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05.05.2006 – HOCHSCHULPOLITIK

Sorge um Weißrussland

(jtu) Ihre Besorgnis über die hochschulpolitische Entwicklung in Weißrussland hat die Hochschulrektorenkonferenz ausgedrückt. Bei seinem Treffen in Greifswald kritisierte das Präsidium scharf die Beschneidung der Hochschulautonomie, die Repressionen gegen regierungskritische Hochschulangehörige und die Isolierung Weißrusslands im Europäischen Hochschulraum. In einer Erklärung verurteilte die HRK die Beschneidung der Freiheit von Lehre und Forschung und wandte sich entschieden gegen die Inhaftierung und Exmatrikulation von Studierenden, die sich aktiv an der friedlichen, demokratischen Oppositionsbewegung gegen die weißrussische Staatsführung beteiligt hatten.

Spätestens seit der Konferenz von Bergen im Mai 2005 sei die Errichtung des gemeinsamen Europäischen Hochschulraumes eine Idee, die ihre Wirkung weit über die Grenzen der Europäischen Union hinaus entfalte. Weißrussland liege inmitten des entstehenden Europäischen Hochschulraumes, gehöre ihm jedoch als einziges Land Europas nicht an. Leider sei die gegenwärtige Entwicklung im weißrussischen Hochschulsystem, das zunehmend zum politischen Instrument der undemokratischen Staatsführung werde, nicht auf Integration, sondern auf Isolation gerichtet.

Die HRK erklärte sich solidarisch mit den Studierenden, Hochschulangehörigen und Hochschulleitungen, die sich in Weißrussland friedlich für die Meinungsfreiheit, für die Freiheit von Forschung und Lehre und für ein offenes, europäisches Weißrussland engagierten. Sie  untersteich ihre Kooperationsbereitschaft mit allen Partnern in Weißrussland, die an internationaler Zusammenarbeit interessiert seien. Die Mitgliedshochschulen der HRK würden die Möglichkeit prüfen, exmatrikulierten Studierenden aus Weißrussland eine Fortsetzung ihres Studiums in Deutschland anzubieten.


Mehr im Internet:
Hochschulrektorenkonferenz


 

 

 

 

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