(kso) Erstmals seit vier Jahren erhält ein deutscher Wissenschaftler den Nobelpreis für Physik. Professor Theodor W. Hänsch wurde gemeinsam mit den US-Forschern Roy Glauber und John Hall für Arbeiten im Bereich der laserbasierten Spektroskopie geehrt. Der 63-jährige Hänsch ist Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching im Norden der bayerischen Hauptstadt und gilt seit Jahren als einer der Pioniere der Laserspektroskopie und ihrer Anwendung in der modernen Physik.
Der gebürtige Heidelberger Hänsch promovierte 1969 in seiner Heimatstadt. Anschließend ging er an die Stanford Universität, wo er 1975 Full Professor wurde. Seit 1986 lehrt er an der Ludwig Maximilians Universität München. Hänsch hat im Laufe seiner Karriere schon einige hochrangige Preise erhalten. Erst in diesem Jahr bekam er den Otto-Hahn-Preis für Chemie und Physik. Außerdem erhielt er die Auszeichnung California Scientist of the Year (1973), den Gottfried Wilhelm Leibniz Preis der DFG (1988) und die Stern Gerlach Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (2000). Er ist auch Träger des Bundesverdienstkreuzes.
Der US-Amerikaner Glauber, Professor an der Harvard University, erhält eine Hälfte des Preises für seinen Beitrag zur Quantentheorie der optischen Kohärenz, so die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften. Licht verhält sich wie eine elektromagnetische Welle und gleichzeitig wie ein Strom von Teilchen, den als Photonen bezeichneten Energiepaketen. Roy Glauber habe gezeigt, wie sich diese Quantentheorie mit der klassischen Optik vereinbaren lasse.
Roy J. Glauber
Während thermische Lichtquellen wie Glühbirnen Licht verschiedener Farben und mit gegeneinander versetzten Schwingungen emittieren, senden Laser Licht einer einzigen Frequenz und Phase aus. Glauber habe die grundlegenden Unterschiede zwischen diesen Lichtquellen erklärt, so das Komitee weiter.
Hänsch und Hall, die sich die andere Hälfte des Preises teilen, werden für ihre Beiträge zur Entwicklung der auf Laser gegründeten Präzisionsspektroskopie und der Frequenzkamm-Technik ausgezeichnet. Damit lässt sich einerseits die Frequenz von Licht mit einer Unsicherheit von Millionstel Milliardsteln messen, andererseits können Laser mit extremer Frequenzgenauigkeit konstruiert werden. John Hall ist am JILA der University of Colorado in Boulder tätig.
John L. Hall
Der letzte Physik-Nobelpreis für einen deutschen Wissenschaftler wurde vor vier Jahre an Wolfgang Ketterle 2001 vergeben. Gemeinsam mit zwei US-Kollegen wurde er für die Erschaffung des Bose-Einstein-Kondensats, der fünften Erscheinungsform der Materie, geehrt. Am morgigen Mittwoch wird die Bekanntgabe der diesjährigen Chemie-Nobelpreisträger erfolgen. Traditioneller Höhepunkt der Woche der Nobelpreise ist die Bekanntgabe des Friedens- nobelpreises am Freitag.
Traditionsgemäß werden alle Nobelpreise am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, überreicht.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr