Dosiser
Kunst des Mittelalters

 

Innovation im Mittelalter
"Die Staufer und Italien" - eine Ausstellung in Mannheim

Die Staufer ... Kein anderes deutsches Herrschergeschlecht hat in einem derartigen Ausmaß Anlass zur Legendenbildung gegeben. Jetzt ist in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim eine große Ausstellung zum Thema „Die Staufer und Italien“ zu sehen. Der geheime Bezugspunkt ist natürlich die legendäre Stauferausstellung 1977 in Stuttgart. In Mannheim fragen die Forscher nun nach "Innovationen" im mittelalterlichen Europa: nach Ansätzen des Neuen in den zentralen Regionen des staufischen Herrschaftsbereichs - Südwestdeutchland, Lombardei und Sizilien-Unteritalien. > mehr




Schützende Heilige über der Stadt am Rhein
850 Jahre nach Barbarossas Beutezug in Mailand - die Verehrung der Hl. Drei Könige im Kölner Schnütgen-Museum


Die Währungsreform lag noch keine vier Wochen zurück, im nunmehr vereinigten Währungsgebiet der drei Westzonen, das bald als „Trizone“ bezeichnet wurde, gab es vorläufig wenig Anlass zum Feiern. Aber am 15. August 1948 stand in Köln das 700-Jahr-Jubiläum der Grundsteinlegung des gotischen Doms an. Am Rheinufer vor der Kirche St. Maria in Lyskirchen platzierten sich tausende Menschen. Genau an dieser Stelle waren 1164 der Überlieferung zufolge die Reliquien der Heiligen Drei Könige aus Mailand in Köln angekommen und von dort in den alten, vorgotischen Dom überführt worden. In feierlicher Prozession stellten die Kölner 1948 diesen Vorgang nach. Durch die Trümmerlandschaft, die von Hunderttausenden Zuschauern belebt war, wurde der Dreikönigenschrein in den teilweise immer noch zerstörten Dom getragen und hinter dem Hochaltar aufgestellt. Der Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Frings wollte seinen Kölnern ein Zeichen der Hoffnung geben – 1164 hatten die Reliquien der Stadt zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung verholfen. > mehr



Abbilder vom himmlischen Jerusalem
Sehen und Verstehen - Schwierigkeiten mit der mittelalterlichen Sakralarchitektur

Es ist eine Crux der älteren Kunstgeschichte: Bei kaum einem Werk ist die genaue Entstehungszeit bekannt. Berühmte Ausnahme: Zur Kathedrale von Reims gibt es ein präzises Datum. Im Jahr 1210, berichtet eine zeitgenössische Chronik, sei die alte Reimser Kirche während des Festes des heiligen Johannes abgebrannt; „am selben Tag fand gegen Mittag eine Sonnenfinsternis statt“. An eben diesem Tag ein Jahr später habe Erzbischof Albéric de Humbert den Grundstein für den Neubau gelegt. So geben es die Reiseführer bis heute gern wider. Leider hat die Geschichte einen Schönheitsfehler. Weder am 6. Mai 1210 noch überhaupt im Laufe dieses Jahres war in Frankreich eine Sonnenfinsternis zu sehen. > mehr 
 
 
 
 

"... wurde der Welt eine Sonne geboren"
Ausstellung in Paderborn über den hl. Franz von Assisi und den Franziskanerorden

„Du bist kein Mann von schöner Gestalt, kein Mann der Wissenschaft, du bist kein Adliger. Wie kommt es, dass gerade dir die ganze Welt nachläuft, anscheinend jedermann dich zu sehen und zu hören und dir zu gehorchen begehrt?“ So formulierte jene Legendensammlung, die unter dem Titel „Blümlein des hl. Franziskus“ in die Weltliteratur eingegangen ist, eine Frage, die bis heute aktuell geblieben ist: Was macht die Faszination aus, die Franz von Assisi seit fast acht Jahrhunderten ausübt? Eine Faszination, die selbst abseits der katholischen Kirche wirkt, auf Gläubige wie Ungläubige, Fromme wie Unfromme. Eine Ausstellung in Paderborn geht jetzt den Spuren des Franziskus und seiner Gründung, des Franziskanerordens, nach. > mehr




Rund um einen Mordfall
Das Revier im Mittelalter - die Ausstellung "AufRuhr 1225" in Herne

Rauchende Schlote, staubige Halden, Dreck und Fördertürme – es geht um das Ruhrgebiet, worum denn sonst? Inzwischen hat sich freilich herumgesprochen, dass die Region einen rasanten Wandel durchmacht. Unter der Überschrift „Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010“ feiert „das Revier“ in diesem Jahr sein neues Image. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat das Großereignis zum Anlass genommen, mit der Ausstellung "AufRuhr 1225!", in jene Epoche zurückzublicken, in der die Weichen gestellt wurden für die politische Entwicklung der Region, das hohe Mittelalter. > mehr




Äbtissinnen, Künstlerinnen, Mystikerinnen
Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern - eine Ausstellung in Bonn und in Essen

Frauenleben im Mittelalter - die praktische einzige Alternative zum Dasein als Gattin und Mutter boten die Klöster. Einem wenig beachteten Feld der Kulturgeschichte widmet sich eine Ausstellung, die ab 19. März in Essen und in Bonn zu sehen sein wird: Kunst aus Frauenklöstern vom 6. bis zum 16. Jahrhundert, mit einem Einblick in die Formen mittelalterlicher Frömmigkeit. > mehr




Als die Städte ihren Stolz fanden
Die Entstehung einer kommunalen Repräsentationsarchitektur im Mittelalter

Welchen architektonischen Rahmen gaben die Städte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit ihren öffentlichen Vorgängen – politischen Beschlüssen und Rechtsakten, kirchlichen Prozessionen und gemeinsamen Festen und, nicht zu vergessen, den Märkten? Eine Forschergruppe um die Kunsthistoriker der Universität Bamberg hat sich jetzt mit diesen optischen "Signalen" einer stadtbürgerlchen Öffentlichkeit beschäftigt: Architektur als Übermittlung von Botschaften, des Gemeinschaftsbewusstseins einer städtischen Bürgerschaft. > mehr




Zwischen Speyer und Córdoba
Ausstellung über "Europas Juden im Mittelalter"

Alle Komponenten des modernen Antisemitismus, vom Vorwurf der Raffgier bis zur Ritualmordlegende, gehen auf das Mittelalter zurück. Welche Kultur das mittelalterliche Judentum damals unter christlicher wie islamischer Herrschaft dennoch ausbilden konnte, zeigt jetzt eine Ausstellung in Speyer. > mehr