auge zu sehen waren
Die Nasca-Kultur kommt in die Bundeskunsthalle Bonn


Hatten die Träger der sogenannten „Nasca“-Kultur im Süden Perus, vor 2.000 oder 2.400 Jahren, bereits Heißluftballons, mit denen es möglich war, die gigantischen Scharrbilder in der Wüste von oben zu betrachten? Einige der Gravuren zeigen die größten Tierbilder, die jemals von Menschenhand geschaffen wurden. Wenn niemand sie vollständig sehen konnte, möchte man meinen, waren sie doch sinnlos. Schließlich muss es einigen Aufwand gekostet haben, die Vorlagen auf ein mehrere Quadratkilometer großes Netz zu übertragen. Die „Geoglyphen“ in der Wüste von Nasca, zwischen der Pazifikküste und den Westhängen der Anden, gehören zu den ungelösten Rätseln der Weltgeschichte, keine schriftliche Überlieferung gibt zu dieser untergegangenen Kultur im südlichen Peru Auskunft. > mehr



Aufgekauft und ausgeplündert
Bonn zeigt Kunstwerke der Dogon aus Mali

Afrikanische Kunst zu Besuch am Rhein: Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn präsentiert in einer großen Ausstellung Kunstwerke der Dogon aus Mali - Statuen und Masken aus Holz, Schmuckobjekte aus Kupfer, Bronze oder Eisen, kunstvoll verzierte Alltagsgegenstände wie Schlösser und Speichertüren ... Im Frühjahr war diese Ausstellung im Pariser Musée du quai Branly zu sehen; dort wurden die Dogon-Künstler als Teil einer Weltkunstgeschichte betrachtet, sozusagen in einer Reihe mit Phidias und Rembrandt. In Bonn wollen die Kuratoren den ästhetischen Blick mit der ethnologischen Wissenschaft zusammenbringen; die Kunst soll aus ihren Lebenszusammenhängen heraus verstanden werden. > mehr




Götter im Brennholzvorrat
"James Cook und die Entdeckung der Südsee" in der Kunsthalle Bonn

Karten und Globen, auf denen erstmals die Umrisse des neuentdeckten Kontinents Australien eingezeichnet sind, Instrumente für Navigation und Astronomie; auch so Manches, was Atmosphäre vermittelt: eine Galauniform, wie Captain Cook sie getragen haben wird, oder die "Holy Bible", die auf allen drei Reisen mit dabei gewesen sein soll - die Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn präsentiert eine umfassende Schau zu den Südseereisen des James Cook in den 1760er und 1770er Jahren. Und dann vor allem die Kunst- und Kulturgegenstände, die mit nach Europa kamen: Götter- und Ahnenfiguren, Musikinstrumente, Waffen, Haushaltsgefäße, Kleidungs- und Schmuckstücke. > mehr