Wasserstoff ist nicht nur das leichteste, sondern auch das mit Abstand häufigste chemische Element im Universum. Ein amerikanisches Physikerduo hat nun herausgefunden, warum ein großer Teil der Wasserstoffatome im interstellaren Raum paarweise zu Wasserstoffmolekülen verknüpft ist. Die raue Oberfläche winziger Staubkörnchen ermöglichst diese Reaktion auch bei verhältnismäßig hohen Temperaturen.
Molekularer Wasserstoff (H2) findet sich vor allem in großen Wolken aus Gas und Staub, den Brutstätten für neue Sterne und Planeten. Zwar werde seine Existenz bei der Erforschung der kosmischen Chemie als selbstverständlich vorausgesetzt, erläutert Eric Herbst von der Ohio State University in Columbus. Auf welche Weise er entstehe, habe jedoch nicht schlüssig erklärt werden können.
Herbst und seine Kollegin Herma Cuppen simulierten nun die Anlagerung einzelner Wasserstoffatome an kosmische Staubkörnchen, bestehend aus dem Silikatmineral Olivin und aus amorphem Kohlenstoff. Frühere Untersuchungen hatten ergeben, dass die Oberfläche solcher Körnchen die Verknüpfung von Wasserstoffatomen fördern kann, jedoch nur in extrem engen Temperaturbereichen von 6 bis 10 bzw. von 13 bis 17 Grad Celsius über dem absoluten Nullpunkt. In den meisten interessanten Regionen des Alls sollte die Körnchenoberfläche jedoch deutlich wärmer sein und daher nur wenig molekularer Wasserstoff entstehen.
Des Rätsels Lösung liegt in der Oberflächenstruktur der Körnchen, fanden Herbst und Cuppen. Geht man von ebenen Oberflächen aus, sind die Körnchen tatsächlich zu warm. Auf rauen Oberflächen liegen die Chancen, dass zwei Wasserstoffatome zusammenfinden, jedoch deutlich höher, ergaben die Simulationen. Und damit ist die Ausbeute an Wasserstoffmolekülen auch bei relativ hohen Temperaturen genügend hoch, um die beobachteten Mengen erklären zu können.
"Wenn man etwas testen will, fängt man typischerweise mit einer flachen Oberfläche an, weil das schneller und leichter ist", erklärt Cuppen. Die neuen Resultate zeigten jedoch, dass dies zumindest im Falle des Wasserstoffs eine zu starke Vereinfachung gewesen sei. Die Physikerin und ihr Kollege arbeiten derzeit mit anderen Forschern an der Herstellung unterschiedlich rauer Staubkörnchen-Pendants, um ihre theoretischen Befunde in der Praxis zu testen.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
scienzz-partner
... LEUTE in scienzz
03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
wissenswert
17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr