(jtu) Unparteilich, objektiv und kritisch gegenüber politischen und wirtschaftlichen Eliten - so sehen sich Journalistinnen und Journalisten weltweit. Grosse Unterschiede zwischen den Journalismuskulturen bestehen hingegen in der Frage, ob eigene Bewertungen und Deutungen in die Berichterstattung einfliessen dürfen. Dies zeigt eine weltweit einzigartige Studie zum Journalismus in 18 Ländern, die unter Leitung der Universität Zürich durchgeführt wurde. An der Studie beteiligt sind neben der Schweiz Forscherteams in Ägypten, Australien, Brasilien, Bulgarien, Chile, China, Deutschland, Indonesien, Israel, Mexiko, Österreich, Rumänien, Russland, Spanien, Uganda sowie der Türkei und den USA. In jedem Land wurden dabei insgesamt 100 Journalisten zu ihrer professionellen Selbstwahrnehmung befragt.
Weltweit ist den befragten Journalistinnen und Journalisten die Verlässlichkeit und Faktizität von Informationen als journalistische Standards sehr wichtig. Bei diesen Prinzipien handelt es sich gewissermassen um den "Zement", der Journalisten über verschiedene redaktionelle und kulturelle Kontexte hinweg verbindet und der ihnen eine professionelle Identität verleiht. "Zwar gelten Unparteilichkeit, Objektivität und kritische Kontrolle allgemein als universelle Standards eines guten Journalismus. Dennoch werden diese Werte nicht in allen Ländern in gleichem Umfang gelebt", sagt Thomas Hanitzsch, der die Studie im Jahr 2006 ins Leben gerufen hat. Journalisten, die in einem politisch repressiven Umfeld arbeiten müssen, tendieren zu einer weniger kritischen Haltung. Dort, wo medienrechtliche Unsicherheit herrscht, sind Journalisten stärker darauf angewiesen, in ethischen Problemsituationen flexibel zu reagieren und sich an den möglichen Konsequenzen ihres Handelns zu orientieren.
Darüber hinaus zeichnen sich auch kulturübergreifende Veränderungsprozesse ab. In osteuropäischen Ländern wie Bulgarien und Rumänien vollzieht sich offenbar eine Anpassung an westliche Journalismus-Standards. Der Journalismus in der Türkei befindet sich quasi auf halber Strecke zwischen demjenigen Ägyptens und der Gruppe der westlichen Länder, was die Zwischenstellung des Landes zwischen Orient und Okzident unterstreicht. Und selbst Chinas Journalisten bewegen sich bei einigen der untersuchten Merkmale tendenziell, wenngleich mitunter nur schwach in Richtung westlicher Standards.
Umstritten sind Aspekte der Berufsausübung, die mit einem aktiven Eintreten für bestimmte Positionen, Gruppen oder soziale Veränderungen und mit prononcierter Subjektivität in der journalistischen Berichterstattung einhergehen. Hier zeigen sich die deutlichsten Unterschiede zwischen den Journalismuskulturen in den entwickelten Staaten des Westens auf der einen sowie Entwicklungsländern und Transformationsgesellschaften auf der anderen Seite: Für sozialen Wandel einzutreten bereit sind Journalisten insbesondere dort, wo er sich rapide vollzieht oder wo er am dringendsten benötigt wird. Journalismus reagiert also auf die in einer Gesellschaft vorherrschenden Bedürfnisse.
Doch wie so oft ist ein Blick in die Detailergebnisse höchst aufschlussreich: Im "westlichen" Journalismusverständnis besteht zwar das Primat der politischen Information, sie muss aber gleichzeitig interessant und verkaufbar sein. Objektivität und Unvoreingenommenheit stehen nicht unbedingt im Widerspruch zu einer Orientierungsfunktion des Journalismus. Und selbst in den USA als der Heimat eines faktenzentrierten Journalismus schliesst das Bekenntnis zur Faktentreue eine stärker interpretative Herangehensweise nicht aus.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr