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28.09.2004 - CHARITE

Universitätsmedizin mit 20 Mio Verlust

(lpd) Der Aufsichtsrat der Charité hat in seiner gestrigen Sitzung  die Eröffnungsbilanz für die Charité - Universitätsmedizin Berlin zum 1. Juni 2003 sowie den Jahresabschluss für das erste Geschäftsjahr der fusionierten Charité - Universitätsmedizin Berlin vom 1. Juni bis zum 31. Dezember 2003 verabschiedet. Gleichzeitig hat er die Vorschläge des Vorstandes für die Neuausrichtung der Charité beraten und ihnen grundsätzlich zugestimmt.

Die Eröffnungsbilanz der Charité zum 1. Juni 2003 schließt mit einer Bilanzsumme von 1,8 Mrd. Euro ab. Die Charité - Universitätsmedizin Berlin verfügt dabei über ein Eigenkapital in Höhe von 221 Mio. Euro. Als erste Universitätsklinik in Deutschland hat die Charité nach den Vorgaben im Vorschaltgesetz zur Errichtung der Charité - Universi-tätsmedizin Berlin Teileröffnungsbilanzen für die Bereiche Klinikum und Fakultät erstellt. Von der Bilanzgesamtsumme entfallen 545 Mio. Euro auf die Fakultät. "Mit der Trennung der Bilanzen für Klinikum und Fakultät hat die Charité sehr zügig einen Auftrag des Vorschalt-gesetzes erfüllt und Neuland betreten", sagte der Aufsichtsratsvor-sitzende, Senator Thomas Flierl. Die Finanzströme für die Patien-tenversorgung einerseits sowie für Forschung und Lehre andererseits können nun transparent dargestellt werden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni bis 31. Dezember 2003 endet mit einem Fehlbetrag von 20,07 Mio. Euro. In Anbetracht der schwierigen Situation sei der Betriebsverlust aus der operativen Geschäftstätigkeit moderat ausgefallen. Der Aufsichtsrat hat den gemeinsam tagenden Klinikumsvorständen für das Jahr 2003 Entlastung erteilt. 

Der Vorstand will die Charité als Universitätsklinikum, aber auch als Gesundheitsunternehmen auf dem Medizinmarkt nach internationalen Vorbildern wie zum Beispiel John Hopkins etablieren. Die einzelnen Standorte der Charité sollen ein klares Profil erhalten und in ein um-fassendes Netzwerk von Kooperationen mit anderen Krankenhäu-sern, niedergelassenen Praxen und Rehabilitationseinrichtungen eingebunden werden. Insbesondere will die Charité den Technologie-transfer verbessern und die fast hundert Erfindungen und Patente pro Jahr wirtschaftlich besser umsetzen. Biotechnologie, Medizin-technik und Therapieforschung sollen schwerpunktmäßig gefördert werden.

Derzeit wird das Zentrumskonzept des Vorstandes mit allen betrof-fenen Klinik- und Institutsdirektoren diskutiert. Ende des Jahres 2004 soll das Konzept endgültig stehen und Teil des strategischen Gesamtplanes sein. Senator Thomas Flierl stellte zusammenfassend fest, dass die Charité auf einem guten Weg sei, sich auf die verän-derten Rahmenbedingungen einzustellen. Die Entwicklung werde vom Aufsichtsrat weiterhin sorgfältig beobachtet, da insbesondere die Einführung des Fallpauschalensystems für die stationäre Kranken-versorgung mit finanziellen Risiken verbunden ist.


Mehr im Internet:
Charité - Universitätsmedizin Berlin

 

 

 

 

 

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