Kunst der Moderne

 

Licht ohne Schatten, Welt ohne Zeit
Zum 100. Todestag von Paul Cézanne

Sein künstlerisches Programm war so ehrgeizig gesteckt wie nur möglich: Er wollte "nach der Natur" malen, wie es die Impressionisten vorgemacht hatten, und zugleich seinen Gemälden die innere Notwendigkeit geben, wie sie von den Bildern der klassischen Meister ausging. Vor hundert Jahren, am 22. Oktober 1906, starb Paul Cézanne, der Vater der modernen Malerei. > mehr




Der die Tiere noch reden hörte
Vor 100 Jahren fiel vor Verdun der expressionistische Maler Franz Marc


„Neue Ideen sind nur durch ihre Ungewohntheit schwer verständlich“, hat der Maler Franz Marc einmal gesagt. Er wurde nur 36 Jahre alt. Am 4. März 1916, vor 100 Jahren, fiel er vor Verdun. Ahnte er, dass seine Malerei, die vielen Zeitgenossen „schwer verständlich“ war, ein halbes Jahrhundert später zum Inbegriff der „klassischen Moderne“ in Deutschland avancieren würde? Blaue Pferde – die gibt es doch gar nicht. Und wenn Kunst die Aufgabe hat, die äußere Wirklichkeit quasi fotografisch abzubilden, dann ist das Urteil über Marcs Gemälde damit gesprochen. Zwei Jahrzehnte nach seinem Tod taten ihn die Nazis staatsoffiziell in Acht und Bann. 1937 nahmen seine Werke in der Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“ einen prominenten Platz ein. Viele seiner Bilder aus deutschen Museen wurden ins Ausland verkauft. Merkwürdig nur: Zuvor hatte Hermann Göring einige Gemälde für seine private Sammlung reserviert. Anscheinend konnte auch er sich der Faszination dieser „expressionistischen“ Kunst nicht entziehen. > mehr



Im Konflikt mit der Moderne
Wiener Skandale um 1900 - eine Ausstellung der Schirn-Kunsthalle Frankfurt am Main

Wenn Sie einmal in Wien waren, kennen Sie natürlich den Michaelerplatz mit seiner prachtvollen Fassade, die der Hofburg Ende des 19. Jahrhunderts nach einem barocken Entwurf vorgelegt wurde. Haben Sie auch das "Haus ohne Augenbrauen“ nicht übersehen? 1911 wurde es wegen seiner "obszönen Nacktheit“ heftig angefeindet. Ab 28. Januar zeigt die Schirn-Kunsthalle in Frankfurt am Main einen Rückblick auf Wiener Skandale um 1900. > mehr




Die bunten Lichter des Großstadtlebens
Aufstieg und Niedergang des Neonlichts

In einer Nacht des Jahres 1928 klingelte in der Feuerwehrwache von Missoula, Montana, das Telefon. Aufgeregt meldete sich ein Mann: In der Stadt müsse es brennen, das Feuer sei bis in seine sechzehn Meilen entfernte Siedlung zu sehen. Der Feuerwehrmann konnte ihn beruhigen: Der Lichtschein am Himmel kam nicht von einem Brand, sondern von der neuen Neonreklame eines Hotels. Die technische und künstlerische Verwendung der Edelgase hat unsere Welt verändert, das zeigt der Paderborner Amerikanist Christoph Ribbat mit dieser Anekdote, die er in seinem neuen Buch zur Geschichte des Neonlichts erzählt. > mehr