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29.09.2005 - MEERESÖKOLOGIE

Ozeane werden sauer

Bald aufgelöst: Gehäuse der
Flügelschnecke Limacina.-
Bild: A-Wegener-Institut

(jtu) Durch Verbrauch fossiler Brennstoffe produziert jede Person auf unserem Planeten täglich im Durchschnitt elf Kilogramm Kohlendioxid, die in die Atmosphäre gelangen. Vier Kilogramm davon werden von den Weltmeeren aufgenommen, was den Treibhauseffekt mildert. Unglücklicherweise reagiert das Kohlendioxid mit dem Meerwasser zu Säure, welche die Kalkschalen vieler Meeresbewohner auflösen kann.

Die jetzt im Wissenschaftsmagazin Nature unter Mitwirkung des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung veröffentlichte Studie einer Gruppe von 27 Meeresforschern aus Europa, Japan, Australien und den USA zeigt, dass die Versauerung der Meere in den Polargebieten bereits in fünfzig bis hundert Jahren zu einem Verschwinden wichtiger Meeresorganismen führen könnte, viel früher als bisher angenommen. Bedroht sind vor allem Seegurken, Kaltwasserkorallen und im Wasser schwebende Flügelschnecken. Da diese Tiere eine wichtige Nahrungsquelle für andere Tiere von Krebsen über Lachse bis zu Walen darstellen, sind schwerwiegende Auswirkungen auf das gesamte polare Ökosystem zu befürchten. Ursachen der Versauerung der Meere sind eindeutig menschliche Einflüsse, die Forderung der Forscher ist eine drastische Einschränkung der Treibgasemissionen.

Die Studie beruht auf weltweiten Messungen des Kohlenstoffgehalts der Meere. "Um die Vorhersagen abzusichern, haben wir 13 alternative Berechnungsmodelle mit den Daten gefüttert", erklärt Prof. Reiner Schlitzer vom Alfred-Wegener-Institut. "Beim Vergleich der Ergebnisse gab es kleine Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Modellen, aber die grundsätzliche Aussage war immer die gleiche: Die Meere versauern viel schneller als bisher angenommen." Der Leiter der Studie, Prof. James Orr vom Laboratoire des Sciences du Climat et de l'Environnement in Frankreich, meint: "Viele der jetzt lebenden Menschen werden erleben, wie die polaren Meere für einige der heutigen Schlüsselorganismen unbewohnbar werden."


Mehr im Internet:
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

 





 

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