Dossier
Immanuel Kant und die Philosophie des Idealismus

 



"Es ist ein Gott in uns"
Eine neue Interpretation von Kants praktischer Philosophie

Kant hat, wie wir uns aus dem Schulunterricht erinnern, unser Erkenntnisvermögen auf die Welt der „Erscheinungen“ beschränkt. Jetzt legt ein Nachwuchswissenschaftler der TU Berlin eine neuartige Kant-Interpretation vor: Danach wäre unsere eigene „reine praktische Vernunft“ identisch mit dem, was die Religion als „Gott“ bezeichnet. > mehr




"Aus dem Gewissen allein stammt die Wahrheit"
Vor 250 Jahren wurde der Philosoph Johann Gottlieb Fichte geboren

Wer den Schaden hat, der braucht für den Spott nicht zu sorgen. Das musste auch der Jenaer Professor der Philosophie Johann Gottlieb Fichte erfahren, als er eines schönen Tages im Jahr 1799 feststellte, dass die Fensterscheiben seines Hauses eingeschlagen waren. Flugs verbreitete sich in der kleinen Universitätsstadt das Gerücht, der für die Wissenschaften zuständige weimarische Minister, der Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe, habe gesagt, das müssten wohl die "Nicht-Iche" gewesen sein ... Zu Fichtes 250. Geburtstag ein Blick auf das Werk des Philosophen, dem der Philosophiehistoriker Bertrand Russell bescheinigte, sein Denken stehe auf der Grenze zum Wahnsinn. > mehr




Sehnsucht nach dem Unendlichen, nicht sein Besitz
Auswege aus dem Idealismus - eine Rehabilitation der frühromantischen Philosophie

Wie wäre die Philosophiegeschichte verlaufen, wenn nicht Fichte die Diskussion in den letzten Jahren des 18. Jahrhunderts bestimmt hätten, sondern Novalis und Friedrich Schlegel? Nach gängiger Auffassung eine müßige Frage, schließlich gelten die beiden romantischen Dichter als eher laienhafte Anhänger von Fichtes Idealismus. Der Tübinger Philosoph hat das Bild jetzt korrigiert: Die Frühromantik war keine etwas unseriöse Unterfraktion des Deutschen Idealismus, sondern dessen Widerpart. > mehr





Ein Aristoteles der Moderne
Vor 150 Jahren verstarb der letzte Universalgelehrte, Alexander von Humboldt

Einen "Brunnen mit vielen Röhren" nannte ihn Goethe, "wo man überall nur Gefäße unterzuhalten braucht und wo es uns immer erquickend und unerschöpflich entgegenströmt". Mit den "vielen Röhren" hat der Dichter noch untertrieben. Alexander von Humboldt, der am 6. Mai 1859 in Berlin verstarb, war ein Universalgenie wie Aristoteles oder Leibniz, vermutlich das letzte in der Wissenschaftsgeschichte.In einer Universität hätte er ohne weiteres in gut einem Dutzend verschiedener Fächer einen Lehrstuhl besetzen können. > mehr