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16.07.2004 - Nanotechnik

Rezept für Nanokabel

Carsten Meinke

Bild: USC

Eine Methode zur Herstellung von "Nanokabeln" haben amerikanische Physiker entwickelt. Wie die Gruppe im Fachblatt "Nano Letters" berichtet, können mit der Technik winzige Magnesiumsoxid-Säulen mit einem Mantel aus Übergangsmetalloxiden überzogen werden. Aufgrund ihrer magnetischen und elektrischen Eigenschaften sind diese Verbindungen nicht nur für die Grundlagenforschung interessant. Mögliche Einsatzgebiete für Übergangsmetalloxide (Transition Metal Oxides, TMO) seien "verlustarme Stromleiter, Quantencomputer, magnetische Speicher mit extrem hoher Datendichte und Spintronic-Anwendungen", so Chongwu Zhou von der University of Southern California in Los Angeles. Mit der neuen Methode würden diese Verbindungen, beispielsweise der Hochtemperatur-Supraleiter Yttrium-Barium-Kupferoxid YBCO), erstmals für die Nanotechnologie zugänglich.

Zhou und sein Team beginnen mit einem Magnesiumoxid-Plättchen, auf das sie winzige Goldpartikel aufbringen. Wird nun ein heißes Gasgemisch aus Argon, Magnesium und Sauerstoff über den Kristall geleitet, wachsen auf den Goldkatalysatoren Säulen aus Magnesium- oxid. Diese sind 30 bis 100 Nanometer (Millionstel Millimeter) dick und ragen - akkurat ausgerichtet - bis zu gut 3.000 Nanometer in die Höhe. Zu guter Letzt beschießen die Forscher eine Portion des gewünschten TMO mit einem Laser. Das Material verdampft und kondensiert wieder an den Säulen, so dass sich diese allmählich mit einem TMO-Mantel überziehen. 

"Das Besondere an dieser Technik ist, dass die Zusammensetzung der TMO dabei erhalten bleibt", betont Zhou. Der Forscher und seine Gruppe demonstrieren die Methode unter anderem mit YBCO und Lanthan-Calcium-Manganoxid (LCMO). Letzteres erfährt in einem Magnetfeld eine drastische Änderung des elektrischen Widerstands und könnte daher in Magnetfeldsensoren oder Leseköpfen von Festplatten zum Einsatz kommen.


Mehr im Internet:
USC Viterbi School of Engineering     
Homepage der Arbeitsgruppe
Übergangsmetalloxide

 

 

 

 

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