(kso) Ottmar Edenhofer wurde auf der 29. Versammlung des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in Genf zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe 3 ernannt. Der Chefökonom und stellvertretende Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Professor für die Ökonomie des Klimawandels an der TU Berlin, teilt sich den Vorsitz der Arbeitsgruppe „Vermeidung des Klimawandels“ mit Ramón Pichs Madruga aus Kuba und Youba Sokona aus Mali. In den kommenden sieben Jahren sollen Lösungsstrategien für die Klima- und Energieproblematik aufgezeigt und das Fundament für einen weltweiten Emissionshandel gelegt werden.
„Wir werden in den kommenden Jahren klären müssen, inwieweit wir Klimawandel vermeiden müssen und inwieweit wir uns daran überhaupt anpassen können“, sagt Edenhofer. Der Ökonom sieht darin zentrale Fragen der künftigen öffentlichen Debatte und des wissenschaftlichen Diskurses. Aufgabe des IPCC und speziell der Arbeitsgruppe 3 „Vermeidung des Klimawandels“ ist es, gangbare Lösungswege aufzuzeigen. Der Arbeitsbereich wird nach Einschätzung Edenhofers in den nächsten Jahren noch deutlich an Bedeutung gewinnen, da die Erwartungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an den IPCC weiter steigen werden.
„Wir müssen nun benennen, was es kostet, den CO2-Gehalt der Atmosphäre auf einem niedrigen Niveau zu stabilisieren“, beschreibt Edenhofer eine der unmittelbar anstehenden Aufgaben seiner Arbeitsgruppe. Es gelte auch die Risiken von Vermeidungsoptionen, etwa der Biomassenutzung für die Nahrungsmittelsicherheit oder der Kernenergie, abzuschätzen. Im Dialog mit der Arbeitsgruppe 2 des IPCC „Klimafolgen, Anpassung und Vulnerabilität“ muss erörtert werden, wo die Grenzen der Anpassungsfähigkeit der Gesellschaft liegen und welche Handlungsoptionen bestehen.
Edenhofer plant während seiner Amtszeit eine Reihe von Sonderberichten zu veröffentlichen, den ersten zur Bedeutung der erneuerbaren Energien für die Klimapolitik. Weitere Sonderberichte zur Verknüpfung regionaler Kohlenstoffmärkte und zur Anpassung und Vermeidung in Megastädten sollen erstellt werden. Das Büro der Arbeitsgruppe 3, die sogenannte Technical Support Unit, wird am PIK angesiedelt. Potsdam wird damit weiter als Standort für die Entwicklung internationaler Klimaschutzkonzepte ausgebaut.
Das IPCC müsse künftig auch vermehrt auf das Wissen der Wirtschaft zurückgreifen. Edenhofer will Unternehmen und Nicht-Regierungs-Organisationen in Expertenworkshops einladen, ihr Wissen in die Sachstands- und Sonderberichte des IPCC einfließen zu lassen. „Wir brauchen diese Expertise“, sagt Edenhofer und betont, dass es nicht Aufgabe des IPCC sei, Politik zu ersetzen, sondern als ehrlicher Makler zwischen Wissenschaft und Gesellschaft das notwendige Wissen für vernünftige Entscheidungen bereitzustellen.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr