Honigbienen und ihr sensibler Geruchssinn könnten vielleicht beim Aufspüren von Landminen helfen. Entsprechende Resultate präsentieren amerikanische Biologen und Physiker im Fachblatt "Optics Express". Per Laser konnten sie verfolgen, wie sich auf Sprengstoff trainierte Immen im Luftraum über einem Minenfeld verhielten.
Laut Schätzung der Vereinten Nationen sind derzeit rund 110 Millionen Landminen in über 70 Ländern vergraben. "Angesichts der Rate, mit der sie gegenwärtig unschädlich gemacht werden, könnte es etwa 450 Jahre dauern, die Welt von Antipersonen-Minen zu befreien", schreiben die Forscher um Joseph Shaw von der Montana State University, Bozeman. Bisher mangle es an effizienten Methoden, die tödlichen Fallen aufzuspüren, ohne Menschen, Hunde oder teures Gerät zu gefährden.
Bienen lassen sich binnen Tagen auf Gerüche trainieren, indem man ihnen Zuckerwasser mit Spuren der jeweiligen Substanz gibt. Frühere Versuche hatten gezeigt, dass dies auch für Trinitrotoluol (TNT) bzw. seine flüchtigen Abkömmlinge gilt. Treffen die Tiere auf eine entsprechende Duftwolke, folgen sie dieser und halten über ihrer Quelle kurz inne. Shaw und Kollegen testeten nun, ob sich dieses Verhalten und die zugehörige "Bienen-Ballung" per Lidar (Light Detection and Ranging) verfolgen lässt, dem optischen Gegenstück zum Radar.
Die Forscher ließen Tausende auf 2,4-Dinitrotoluol (DNT) trainierte Bienen über einem Minenfeld der US-Armee ausschwärmen. Gleichzeitig tasteten sie den Luftraum über dem Gelände mit grün-gelben Laserpulsen ab und registrierten das reflektierte Licht. Die Lidar-Messungen lieferten mit Videoaufnahmen übereinstimmende Resultate: Demnach war die mittlere Bienendichte in den "Duftfahnen" vergrabener Minen besonders hoch.
Dem Lidar zufolge, schienen die Tiere jedoch einige Minen zu übersehen. Shaw und Kollegen vermuten, dass die Bienen in diesen Fällen sehr dicht über dem Boden flogen und nicht mehr von dem Laser erfasst wurden. Um noch tiefer und damit verlässlicher messen zu können, müsse man die Reflexionen von Bienen einerseits und von Pflanzen und unbelebten Objekten andererseits unterscheiden können. Eventuell könne man die Tiere mit fluoreszierenden Farbstoffen markieren, so die Forscher, vielleicht hinterlasse aber auch der Flügelschlag ein spezifisches Muster in den Lichtreflexen.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr