Dossier
Musikwissenschaft und musikalische Praxis

 


Dem Wahren, Schönen, Guten
Die bildungsbürgerliche Musikanschauung in Deutschland

"Dem Wahren, Schönen, Guten", steht auf der Front des alten Frankfurter Opernhauses zu lesen. Vor allem im deutschen Bildungsbürgertum ist die Vorstellung von einem "autonomen" Reich der Künste lebendig geblieben. Spätestens seit dem französischen Soziologen Pierre Bourdieu ist aber bewusst geworden, dass man es auch ganz anders sehen kann, sozusagen "von unten". Eine Musiksoziologin hat die bildungsbürgerliche Musikanschauung im Deutschland des 19. und 20. Jahrhunderts unter die Lupe genommen, bis hin zu ihrer Einbindung in die rassistische Ideologie des Nationalsozialismus. > mehr





Zwischen Klassizismus und Neuer Musik
Erstmals aufgearbeitet: die Geschichte der Berliner Musikhochschule

"Eine solche Schule ohne Herrn Joachim zu begründen, wo dieser zu gewinnen war, hätte jedenfalls als ein bedenklicher Fehler erscheinen müssen." Richard Wagners anerkennender Kommentar 1869 zu der neuen "Königlichen akademischen Hochschule für Musik zu Berlin" und ihrem Gründungsdirektor Joseph Joachim. Die Vortragskunst des Geigers Joachim stehe gleichrangig neben derjenigen des Pianisten Franz Liszt, fuhr Wagner süffisant fort: "Es ist hierbei gleichgültig, ob es Herrn Joachim verdrießlich ist, in diesen Zusammenhang gestellt zu werden." Die Geschichte der Berliner Musikhochschule bis 1933 wurde jetzt erstmals wissenschaftlich aufgearbeitet. > mehr





"Keine Angst vor Gefühlen"
Als Zaungast bei Hochschullehrer Thomas Quasthoff


Meisterkurs bei Thomas Quasthoff: Im Vorgriff auf seine Professur an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin führte der Bassbariton eine Lehrstunde für fortgeschrittene Gesangsstudenten durch. Seine Empfehlung an den musikalischen Nachwuchs: "Keine Angst vor Gefühlen - hören Sie auf Ihr Herz!" > mehr