Der Direktor des Garchinger Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ), Prof. Ferenc Krausz, erhält am 24. Mai 2006 den "Quantum Electronics Award" der IEEE Laser and Electro-Optics Society (LEOS). Der Preis wird vergeben für "außergewöhnliche und herausragende technische Beiträge, die für das Gebiet der Quantenelektronik, Laserforschung und Elektrooptik wegweisend sind." Prof. Krausz erhält die Auszeichnung für seine Beiträge zur Entwicklung ultraschneller Lichtpulse, insbesondere für die Erzeugung einzelner Attosekunden-Pulse.
Ferenc Krausz gilt als führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Attosekundenphysik. 2002 gelang es ihm in Zusammenarbeit mit Prof. Theodor Hänsch (ebenfalls Direktor MPQ) mit Hilfe der Frequenzkammtechnik sogenannte phasenstabilisierte Laser für die Erzeugung von Femtosekunden-Pulsen zu entwickeln - eine Femtosekunde ist ein Millionstel von einem Milliardstel einer Sekunde. Diese Laser zeichnen sich dadurch aus, dass von Puls zu Puls nicht nur Intensität und Frequenz, sondern auch die Lage der Maxima und Minima der Lichtschwingungen identisch sind. Die perfekt kontrollierten Felder solcher Femtosekunden-Pulse üben auf Elektronen oder Protonen Kräfte aus, die den inneratomaren Kräften entsprechen.
Damit läßt sich in noch kleinere Zeiteinheiten vorstoßen, in den Attosekundenbereich - eine Attosekunde ist ein Milliardstel von einem Milliardstel einer Sekunde. Dazu schießt man mit kontrollierten Femtosekunden-Pulsen auf Gasatome in einem so genannten Target. Das starke Feld der Pulse zerrt ein Elektron aus dem Gasatom heraus, um es dann wieder zurück zu schleudern. Wenn das Elektron vom Atom eingefangen wird, gibt es die aufgenommene Energie als kurzen Lichtblitz ab. Gleichzeitig senden Millionen Atome Attosekundenblitze im perfekten, sychronen Takt aus. Daraus entsteht ein stark gebündelter laserartiger Strahl aus 250 Attosekunden langen Lichtpulsen. Die erstmalige Erzeugung dieser Strahlung feierte das Wissenschaftsmagazin Science als eine der 10 wichtigsten Errungenschaften des Jahres 2002 auf dem Gebiet der Naturwissenschaften.
Ferenc Krausz, Jahrgang 1962, studierte Elektrotechnik an der TU Budapest und Theoretische Physik an der Eötvös-Lorand Universität in Budapest. 1991 promovierter er an der TU Budapest in Quantenelektronik, wo er zwei Jahre später auch habilitierte. Es folgte eine Gastprofessur am Zentrum Ultrakurzzeitphysik an der Universität von Michigan, Ann Arbor. Der Ausnahmeforscher setzte seine steile Karriere an der TU Wien fort, wo er von 1999 an Professor war, bis er im Jahr 2000 Direktor am Zentrum für "Advanced Light Sources" wurde. Kürzlich erst erhielt er den Leibniz-Preis 2006 der DFG. Seit 2003 ist Krausz als Direktor am MPQ Leiter der Abteilung "Attosekunden- und Hochfeldphysik". 2004 übernahm er auch die Leitung des Lehrstuhls für Experimentalphysik an der LMU München.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr