Berlin, den 18.05.2012 Link Home Link Ticker Link Magazin Link Galerie Link Impressum
ticker
aktuell
die woche
leute
kommentar
archiv
Suche
Go 
Copyright by scienzz.
All rights reserved.
archiv

18.08.2005 - MEGAFAUNA

Rückkehr der Riesen

Carsten Meinke / JKM

Schon in wenigen Jahrzehnten könnten Kamele und Löwen durch Teile Nordamerikas streifen. Einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten amerikanische Forscher im Magazin "Nature". Pflanzen- und Fleischfresser aus Afrika und Asien sollen die vor Jahrtausenden ausgestorbene Megafauna des Kontinents und damit die ökologische "Ordnung" wiederherstellen.

Gleichzeitig würde so das Überleben von Arten gesichert, die in ihren heutigen Verbreitungsgebieten durch Konflikte um knappe Ressourcen vom Aussterben bedroht seien, schreiben Josh Donlan von der Cornell University in Ithaca, New York, und seine Kollegen. Der Plan sei "aus ökologischen, evolutionären, ökonomischen, ästhetischen und ethischen Gründen gerechtfertigt".

Am Ende des Pleistozäns, vor gut 13.000 Jahren, verschwanden große Wirbeltiere wie Amerikanische Löwen, Geparde und Kamele aus Nordamerika. Ein ähnliches Schicksal erlitten vor etwa 40.000 Jahren bzw. einigen Jahrhunderten die Megafaunen Australiens und Madagaskars. In Ermangelung großer Pflanzenfresser breiteten sich in Nordamerika unerwünschte Arten aus und veränderten die einstigen Savannen, schreiben die Forscher. Die Ansiedlung von Wildpferden, Kamelen, Geparden, Elefanten und schließlich auch Löwen könne dieser Entwicklung Einhalt gebieten.

Bereits heute lebten allein in Texas gut 77.000 afrikanische und amerikanische Paarhufer, Geparden, Kamele und Kängurus auf Privatland. Gleichzeitig werde versucht, die nur noch in Nordmexiko vorkommende Gopherschildkröte (Gopherus flavomarginatus) wieder im Südwesten der USA anzusiedeln, so Donlan und Kollegen. Und letztlich könnte von der Einrichtung von "Pleistozän-Parks" auch der Tourismus profitieren.

"Wenn wir nur zehn Minuten haben, um unsere Idee vorzustellen, halten die Leute uns für verrückt", erklärt Donlans Institutskollege Harry Greene. "Hören sie dagegen die einstündige Version, stellen sie fest, dass sie sehr viel weniger darüber nachgedacht haben als wir." Kritiker müssten sich fragen, ob sie sich "mit einer amerikanischen Wildnis, die leerer ist als vor 100 Jahrhunderten" und mit dem möglichen Aussterben der verbliebenen Megafaunen Afrikas und Asiens zufrieden geben.

 
Mehr im Internet:
Homepage Josh Donlan   
Gopherus flavomarginatus   
Pleistocene Park: Return of the Mammoth's Ecosystem  
Troubled Homecoming    
The Age of Megafauna, scienzz 30.05.2005 
 




 

 

www.shop-apotheke.com



 

 

 

 

 

 <<< 

Artikel versenden

Druckversion

 >>> 
kurz gemeldet

First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.

Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.

Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.

Goldmann Environmental Prize

scienzz dossiers - übersicht     

Philosophie und Wissenschaftstheorie > mehr

Sprache und Literatur > mehr

Klassische Denker der Politik und Soziologie
> mehr

Religion > mehr

Musik und Kunst > mehr

Bilder, Worte, Wirklich- keiten > mehr

kurz gemeldet

Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.

Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.

Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.

Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.

In einem erloschenen Vulkan auf  der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.

Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.

scienzz-partner

... LEUTE in scienzz

03.08.2009 - MATHEMATIK
Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin

 "Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr

wissenswert

17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE

EVIDENCE
how do we know what we know?

"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr


Anzeige 

fahrrad.de Standard Banner ohne Bild 125x125