Zwei "Gebärmütter" des Klei-
nen Blasenmützenmooses.
Blaue Färbung zeigt Aktivität
des Polycomb-Gens FIE in
einer unbefruchteten Eizelle
Quelle: Development 136
(kso) Obwohl jede Zelle eines lebenden Organismus grundsätzlich die gleichen Gene enthält, setzen sich die meisten Tiere und Pflanzen aus einer enormen Vielfalt an Zelltypen mit je besonderen Funktionen zusammen: Menschen können mit ihren Hautzellen nicht denken und Rosen können mit ihren Wurzeln nicht blühen. Dr. Nir Ohad von der Tel Aviv-Universität und Professor Ralf Reski von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg haben nun entdeckt, was diesen Unterschied in einem Moos auslöst. Sie identifizierten ein Mitglied des Polycomb (PcG)-Komplexes, der aus verschiedenen Proteinen besteht, und als einer der Hauptschalter der für die genomweite Steuerung von Genaktivitäten verantwortlich ist.
Während der Evolution von Bakterien zu Höheren Organismen wie Menschen oder Rosen entwickelte sich eine große Anzahl von verschiedenen Zelltypen mit spezifischen Funktionen. Eine zentrale Frage in der Biologie lautet: "Wie entwickeln sich verschiedene Zelltypen und Organe aus einer totipotenten befruchteten Eizelle?" Obwohl diese Zellen alle die gleichen Gene teilen, haben die Zelltypen unterschiedliche Aufgaben. Während in dem einen Zelltyp ganze Blöcke von Genen inaktiv sind, werden sie in anderen Zellen eingeschaltet. Diese genomweite Steuerung von Genaktivitäten erfolgt durch Proteinkomplexe in einem als "Epigenetik" - was "jenseits der Genetik" bedeutet - bezeichneten Prozess. Einer von diesen Hauptschaltern ist der Polycomb (PcG)-Komplex.
Die Forscher haben herausgefunden, dass das FIE-Gen des Mooses nur in dessen Stammzellen, wie zum Beispiel in der Eizelle, aktiv war. Dieses Gen wurde jedoch bald nach der Befruchtung der Eizelle im jungen Embryo abgeschaltet. Mooszellen, in denen dieses Gen durch Gentechnik dauerhaft ausgeschaltet wurde, begannen sich in einer Weise unkontrolliert zu vermehren, die an Krebszellen erinnert. Zur Überraschung des Forscherteams konnte dieses unkontrollierte Zellwachstum im mutierten Moos durch die Einführung eines FIE-Gens von der Samenpflanze Arabidopsis rückgängig gemacht werden. "Auf dem ersten Blick traute ich meine Augen nicht - ich schaute auf eine Gen-Komplementation zwischen Organismen, die durch 450 Millionen Jahren von Evolution getrennt sind", sagt Ohad. Nun kann Moos als ein Modellsystem für die Erforschung von vielen fundamentalen Fragen der Biologie dienen, sogar in der Stammzellforschung.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr