Dossier
Ägyptische und altorientalische Kunst

 

Käfer auf dem Ring, Schlange am Kopftuch
Ägypten und die klassische Antike - eine Ausstellung in Frankfurt am Main

Wie vielen von den Millionen Touristen, die Jahr für Jahr an Roms Obelisken vorbeispazieren, mag gegenwärtig sein, dass diese riesigen Nadeln ein Beispiel von "Kulturtransfer" bilden? Die römischen Kaiser holten sie als Beute in ihre Hauptstadt. Ein großer Teil der Kontakte zwischen den alten Hochkulturen verlief eher friedlich. In Frankfurt am Main befasst sich eine Ausstellung mit den wechselseitigen Einflüssen zwischen Ägypten einerseits, Griechenland und Rom andererseits. > mehr




Am Schnittpunkt der Kulturwege
10.000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien

Die Region zwischen den ältesten Hochkulturen der Erde, dem "Heiligen Land" dreier Weltreligionen benachbart: Ab 8. Oktober sind in Berlin, später in Bonn Kunst und Kultur aus Jordanien zu besichtigen. > mehr





"Ständige Vertreterin Ägyptens in Deutschland"
Vor 100 Jahren wurde die Nofretete-Büste gefunden

Es ist beinahe schon ein Ritual: Immer wieder fordert die ägyptische Altertümerverwaltung von den Staatlichen Museen in Berlin die Rückgabe der Nofretete-Büste. Und mit derselben Regelmäßigkeit halten die deutschen Behörden dagegen, an dem Vertrag vom Januar 1913 über die Aufteilung der Fundstücke aus den Grabungen in Tell el-Amarna sei nichts irgendwie Unrechtmäßiges zu finden. Vor 100 Jahren, am 6. Dezember 1912, entdeckten deutsche Ausgräber unter Leitung des Archäologen Ludwig Borchardt in den Überresten eines Lehmhauses, das im 14. Jahrhundert vor Christus das Atelier des Bildhauers Thutmosis beherbergt hatte, die fast 50 Zentimeter hohe bemalte Kalksteinbüste. > mehr




Ein Thronsaal für die toten Herrscher
Erstmals in Europa: Stuttgart präsentiert die Funde aus der Königsgruft von Qatna

Man sollte eben nie zu früh aufgeben. 1929 kam der französische Archäologe Robert du Mesnil du Buisson zu dem Schluss, nach vierjähriger Grabungsarbeit sei der Königspalast von Qatna aus dem 2. Jahrtausend vor Christus, fast 200 Kilometer nordöstlich der syrischen Hauptstadt Damaskus gelegen, nun vollständig erschlossen. Er wandte sich anderen Ruinenstädten in Syrien zu, das damals als französisches Mandat verwaltet wurde. Mehr als ein halbes Jahrhundert später. Inzwischen ist über den Ausgrabungen ein Dorf entstanden. Aber die syrische Antikendirektion beschließt, gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Italien und Deutschland den Königspalast neu auszugraben ... Jetzt durfte ein Großteil der dort gefundenen Schätze erstmals Syrien verlassen und ist im Württembergischem Landesmuseum in Stuttgart zu sehen. > mehr




Multikulti auf der Spitze des Schwertes
Die Verwandlung Asiens durch den Alexanderzug - eine Ausstellung in Mannheim

Einen „von Gier, Ehrgeiz und Grausamkeit Getriebenen, watend im Blute der Völker“, nannte ihn der Philosoph Seneca, und der lateinische Dichter Lucan sprach von einem „geisteskranken Banditen“. Derart scharfe Kritik an Alexander dem Großen ist in den mehr als zweitausenddreihundert Jahren, die inzwischen seit seinem Tod 323 vor Christus vergangen sind, aber die Ausnahme. Auch friedfertige Geister konnten sich der Faszination durch den jugendlichen Helden, der weite Teile der damals bekannten Welt vom Mittelmeer bis zum Indus eroberte, nur selten entziehen. Die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen zeigen jetzt eine Ausstellung „Alexander der Große und die Öffnung der Welt“. > mehr