Dossier
Geschichte des Alten Orients

 

Mumien durch Natur und Mumien durch Kunst
Träume vom ewigen Leben im Mannheimer Zeughaus

Leichen im Museum ... Darf man das ausstellen? Muss man das sehen? Die Mumien-Ausstellung in Mannheim hat bereits vor ihrer Eröffnung kontroverse Diskussionen augelöst. Im ethischen Grundsatzstreit ist beinahe untergegangen, dass Mannheim hier einen umfassenden Überblick zum Thema "Mumifizierung" bietet. Neben dem Brauch alter Religionen und neuer politischer Ideologien, Leichname für die Ewigkeit zu konservieren, wird auch die natürliche Mumifizierung in Eis oder Moor behandelt. Und der moderne Traum, sich die persönliche Unsterblichkeit durch Einfrieren in flüssigem Stickstoff zu sichern. > mehr




Projektionsfläche für Wünsche und Vorstellungen
Die wechselnden Bilder der Kleopatra - eine Ausstellung in Bonn

Kleopatra und immer wieder Kleopatra ... Es gibt kaum eine Frauenfigur der Vergangenheit, die bis heute so oft beschworen wird wie die ägyptische Königin aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. Seit der Renaissance haben Dutzende großer Künstler ihr Bild gemalt; die Diven aus Kino- und Modewelt ließen sich gern als Kleopatra porträtieren. Höhepunkt war natürlich der Monumentalfilm von Joseph L. Mankiewicz, 1961, mit Elizabeth Taylor in der Hauptrolle. Im Jahr darauf machte Andy Warhol seine „Blue Liz as Cleopatra“ zu einer Ikone der Pop-Kultur. Bis zum 6. Oktober präsentiert die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn einen Streifzug durch Geschichte und Mythos der Kleopatra. > mehr




Am Schnittpunkt der Kulturwege
10.000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien

Die Region zwischen den ältesten Hochkulturen der Erde, dem "Heiligen Land" dreier Weltreligionen benachbart: Ab 8. Oktober sind in Berlin, später in Bonn Kunst und Kultur aus Jordanien zu besichtigen. > mehr





Ein Thronsaal für die toten Herrscher
Erstmals in Europa: Stuttgart präsentiert die Funde aus der Königsgruft von Qatna

Man sollte eben nie zu früh aufgeben. 1929 kam der französische Archäologe Robert du Mesnil du Buisson zu dem Schluss, nach vierjähriger Grabungsarbeit sei der Königspalast von Qatna aus dem 2. Jahrtausend vor Christus, fast 200 Kilometer nordöstlich der syrischen Hauptstadt Damaskus gelegen, nun vollständig erschlossen. Er wandte sich anderen Ruinenstädten in Syrien zu, das damals als französisches Mandat verwaltet wurde. Mehr als ein halbes Jahrhundert später. Inzwischen ist über den Ausgrabungen ein Dorf entstanden. Aber die syrische Antikendirektion beschließt, gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Italien und Deutschland den Königspalast neu auszugraben ... Jetzt durfte ein Großteil der dort gefundenen Schätze erstmals Syrien verlassen und ist im Württembergischem Landesmuseum in Stuttgart zu sehen. > mehr




Der Bandit, den die Nachwelt zum König machte
Israelische Archäologen entzaubern die Geschichte von David und Salomo

Die Frage, wie der Tempel König Salomos in Jerusalem ausgesehen hat, gehört zu den beliebtesten Spielen historischer Unterhaltung, nicht erst, seitdem es Fernsehmagazine gibt. Zwei israelische Archäologen haben jetzt die Grundlage für solche Spekulationen erschüttert: Im 10. Jahrhundert v. Chr. war Jerusalem bloß ein armseliges Bergdorf, der Tempel wurde erst viel später erbaut. Mehr noch: Das geeinte Großreich Israel, das Salomos Vater David begründet haben soll, hat es nie gegeben. > mehr





Bevor das Wasser kommt - und solange die Politik es zulässt
Berliner Nordost-Afrika-Forscher am Mittleren Nil

Spätestens 2008 wird am Mittleren Nil ein Staudamm viele Zeugnisse der Menschheitsgeschichte bedecken. In letzter Minute wollen Berliner Archäologen retten, was zu retten ist - vorausgesetzt, die politische Lage lässt es zu. > mehr




Multikulti auf der Spitze des Schwertes
Die Verwandlung Asiens durch den Alexanderzug - eine Ausstellung in Mannheim

Einen „von Gier, Ehrgeiz und Grausamkeit Getriebenen, watend im Blute der Völker“, nannte ihn der Philosoph Seneca, und der lateinische Dichter Lucan sprach von einem „geisteskranken Banditen“. Derart scharfe Kritik an Alexander dem Großen ist in den mehr als zweitausenddreihundert Jahren, die inzwischen seit seinem Tod 323 vor Christus vergangen sind, aber die Ausnahme. Auch friedfertige Geister konnten sich der Faszination durch den jugendlichen Helden, der weite Teile der damals bekannten Welt vom Mittelmeer bis zum Indus eroberte, nur selten entziehen. Die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen zeigen jetzt eine Ausstellung „Alexander der Große und die Öffnung der Welt“. > mehr