In Europa werden die Mittelmeer- und Gebirgsregionen in den kommenden Jahrzehnten besonders starke Veränderungen erfahren. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Arbeitsgruppe im Magazin "Science". Neben negativen Effekten wie Verlust an Artenvielfalt oder erhöhter Waldbrandgefahr gibt es jedoch auch Spielraum für positive Entwicklungen.
Um die Nutzung solcher Chancen und die praktische Anwendung ihrer Resultate zu erleichtern, blieb die Gruppe um Dagmar Schröter vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im steten Kontakt mit Experten aus Privatwirtschaft und öffentlichen Institutionen. "Wir wollten sicherstellen, dass die Nutzer unsere Methoden mitentwickeln können, damit unser Verständnis des Mensch-Umwelt-Systems, die untersuchten Problemfelder und die Ergebnispräsentation ihre Adressaten erreichen können", betont Schröter.
Für ihre Studie kombinierten Schröter und Kollegen mehrere sozio-ökonomische Szenarien mit unterschiedlichen Modellen der globalen Zirkulation, um daraus Vorhersagen über die Landnutzung und letztlich auch ökologische Veränderungen im 21. Jahrhundert abzuleiten. Bevölkerungswachstum und Klimawandel könnten demnach dazu führen, dass im Jahr 2080 bis zu 38 Prozent der Bevölkerung am Mittelmeer in Wasserknappheit leben.
Verstärkt werden dürfte dieses Problem noch, indem mehr landwirtschaftliche Fläche bewässert und mehr Wasser für den Tourismus aufgebracht werden muss. Andernorts, etwa entlang von Rhein, Rhône und Donau, könnte es dagegen häufiger zu Überschwemmungen kommen, indem der Schnee früher und schneller schmilzt oder gar nicht erst liegen bleibt. Wintersportorte könnten so ihre Haupteinnahmequelle verlieren, während die geringere Wasserführung der Flüsse im Sommer Schifffahrt und Kraftwerke beeinträchtigen könnte.
Gerade für den Mittelmeerraum und die Gebirge befürchtet die Arbeitsgruppe einen starken Artenschwund um bis zu 58 Prozent. Indem beispielsweise die Korkeiche und andere typische Bäume der Mittelmeerregionen rar werden, gehe nicht nur ein Stück Kultur verloren, auch die Holzproduktion sinke. Die für Bäume günstigeren Bedingungen im nördlichen Europa könnten den Verlust an Waldfläche dagegen mehr als kompensieren, so Schröter und Kollegen. Auch könnte die für den Anbau von "Energiepflanzen" geeignete Fläche in nördlichen Breiten um bis zu ein Drittel wachsen.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr