Magnetkompass und Sternenhimmel weisen Zugvögeln auf ihren Tausende Kilometer langen Wanderungen den Weg. Eine deutsch-amerikanische Forschergruppe hat jetzt erstmals Bereiche im Vogelhirn identifizieren können, die für diese Orientierungsleistung zuständig zu sein scheinen.
Das aus fünf Arealen bestehende Netzwerk wird lediglich des Nachts und ausschließlich bei Zugvögeln wie der Gartengrasmücke aktiv, berichten Henrik Mouritsen von der Universität Oldenburg und seine Kollegen in den "Proceedings of the National Academy of Sciences". In früheren Arbeiten hatten die Forscher bereits den vermutlichen Magnetkompass in der Netzhaut der Vögel und die Ablesemethode identifizieren können: Demnach "sehen" die Tiere das Erdmagnetfeld in Form feiner Helligkeitsunterschiede, wenn sie den Kopf drehen.
Mouritsen und Kollegen vermuteten aufgrund dieser Resultate, dass nachts fliegende Zugvögel ein spezialisiertes Nachtsicht-System besitzen müssen. Wo dieses System sitzt, suchten sie nun durch die Kartierung der Genaktivität in den Hirnen von Rotkehlchen und Gartengrasmücken bzw. von Zebrafinken und Kanarienvögeln zu ermitteln - je zwei Zug- und Standvogelarten. Dabei interessierten sich die Forscher vor allem für die Aktivität der Gene ZENK und cfos. Diese werden immer dann abgelesen, wenn Nervenzellen aktiv werden.
Tatsächlich fanden die Wissenschaftler ausschließlich bei den nachtwandernden Singvögeln ein Netzwerk von Gehirnarealen, das nur nachts eine hohe Aktivität der beiden Gene aufweist. Dieser "Cluster N" (N für Nachtaktivierung) liegt benachbart zu einer Gehirnregion, die visuelle Information verarbeitet. Trugen die Vögel Augenklappen, verstummte die Aktivität in dem Cluster. Nach Ansicht von Mouritsen und Kollegen bestätigen diese Resultate ihre Hypothese, dass nachtwandernde Zugvögel ein auf die Navigation im Dunkeln spezialisiertes Gehirnzentrum besitzen. Möglicherweise werden hier visuelle Informationen mit den Signalen des Magnetsinnes und der Sternenorientierung verknüpft.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr