(kso) Anlässlich der Grünen Woche steht in diesen Tagen vermehrt die Frage im Raum: welche gesellschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft heute und in Zukunft zukommt. Handelt es sich um einen marginalen Wirtschaftszweig, dessen hohe Subventionierung nicht mehr gerechtfertigt ist oder gilt es, die vielfältigen Leistungen der Landwirtschaft – Nahrungsmittelerzeugung, Pflege einer vielfältigen Kulturlandschaft und Erhalt von Perspektiven im ländlichen Raum – möglichst ausgewogen in Einklang zu bringen? Das Forschungsprojekt „Regionaler Wohlstand neu betrachtet“ der TU Berlin und des DIW Berlin untersucht, welche positiven Effekte das Wirken der Biobranche in der Region Berlin-Brandenburg hat.
Erste Ergebnisse aus der Befragung von landwirtschaftlichen, ver-arbeitenden und vermarktenden Betrieben zeigen, dass neben der Erzeugung und dem Verkauf von Ökolebensmitteln häufig noch in anderen Bereichen Aktivitäten entfaltet werden. „Eine Aufgabe, die viele Betriebe wahrnehmen, ist die Vermittlung von Wissen und Erfahrung über gesunde Ernährung und umweltfreundliche Land-wirtschaft.
Dies geschieht über lebendige Formen wie Hoffeste, Aktionstage, Verkostungen, Kochkurse oder Seminare“, so die Projektleiterin Prof. Martina Schäfer. Gezielte Aktionen gibt es häufig gerade für die Zielgruppen der Schulen und Kindergärten, die auch Ministerin Künast vorrangig im Visier hat. Mit diesen Aktivitäten und Angeboten der Naherholung leisten vor allem die landwirtschaftlichen Betriebe einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Stadt-Land-Brücken und regionaler Identität.
Besonders im ländlichen Raum erfüllen die Betriebe außerdem eine soziale Funktionen. In den von Arbeitslosigkeit und Abwanderung bedrohten Gebieten schaffen sie Arbeitsplätze; in Brandenburg kann von über 3.400 Arbeitsplätzen im Ökolandbau ausgegangen werden. Solche Betriebe erweisen sich außerdem als Kristallisationspunkt für weitere wirtschaftliche Aktivitäten.
Vorläufiges Fazit der Untersuchung, die im sozial-ökologischen Programm des BMBF gefördert wird, ist, dass von einer derartigen Branche umfangreicherer gesellschaftlicher Nutzen ausgeht, als es auf den ersten Blick erscheint. Hier genauer hinzugucken und entsprechende Leistungen zu unterstützen könnte Aufgabe einer Politik sein, die sich für nachhaltige Regionalentwicklung und multifunktionale Landwirtschaft einsetzen möchte.
Das Projekt "Regionaler Wohlstand neu betrachtet" präsentiert sich auf der Grünen Woche mit einem Stand auf der Kooperationsbörse des Ost-West-Agrarforums am Sonnabend, dem 22. Januar 2005, von 10.00 bis 16.00 Uhr im ICC, Neue Kantstrasse/Ecke Messedamm, 14055 Berlin, Foyer 83, Stand 18 (GSF).
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr