Dossier
Die Welt des Sports

 

Mit eingedrückter Nase und Ölzweig auf dem Haupt
Sportfans und Sportmuffel in der klassischen Antike - ein Blick auf die Spiele von Olympia

Sport und Geld, Sport und Politik – diese Stichworte waren auch in der klassischen Antike schon aktuell. Lobredner des Sports gab es ebenso wie Skeptiker, die den Nutzen eines olympischen Sieges nicht einzusehen vermochten. Wir blicken zurück auf über 1000 Jahre olympische Spiele in der Antike. > mehr 




Tricks, Korruption und Gewalt
Allerlei Gefährdungen und Versuchungen bei den Olympischen Spielen der Antike

Bereits die Organisatoren der Olympischen Spiele in der Antike müssen mit viel Ehrgeiz der Teilnehmern gerechnet haben, demzufolge auch mit einer Menge Einfallsreichtum, notfalls am Rande der Regularien. Vor Beginn der Spiele schworen sowohl Athleten und Trainer als auch die Schiedsrichter einen Eid, sie würden „in keinem Punkt gegen die Regeln der Olympischen Spiele verstoßen“. Dennoch fand im 2. Jahrhundert nach Christus ein Besucher 16 große Bronzestandbilder des Zeus vor, die aus Bußgeldern finanziert worden waren. > mehr




 
Coubertin war nicht der erste
Zur Vorgeschichte der Olympischen Spiele der Neuzeit

"Ich erkläre die Spiele der XXX. Olympiade für eröffnet", wird Queen Elizabeth am 27. Juli in London sagen, und über die Fernsehschirme werden mehr als eine Milliarde Menschen live dabei sein. Wann eigentlich fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt? Dumme Frage, 1896 in Athen, wie alle Welt weiß; Jahre lang hatte der französische Pädagoge und Historiker Pierre de Coubertin daran gearbeitet, die Spiele der Antike wiederzubeleben. Aber so ganz einfach und eindeutig ist es eben doch nicht. Coubertin war längst nicht der erste. 1612 bereits ließ der englische Gentleman Robert Dover auf der Wiese von Cotwold Hills in Gloustershire "Olimpick Games" abhalten. > mehr
 
 
 
 
 
"Sport ist, was Spaß macht"
Eine neue Kulturgeschichte des Sports

Der Sport und die Intellektuellen ... Im Geschichtsunterricht und dann auch im Geschichtsstudium an der Universität kam das Stichwort "Sport" früher gar nicht erst vor, stellt der Historiker Wolfgang Behringer von der Universität des Saarlandes fest. Nicht dass die Größen der politischen und der Geistesgeschichte allesamt Sportmuffel gewesen wären – im Gegenteil, der Philosoph Platon war ein preisgekrönter Ringer, Kaiser Karl V. ein begeisterter Tennisspieler, der Physiker Isaac Newton ein erfolgreicher Boxer. Aber in den Augen moderner Historiker konnte dergleichen nur müßiges Beiwerk zu ihren ernsthaften Leistungen sein.- Da hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Wandel vollzogen. Rechtzeitig vor den Fußball-Europameisterschaften in Polen und in der Ukraine und vor den Olympischen Spielen in London, hat Behringer nun eine "Kulturgeschichte des Sports" herausgebracht. > mehr
 
 
 


Autonomie durch Herrschaft des Reglement
Sport und Politik - von den Pharaonen bis heute

"Deutschland hatte das ausgegraben, was vom alten Olympia noch vorhanden war", schrieb Pierre de Coubertin 1908, zwölf Jahre nach den ersten "Olympischen Spielen der Neuzeit". "Sollte Frankreich nicht die alte Herrlichkeit wiederherstellen?" Da sage noch einer, Sport und Politik hätten miteinander nichts zu tun! Die Wiederbelebung der Olympischen Spiele zu Ende des 19. Jahrhunderts war – nicht nur, aber eben auch – Frucht eines Wettstreits der europäischen Nationen um das Prestige, das sich aus dem Bezug zum klassischen Altertum ziehen ließ. Der Soziologe Max Weber wusste die Implikationen "nationaler" Politik klar einzuschätzen: "Die Idee der Nation steht bei ihren Trägern in sehr intimen Beziehungen zu Prestige-Interessen." Zur Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine und zu den Olympischen Spielen in London ein Blick auf das heikle Verhältnis zwischen Sport und Politik, von den alten Ägyptern bis heute.  > mehr





Wenn der Berg ruft
Eine Kulturgeschichte des Alpinismus

"Weil er da ist", antwortete George Mallory vor Jahrzehnten auf die Frage, warum er auf den Mount Everest hinauf wolle. Dsa Argument hat Tradition; ihn sei die Lust angekommen zu versuchen, ob er ersteigbar wäre, meinte 1788 ein Benediktinermönch vor einem Alpengipfel. Aber es gibt auch andere Haltungen. Im Südwesten Tibets liegt ein Sechstausender, an dessen Gipfel sich noch kein Bergsteiger herangemacht hat - der Berg wird von mehreren Religionsgemeinschaften als heilig betrachtet. Ein Bonner Historiker hat eine Kulturgeschichte des Alpinismus vorgelegt.> mehr




Der Schwindel mit dem Bohrhaken
Risikosteigerung und Risikominderung - vom Extremsport im technischen Zeitalterr

"Riskante Erlebnisse am Rand der Katastrophe": Eine Gruppe von Sportsoziologen und Technikhistorikern aus Berlin hat sich der Frage angenommen, welche Form der Extremsport in unserem technischen Zeitalter angenommen hat. Aus der Analyse eines Sportsoziologen: "Vor allem jüngere Motorradfahrer suchen riskante Situationen bewusst auf, um die Grenzen ihrer körperlichen wie mentalen Leistungsfähigkeit ausuzuloten." > mehr