(jtu) Meisen können ihren Artgenossen genaue Informationen über die Gefährlichkeit eines Feindes vermitteln und so eine Verteidigungsstrategie festlegen, haben amerikanische Forscher jetzt herausgefunden. Christopher Templeton und seine Kollegen von der University of Washington in Seattle berichten im Wissenschaftsmagazin "Science", wie die Meisen den gemeinsamen Angriff koordinieren.
Die Forscher nahmen 5.000 Meisenrufe auf, während sich verschiedenste Räuber näherten - darunter neben 13 Raubvögeln auch zwei Säugetiere, die den Vögeln gefährlich werden können. Zum Vergleich testeten sie die Reaktion auf harmlose Vögel wie Wachteln. Wie sich herausstellte, alarmieren Meisen einander auf zwei grundverschiedene Arten: Zieht ein Raubvogel in der Nähe seine Kreise, geben die Schwarzkopfmeisen ein weiches, hohes "siiit" von sich und ergreifen schnellstmöglich die Flucht. Sitzt der Feind jedoch irgendwo in den Ästen oder am Boden, blasen sie mit einem lauten "tschick-e-diii" zum Angriff.
Je gefährlicher das Raubtier ist, das sich in der Nähe niedergelassen hat, desto mehr "-diiis" hängen die Meisen ihren Rufen an. Besonders aufgeregt reagierten sie zum Beispiel auf den kleinen Sperlingskauz, der mit seiner kleinen Flügelspanne in der Luft genauso geschickt manövrieren kann wie die Meisen. Auf größere Vögel reagieren sie gelassener, weil sie ihnen leichter entkommen. Offenbar können die Schwwarzkopfmeisen jedoch auch bestimmte Vogelarten unterscheiden. Setzten die Forscher etwa eine Wachtel in die Nähe eines Meisenschwarmes, reagierten die Tiere überhaupt nicht. Aufgrund von Größe und Flügelspanne hätten sie die Wachtel als gefährlich einstufen müssen.
Der jeweilige Alarm bestimmt nicht nur, ob die Meisen flüchten oder angreifen. Er legt auch den Schlachtplan fest: Je mehr "-diiis" dem "tschick-e-diii" angehängt sind, desto mehr Vögel rotten sich auch zum Angriff zusammen, um den Feind im Sturzflug mit großem Getöse zu vertreiben.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
scienzz-partner
... LEUTE in scienzz
03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
wissenswert
17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr