Ein evolutionär altes Gen hält beim Menschen das Muskelwachstum in Grenzen. Das hat eine deutsch-amerikanische Forschergruppe bei der Untersuchung eines ungewöhnlich muskulösen Kleinkindes entdeckt. Eine gezielte Blockade dieses Gens könnte vielleicht zur Behandlung krankhaften oder altersbedingten Muskelschwunds genutzt werden - allerdings auch zum Doping.
"Dies ist der erste Beleg dafür, dass Myostatin die Muskelmasse bei Menschen auf ähnliche Weise reguliert wie bei anderen Tieren", erläutert Se-Jin Lee von der Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland. Der Molekularbiologe und seine Kollegen hatten im Jahr 1997 entdeckt, dass Mäuse mit einem Defekt im Myostatin-Gen doppelt so muskulös sind wie normale Artgenossen. Ein ähnlicher Effekt wurde bei Zuchtrindern gefunden. Die Rolle des Gens und des von ihm codierten Wachstumsfaktors beim Menschen war jedoch unklar.
Im "New England Journal of Medicine" stellen die Forscher um Lee und Markus Schülke von der Berliner Charité nun einen Jungen vor, der mit übermäßig entwickelter Arm- und Beinmuskulatur geboren worden war. Inzwischen viereinhalb Jahre alt, besitzt das Kind das Doppelte der altersüblichen Muskelmasse und kann 3-Kilogramm-Gewichte an ausgestreckten Armen halten. Die Forscher fanden, dass bei dem Jungen beide Kopien des Myostatin-Gens - sowohl die von der Mutter als auch die vom Vater geerbte - eine Mutation aufweisen. Als Folge produzieren seine Zellen praktisch kein Myostatin.
In der Verwandtschaft des Jungen seien bereits mehrere Personen durch ungewöhnliche Kraft aufgefallen, berichten die Forscher. Allerdings stand nur von der Mutter, einer ehemaligen Profisportlerin, eine DNA-Probe zur Verfügung. Erwartungsgemäß fand sich die Mutation auch hier, jedoch nur in einer der beiden Kopien des Gens. Trotz des vollständigen Myostatin-Ausfalls ist der Junge gesund. Laut Schülke und Kollegen kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Muskelhypertrophie später eventuell den Herzmuskel erfasst und dann Beschwerden verursacht.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr