(jtu) Das Thema beschäftigt uns jeden Sommer wieder: Waldbrände. Mit den Auswirkungen auf natürliche Ökosysteme und Kulturlandschaften in verschiedenen Teilen der Erde beschäftigt sich ein Team von Wissenschaftlern am Institut für Geographie und Geoökologie der Universität Karlsruhe. Die Feuerexperten um Professor Manfred Meurer untersuchen vor allem die Folgen von Vegetationsfeuern für Planzendecke und Boden. So haben die Wissenschaftler Feuerexperimente zum Beispiel auf der Kykladeninsel Naxos, in Benin und im Schwarzwald durchgeführt.
Christophe Neff entwickelt daraus Waldbrandszenarien für ausgewählte Landschaftsräume und Regionen, die Prognosen über die Waldbrandgefahr und die wahrscheinliche Ausbreitung von Feuern erlauben. So hatte Neff schon im Mai dieses Jahres auf die großen Waldbrandgefahren in Frankreich, Spanien und Portugal hingewiesen. Der Wissenschaftler befürchtet, dass die Waldbrände in Südwesteuropa in diesem Sommer ähnlich verheerende Ausmaße erreichen könnten wie in den "Jahrhundertsommern" von 2003 und 1976.
In vielen Regionen der Erde ist Feuer allerdings kein katastrophales, sondern ein natürliches und sogar "notwendiges" Ereignis: Regelmäßige Brände können die Verjüngung bestimmter Pflanzen fördern. Die langjährigen Forschungen von Neff und seinen Kollegen zeigen: Ein an die jeweiligen Umweltbedingungen angepasstes Feuermanagement, etwa das kontrollierte Abbrennen von Flächen, aber auch die Pflege der mediterranen Kulturlandschaft, würden das Risiko von katastrophalen Feuern, wie sie derzeit in Frankreich, Spanien und Portugal wüten, erheblich reduzieren - und dabei noch die Landschafts- und Biodiversität fördern.
In der Verwertung der Biomasse als Brenn- und Heizstoff, zum Beispiel in Form von Holzhackschnitzel oder Holzpellets bzw. als Grundlage für "biofuel", sieht Neff eine weitere Möglichkeit, die Waldbrandgefahren zu vermindern. Im Mittelmeerraum verbrennen jedes Jahr zehntausende Hektar Wald und Buschland. "Das Energiepotenzial dieser Biomasse, die sich ja faktisch 'in Luft auflöst' und dabei noch Mensch und Landschaft gefährdet, ließe sich mittelfristig besser nutzen", so Neff. Der auf neue Rekordwerte gestiegene Rohölpreis könnte die wirtschaftliche Bedeutung der mediterranen Wald- und Buschlandschaften erhöhen. Neff ist sich sicher: Wenn die mediterranen Wälder einen wirtschaftlichen Wert haben, werden sie auch besser gemanagt werden - und es wird weit weniger katastrophale Waldbrände geben.
Unter der Themenstellung "Landschaftsökologische Bewertung und Raumrelevanz von Waldbränden und Vegetationsfeuern" werden deutschsprachige und internationale Feuerökologen ihre neuesten Forschungsergebnisse auf dem 55. Deutschen Geographentag vorstellen, der vom 1. bis zum 3. Oktober 2005 in Trier stattfindet.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
scienzz-partner
... LEUTE in scienzz
03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
wissenswert
17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr