(kso) Wir fliegen zum Mond und dringen in den Mikrokosmos vor, wir erkunden die Weltmeere und arbeiten an der künstlichen Reproduktion des Menschen. Und doch gibt es einen Bereich, der uns fremd und unbekannt ist, eine "Black Box": Das menschliche Gehirn. Die Bundesregierung hat daher seit September 2004 vier "Bernstein-Zentren" in Deutschland eingerichtet, für die sie in den nächsten fünf Jahren 34 Millionen Euro ausgeben will, um des Rätsels Lösung näher zu kommen. Eine der drei Berliner Professuren ist an der TU Berlin angesiedelt, mit dem Schwerpunkt "Künstliche Intelligenz" (KI).
Das meiste, was wir über die kognitiven Fähigkeiten des Menschen wissen, stammt aus der psychologischen und aus der klinischen neurologischen Forschung. Die vier "Bernstein-Zentren" in Deutschland sollen die Vision, das menschliche Denken zu verstehen, Realität werden lassen und zu diesem Zweck Mediziner und Neurobiologen mit Informatikern und Ingenieuren zusammenführen. Das erste Zentrum wurde bereits im letzten September in Berlin eröffnet. Es folgten Freiburg und Göttingen sowie im April 2005 München.
An dem Berliner Exzellenz-Zentrum, mit vollem Namen "Bernstein Center for Computational Neuroscience Berlin" (BCCN Berlin) sind die Charité, die drei großen Universitäten, das Fraunhofer-Institut FIRST, das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin-Buch und das Wissenschaftskolleg zu Berlin beteiligt.
Drei neue Professuren werden im Rahmen des Bernstein-Zentrums derzeit eingerichtet, je eine davon an der Charité, an der Humboldt- Universität und an der TU Berlin, da diese sich bereit erklärt haben, nach Auslaufen der BMBF-geförderten Anschubfinanzierung die Lehrstühle zu übernehmen.
"Mit dem DAI-Labor, dem Zentrum Mensch-Maschine-Systeme, den laufenden Arbeiten in Bereichen wie "bio-inspired robotics", "computer vision" oder Mensch-Maschine-Schnittstellen, und mit in Zukunft vier methodisch ausgerichteten KI-Professuren - neuronale Informationsverarbeitung, künstliche Intelligenz, Modelle kognitiver Prozesse und maschinelles Lernen - sind wir sehr gut aufgestellt", erklärt Prof. Klaus Obermayer vom Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik, der das Berliner Bernstein-Zentrum mit koordiniert.
Das neue TU-Fachgebiet, das im Rahmen des Bernstein-Zentrums mit 1,5 Millionen Euro finanziert wird, heißt "Modellierung kognitiver Prozesse". Es soll sich sowohl mit den Anwendern und mit den methodisch orientierten Fachgebieten innerhalb der TU Berlin als auch mit den biologisch-medizinisch orientierten Fächern des neuen Bernstein-Zentrums vernetzen. Sechs Kandidaten für diese Professur stellten sich im Mai dem Bewerbungs-Marathon. Noch ist die Entscheidung allerdings nicht gefallen.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
wissenswert
17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr