(kso) Eine detaillierte Kohlenstoffbilanz der borealen Wälder und angrenzenden Grasländer und Steppen Sibiriens hat gestern das von der EU mit 2,8 Mio. Euro geförderte Forschungskonsortium "TCOS-Siberia" (Terrestrial Carbon Observing System - Siberia) vorgestellt. Das Ziel von TCOS-Siberia ist es besser zu verstehen, wie sich die Kohlenstoffvorräte Sibiriens verändern werden, wenn sich das Erdklima erwärmt, die Permafrostböden auftauen und sich auch die Landnutzung, wie Holzschlag und Landwirtschaft, ändert. Unter Federführung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena kamen die Wissenschaftler aus sieben EU-Staaten und der Russischen Föderation zu dem Ergebnis, dass die borealen Wälder Sibiriens eine wesentlich geringere Kohlenstoffsenke darstellen als bislang angenommen.
"Trotz der enormen logistischen Herausforderungen ist es gelungen, über den Projektzeitraum eine weitgehend lückenlose Aufzeichnung der Austauschflüsse und atmosphärischen Spurengaskonzentrationen in Sibirien zu erhalten," so der Koordinator des Projektes, Prof. Dr. Martin Heimann vom Jenaer Max-Planck-Institut für Biogeochemie. Die ersten Auswertungen zeigten, dass die borealen Wälder Sibiriens weniger als 20 Prozent der fossilen CO2-Emissionen der Russischen Föderation aufnehmen. Die Kohlenstoffbilanz schwankt allerdings sehr stark von Jahr zu Jahr wegen der großen Variabilität des Klimas und der unterschiedlichen Häufigkeit von Wald- und Steppenbränden.
Ein Vergleich ähnlicher Ökosysteme unter unterschiedlichen Klimabedingungen zeigt, dass eine Temperaturerhöhung primär wegen der Verlängerung der Vegetationsperiode zunächst zu mehr Kohlenstoffspeicherung führt. Ob sich allerdings dieser Trend bei einer längerfristigen Temperaturerhöhung hält, lässt sich auf Grund der kurzen Projektlaufzeit noch nicht schlüssig belegen. Die an den borealen Wald im Süden angrenzenden Grasländer und Steppen erwiesen sich hingegen als eine substantielle CO2-Senke. Dieser Befund hat mit der veränderten Landnutzung seit dem Ende der Sowjetunion zu tun. Anstelle von intensiver Landwirtschaft sind viele Flächen heute entweder verlassen oder werden nur noch als Weideland genutzt.
Um diese Studien auch nach Abschluss von TCOS-Siberia fortführen zu können, etabliert das Max-Planck-Institut unter dem Namen "ZOTTO" gerade ein Nachfolgeprojekt: In Zentralsibirien, nahe dem Fluss Jenniseiy, entsteht eine Forschungsstation, das "Zotino Tall Tower Observatorium" mit einem 300 Meter hohen Messturm. Ausgestattet mit Präzisionsinstrumenten zur Messung von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen soll die Station bereits 2006 in Betrieb gehen.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr