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07.03.2006 - FORSCHUNGSPREISE

Nach Harvard und Berlin

Preisträger Horst Bredekamp, Alina Payne

(jtu) Mit dem Max-Planck-Forschungspreis - Internationaler Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft - werden in diesem Jahr Prof. Alina A. Payne, Professorin für Kunstgeschichte und Architektur an der Harvard University (USA) und Prof. Horst Bredekamp, Humboldt-Universität zu Berlin, ausgezeichnet. Der Preis ist mit insgesamt 1,5 Millionen Euro dotiert und geht jeweils an einen in Deutschland und einen im Ausland tätigen, international anerkannten Forscher, von denen im Rahmen internationaler Kooperationen weitere wissenschaftliche Spitzenleistungen erwartet werden.

Der Preis wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert und gemeinsam von der Max-Planck-Gesellschaft und der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben. Er fördert besonders innovative deutsche und ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und wird im jährlichen Wechsel in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, den Lebenswissenschaften oder den Geisteswissenschaften ausgeschrieben.

Aina Payne hat sich nach ihrem Architekturstudium der Kunstgeschichte zugewandt und gilt inzwischen als führend in der Geschichte der Architekturtheorie der Renaissance. In ihren grundlegenden Forschungen zur Historiografie, zur Architektur- und Designgeschichte an der Schnittstelle zwischen Wissenschafts- und Kunstgeschichte verbindet Prof. Payne in vorbildlicher Weise unterschiedliche Disziplinen. Die Kosmopolitin - sie spricht fünf Sprachen und liest fließend Latein - hat im Rahmen ihrer fachübergreifenden Projekte bereits ein internationales wissenschaftliches Netzwerk gespannt, das mit dem Preisgeld des Max-Planck-Forschungspreis noch enger geknüpft werden soll.

Horst Bredekamp ist einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden durch die Ausstellung "Theater der Natur und Kunst" (2000) in Berlin, in der die Sammlungen der Humboldt-Universität zu Berlin, die bis ins 17. Jahrhundert zurück reichen, gezeigt wurden. Der vielseitige Wissenschaftler arbeitet auch an soziologischen und politischen Fragestellungen. Seine weit gespannte Forschung beschäftigt sich mit Themen des Mittelalters bis hin zur zeitgenössischen Kunst mit einem Schwerpunkt auf den Problemen der Darstellung und dem Einsatz neuer Technologien. Horst Bredekamp arbeitet an Themen wie Uhren als Weltmodelle, Bio-Bilder, Architektursoftware bis hin zu Weltmodellen jenseits der allgemeinen Vorstellungskraft - wie das gekrümmte Universum.


Mehr im Internet:
Alina A. Payne
Horst Bredekamp 
Max-Planck-Forschungspreis 
Alexander von Humboldt-Stiftung 

 

 

 

 

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