(kso) Die Kölner Gynäkologin Monika Hauser erhält einen der vier Alternativen Nobelpreise des Jahres 2008. Die Gründerin der Frauenrechtsorganisation "medica mondiale" wird für ihren Einsatzes für vergewaltigte und traumatisierte Frauen in Krisen- und Kriegsgebieten ausgezeichnet, wie die Right-Livelihood-Stiftung in Stockholm mitteilte. Mit dem Preis werde das Engagement Hausers für weibliche Opfer sexueller Gewalttaten "in einigen der gefährlichsten Länder der Welt" gewürdigt. Neben Hauser wurden die unabhängige US-Radiomoderatorin Amy Goodman, die somalische Frauenrechtlerin Asha Hagi sowie die Inder Krishnammal und Sankaralingam Jagannathan mit ihrer Organisation "Land for the Tillers' Freedom" (Lafti) ausgezeichnet.
Die 49-jährige Hauser setzt sich seit 15 Jahren für vergewaltigte Frauen in Kriegs- und Krisengebieten ein. Die in der Schweiz geborene Südtirolerin mit italienischem Pass gründete 1993 das erste Therapiezentrum in der bosnischen Stadt Zenica, später arbeitet sie auch in Albanien, Afghanistan, im Sudan, im Kongo und in Liberia. In der afghanischen Hauptstadt Kabul bietet "medica mondiale" nach eigenen Angaben Beratungen für Frauen an, die unter den psychischen und körperlichen Folgen sexualisierter und anderer Gewalt leiden. In Bosnien seien seit 1993 Tausende Frauen in dem Frauentherapiezentrum "Medica Zenica" betreut worden, die im Bürgerkrieg vergewaltigt wurden. Für dieses Zentrum solle das Preisgeld ebenso verwendet werden wie für neue Aktivitäten im Krisengebiet des Kongo, sagte Hauser.
Für ihr Engagement wurde Hauser bereits mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. 1993 wurde sie von den ARD-Tagesthemen zur "Frau des Jahres" gewählt, 1994 erhielt sie den Gustav-Heinemann-Preis. Das Bundesverdienstkreuz lehnte die Ärztin 1996 ab. Damit protestierte sie gegen den Beschluss der deutschen Innenminister, bosnische Flüchtlinge in ihre Heimat zurückzuschicken. Die Verleihung des Alternativen Nobelpreises habe sie überrascht und überwältigt, so Hauser. Damit habe sie überhaupt nicht gerechnet, sagte sie. Der Preis sei eine "sehr, sehr große Anerkennung" für die Arbeit ihrer fast 200 Mitarbeiterinnen in den Projektländern.
Der von dem deutsch-schwedischen Publizisten und Politiker Jakob von Uexküll 1980 ins Leben gerufene Right-Livelihood-Avard, der als der Alternative Nobelpreis gilt, ist mit insgesamt zwei Millionen Kronen (rund 210.000 Euro) dotiert, das sich auf die vier Preisträger verteilt. Die Stiftung würdigt Menschen und Organisationen, die sich im Bereich Umweltschutz, Armutsbekämpfung und friedlicher Konfliktlösung engagieren.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr