(jtu) Wissenschaftler aus sechs europäischen Ländern haben ein neues Computersystem - ein lernfähiges Fahrassistenzsystem - entwickelt, bei dem das Fahrzeug aus dem Verhalten des Fahrers lernt. Wenn beispielsweise ein Problem in einer Kurve oder ein Hindernis auf der Straße erkannt wird, erzeugt ein Bordcomputer ein Alarmsignal, das dem Fahrer mehr Reaktionszeit verschafft. Diese Signale werden der Fahrweise einzelner Fahrer angepasst.
Das computergestützte System wurde vom DRIVSCO-Projekt entwickelt. DRIVSCO verfolgt das Ziel, eine Strategie zur Kombination adaptiver Lernmechanismen mit einer herkömmlichen Steuerung zu entwickeln, zu testen und umzusetzen. Dies beginnt mit einem Steuersystem mit einer voll funktionsfähigen Mensch-Maschine-Schnittstelle und endet mit einem verbesserten, weitgehend autonomen System. Das Projekt vereinte Forscher aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Spanien, Italien und Litauen.
Nach Datenlage des European Car Council geschehen etwa 42% der tödlichen Verkehrsunfälle in der Nacht, was Besorgnis erregend ist, da das Verkehrsaufkommen während dieser Zeit deutlich reduziert ist. Das Unfallgeschehen ist neben anderen Faktoren auf eine verminderter Sichtweite bei Nachtfahrten zurückzuführen. In einem solchen Fall kann das DRIVSCO-System eine Abweichung im Fahrstil des Fahrers feststellen und diese einer schlechten Sicht zuschreiben, die aus einer unzureichenden Einstellung der Frontscheinwerfer resultieren kann. Andererseits ist das Nachtsichtsystem des Fahrzeugs viel leistungsfähiger und hat eine größere Reichweite. So kann das DRIVSCO-System Alarmsignale erzeugen, um den Fahrer vor "ungewöhnlichem Verhalten bei Annäherung an eine Kurve" oder vor einem erkannten, potenziell gefährlichem Objekt zu warnen.
Ein wichtiger Bestandteil des Systems ist "Artificial Vision". An dieser Projektkomponente arbeiteten spanische Forscher von der Universität Granada. Ihre Lösung war ein Einchipgerät, das eingegebene Bilder empfängt und eine erste "Interpretation eines Szenarios" in Bezug auf die dreidimensionale Tiefe, lokale Bewegung, Bildlinien und andere Kriterien erzeugt. Dieses Gerät wurde so entwickelt, dass es in verschiedenen Fahrzeugtypen eingesetzt werden kann. Das Team verwendete außerdem "rekonfigurierbare Hardware", sodass sich das System selbstständig an neue Anwendungsbereiche anpassen kann.
"Wir beabsichtigen nicht, automatische Fahrsysteme zu entwickeln (denn dies könnte im Falle eine Unfalls für die Versicherungen und Automobilfirmen sehr schwierige Probleme bei der Klärung der Schuldfrage und einer Einigung ergeben), sondern lernfähige Fahrassistenzsysteme," erläuterte Professor Eduardo Ros Vidal, Granada. Das primäre Ziel von DRIVSCO sei es, dem Fahrer zu helfen, sich maximal auf das Fahren zu konzentrieren und so Verkehrsunfälle auf unseren Straßen zu vermeiden.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
wissenswert
17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr