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16.07.04 - CASSINI

Cassini erspäht Saturnmond Japetus

Carsten Meinke

Kurz nach ihrer Ankunft am Saturn hat die Raumsonde Cassini dessen Mond Japetus fotografiert. Eine jetzt veröffentlichten Aufnahme zeigt die kontrastreiche Färbung des Trabanten, die an ein gut 1.500 Kilometer großes Yin-Yang-Zeichen denken lässt.

Japetus umkreist den Ringplaneten im Abstand von etwa 3,6 Millionen Kilometern. Seine "in Fahrtrichtung" weisende Hemisphäre reflektiert lediglich 3 bis 4 Prozent des einfallenden Lichts, ganz im Gegensatz zur rückwärtigen Hemisphäre mit einer Reflektivität von etwa 50 Prozent. Die Ursache für dieses Phänomen ist unklar. Möglicherweise liest Japetus auf seiner Bahn dunkles Material auf, das aus den Saturnringen oder von dem Mond Phoebe stammen könnte. Denkbar ist jedoch auch, dass das dunkle Material aus Japetus Innerem an die Oberfläche gelangte.

Die amerikanisch-europäische Sonde Cassini hat die neue Aufnahme am 3. Juli aus einer Entfernung von drei Millionen Kilometern geschossen. Die zuständigen Experten betonen, dass die Helligkeitsunterschiede auf dem Bild nicht etwa von einem Schattenwurf herrühren. Zum Zeitpunkt der Aufnahme habe der Winkel zwischen Sonne, Japetus und Cassini lediglich zehn Grad betragen - die Sonde habe die Sonne also im Rücken gehabt.

Japetus zeichnet sich durch weitere Besonderheiten aus. So ist seine Bahnebene deutlich gegen jene Ebene gekippt, in der sich die Ringe und die meisten Monde des Saturn finden. Zudem lässt seine geringe Dichte von lediglich 1,2 Gramm pro Kubikzentimeter vermuten, dass sein Inneres größtenteils aus Wassereis, Methan oder Ammoniak besteht. Aufklärung erhoffen sich die Forscher von zwei engen Vorbeiflügen an Japetus, die Cassini in den nächsten Jahren absolvieren soll.

Mehr im Internet:
Japetus  
Cassini-Huygens

 

 

 

 

 

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